Der Galaterbrief Der missverstandene Paulus

Mit dem Galaterbrief werden wir uns intensiv befassen. Ich glaube, kaum ein anderer Brief wurde so gründlich missverstanden.

Wir haben in den vorangegangenen Artikeln schon ein paar Grundlagen gelegt, die uns hier helfen werden.

Die Galater – eine interessante Geschichte, waren Kelten. Kelten, die kämpferisch und kriegerisch bis nach Delphi gezogen waren, um es einzunehmen. Sie wurden in die politischen Geschicke verwickelt und siedelten mehr oder weniger friedlich seit Jahrhunderten dort. Sie nannten sich selbst Galtai. Deshalb wurde das Gebiet Galatien genannt.

Selbst 400 nach Christus ist noch belegt, dass sie in diesem Gebiet keltisch sprachen.

Paulus besuchte dieses Gebiet auf seiner ersten Missionsreise. Antiochia in Pisidien, Ikonion, Lystra, Derbe waren Städte in diesem Gebiet.

Er besuchte dort die Synagogen, wie in jeder Stadt. Es gab dort Juden und Gottesfürchtige, also Heiden, die sich dem Gott der Juden angeschlossen hatten. Die kamen zum Glauben und es entstanden Gemeinden.

Paulus hat diesen Brief entweder noch in Ephesus verfasst oder auf der Reise nach Korinth.

Es war eine schwierige Zeit für ihn. In Korinth gab es jede Menge Ärger und Probleme. Er wartete auf Titus und suchte ihn.

Diese Umstände spürt man dem Brief ab. Er ist verfasst ohne viele freundliche Floskeln. In Eile geschrieben, um wichtige Punkte zu klären.

Vielleicht ist das ein Punkt, warum er so missverstanden wird. Paulus schrieb diesen Brief in Eile, er wurde schon früher oft missverstanden und hatte Schwierigkeiten sich verständlich auszudrücken – das haben wir anhand einiger Bibelverse bei den Korintherbriefen schon geklärt- und nun kommen wir: 2000 Jahre später aus einer ganz anderen Kultur und Zeit und wollen ihn verstehen?

Kapitel 1

Die Einleitung ist knapp. Begrüßung und Lob Gottes in fünf Versen und dann geht es auch schon los:

„Mich wundert, dass ihr euch so bald abwenden lasst von dem, der euch berufen hat in die Gnade des Messias, zu einem anderen Evangelium, obwohl es doch kein anderes gibt; nur dass einige da sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium des Messias pervertieren.“ Galaterbrief 1, 6-7

Von wem lassen sie sich abwenden? Wer hat sie berufen?

„Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jeshua HaMashiach, unseres Herrn. “ 1. Korinther 1, 9

Wir halten also fest:

Gott, der Vater, hat sie berufen in das Evangelium des Messias. Von dem, lassen sie sich abwenden durch ein paar Leute, die das Evangelium pervertieren und Ärger machen.

„Aber auch wenn wir, oder ein Engel vom Himmel euch ein anders Evangelium predigen würden, daß anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.

Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.“ Galaterbrief 1, 8-9

Der sei verflucht! Wie kann dieser liebevolle Apostel so etwas schreiben? Und das zweimal?

Das kann ich euch ganz genau sagen! Weil er sich im Einklang mit der Schrift befindet!

Gott sagt durch Mose in der Torah ganz klar:

„Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Laß uns anderen Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn JHWH, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebhabt. Dem JHWH, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.“ 5. Mose 13

Das Kapitel geht so weiter und beschreibt, auch wenn dein Bruder oder dein Sohn oder deine Frau in deinen Armen oder ein Freund…. irgendeiner – dir etwas anderes erzählt, als Gottes Wort sagt, der sollte getötet werden. So wie Paulus sagt, er sei verflucht!

Das war der Grund, warum Paulus Gefallen am Tod Stephanus hatte und es richtig fand. Er wollte Gott damit dienen.

Er dachte, dass es gegen die Torah ist. Bis Jeshua ihm begegnete und er drei Jahre forschte und studierte, wie alles zusammenpasst und was Gottes Plan ist. Das was er da herausbekam, das lehrt er jetzt.

Aber alles, was er lehrt, darf niemals gegen die Torah sein! Sonst wäre er selbst dieser Strafe schuldig und hätte sich selbst verflucht!

Er redet das, was Gott sagt und nicht, was Menschen hören wollen:

„Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich nicht der Knecht des Messias.“ Galaterbrief 1,10

„Denn ich tue kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mir gepredigt wird, nicht von menschlicher Art ist.“ Galater 1,11

Es ist keine menschliche Doktrin, keine Lehre, die er sich ausgedacht hat. Es ist das wahre Wort Gottes und die Offenbarung Jeshuas.

Er war ein ausgebildeter Pharisäer, sehr orthodox, man vermutet, dass er schon Mitglied des Sanhedrins war, als Stephanus gesteinigt wurde. Zumindest war er bereits damals sehr angesehen und gelehrt, so dass er seine Altersgenossen weit übertraf.

Gott hat ihn von Mutterleib an berufen und ihn ausgesondert um den Heiden das Evangelium zu verkünden. Denkt da überhaupt einer drüber nach, der behauptet, dass das Gesetz nicht mehr gilt?

Gott nimmt den gebildetsten und gelehrtesten Mann seiner Zeit im Gesetz – wohlgemerkt – um was genau verkünden zu lassen?? Das Gesetz ist abgeschafft?? Das ergibt doch gar keinen Sinn! Paulus war nicht nur ein Gelehrter der Torah, sondern er:

„eiferte über die Maßen für die Satzungen der Väter.“ Galater 1,14b

Das bedeutet, er kannte sich bestens aus in der mündlichen Torah. Im Judentum gibt es den Glauben, dass Gott am Sinai die Tafeln der Gesetze gab. Die bekamen alle zu hören, das ganze Volk.

Dann gab Gott Mose noch Anweisungen, die er aufschreiben sollte und es soll dann auch noch mündliche Anweisungen gegeben haben, die weitergegeben wurden. Die wurden erklärt und mit vielen verschiedenen Sichtweisen beleuchtet und diese kannte Paulus alle!

Ihm waren zig Sichtweisen bekannt, bestimmte Torahstellen auszulegen und anzuwenden. Ein unglaubliches Wissen !

Gott gebraucht diesen Mann – mit diesen Fähigkeiten, um zu erklären, WIE das Gesetz angewendet werden sollte!

Das ist der Punkt!

Nachdem er alles erarbeitet und erforscht hatte, zog er er nach Jerusalem und traf Petrus und Jakobus. Die anderen messianischen jüdischen Gemeinden, die an Jeshua glaubten, kannten nicht einmal sein Gesicht! Sie sahen ihn nämlich nicht, sondern hörten nur von ihm. Was Paulus damit sagt ist, dass er alles mit Gott und der Schrift abgemacht hat und es kein Gremium gab um ein Evangelium zurecht zu basteln.

Kapitel 2

Erst vierzehn Jahre später zog er dann wieder nach Jerusalem mit Barnabas und Titus. Und er besprach demütig in einer Haltung, die Korrektur annimmt das Evangelium, was er predigt.

Mich erstaunt und berührt diese Demut sehr!

er besprach sich:

„…mit denen, die das Ansehen hatten, damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wäre.“ Galater 2, 2b

Er klärt ab, ob er richtig liegt und richtig gelehrt hat.

Schauen wir uns die Verse 3-10 an:

Titus, ein Grieche wurde nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen.

Er wurde nicht gezwungen. „Anagkazõ – bedeutet, jemanden mit Gewalt zu zwingen, oder zu überreden. Das wurde mit Titus nicht gemacht!

Wir haben bereits im Artikel: „Das Evangelium“ gesehen, dass beschlossen wurde, dass die Erwachsenen, die zum Glauben kamen, sich nicht beschneiden lassen mussten. Dennoch durften sie das tun. Darum geht es hier nicht unbedingt.

Im messianischen Königreich, wenn Jeshua wieder hier ist und regiert, wird kein Unbeschnittener der Tempel besuchen dürfen:

„Darum spricht Gott JHWH: Es soll kein Fremder mit unbeschnittenem Herzen und unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum kommen von allen Fremdlingen, die unter den Israeliten leben.“ Hesekiel 44,9

Wenn du an Jeshua glaubst, dich damit Israel angliederst, dann wirst du eines Tages beschnitten werden auch am Fleisch, wenn du das Heiligtum besuchen willst.

Aber es ist kein Zwang. Wichtiger ist dein Herz, was im Messias beschnitten ist!

Es ist aber auch nicht verboten! Durch eine Beschneidung fällt niemand aus der Gnade! Das ist völliger Blödsinn! Du kannst dich beschneiden lassen aus zum Beispiel medizinischen Gründen. Dazu gibt es viele Gründe und Vorteile. Kein Problem.

ABER: lässt du dich beschneiden, als ein Zeichen, weil du zum Judentum konvertierst, DANN haben wir ein Problem. Das sehen wir später noch. Für den Moment also: Titus wurde nicht gezwungen. Timotheus hingegen ließ sich von Paulus beschneiden.

Es hatten sich falsche Brüder eingeschlichen um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir im Messias haben. Was haben wir für eine Freiheit im Messias? Wir gehören zu Gott – ob Jude oder Heide. Wir halten das Gesetz der Freiheit ohne Furcht vor Strafe. Was das bedeutet, dazu auch später.

Und wir haben Vergebung der Sünden durch Jeshua, wenn wir das Gesetz übertreten.

Die das Ansehen hatten – das waren früher einfache Fischer gewesen. Aber Paulus sagt, das macht nichts! Vor Gott gilt das alles nicht, was Jemand ist, oder wieviel Jemand hat, Gott sieht das Herz an.

Gott sieht dein Herz, mein Herz, ob wir ihm glauben und das umsetzen wollen, was er uns zeigt.

Nun wird klar festgelegt, Paulus hat die Salbung den Unbeschnittenen das Evangelium zu bringen und Petrus der Beschneidung, so steht es wörtlich da.

Petrus dient den Juden und Paulus den Heiden.

Über die Qualifikation hatten wir bereits gesprochen. Paulus hatte die höhere Gelehrsamkeit aber weniger persönliche Erfahrung mit dem Messias. Für die Mission unter den Heiden ist es nämlich wichtiger, sie an Gottes Wort heranzuführen, sie die Maßstäbe Gottes zu lehren.

Petrus hatte deutlich weniger Gelehrsamkeit, aber er war drei Jahre mit dem Messias unterwegs gewesen. Das prädestinierte ihn zur Mission unter den Juden, die die Schrift längst kannten, aber den Messias gezeigt bekommen mussten.

Und natürlich ist es in jedem Fall wichtig, dass alle gemeinsam an die Armen denken und die versorgen, die sonst niemanden haben.

Kommen wir zu den Versen 11 – 21.

Gehen wir dafür zurück zu Apostelgeschichte 10.

Dort sehen wir Petrus, den Juden und Kornelius, den Heiden, der im Konvertierungsprozess stand. Er hielt den Shabbat, feierte die Feste, betete zu den vorgeschriebenen Zeiten und fastete und hielt die Speisegebote, aber er hielt alle die rabbinischen Anweisungen.

Petrus braucht deutliche Zeichen von Gott um dorthin zu gehen und Kornelius zu lehren. Gott zeigt ihm dreimal den Tallith mit allerlei unreinem Krabbeltier. Der Tallith ist der jüdische Gebetsschal. Die Tiere zumindest zum Teil unrein. Ihm wird gesagt, dass er das, was Gott für rein erklärt, nicht unrein nennen soll.

Wenn also ein Heide umkehrt zu dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs – sich in den Gebetsschal hüllt (bildlich gesprochen), dann ist er rein, auch wenn er vorher unrein war für einen Juden.

Petrus betritt also dieses Haus des Kornelius, wobei er erklärt, dass das für ihn als Juden eigentlich undenkbar war.

Petrus möchte Gott gehorsam sein, er hält die Torah. Was sind die Schwierigkeiten für ihn, das Haus eines Heiden zu betreten?

Schon das ist ein Punkt, den viele Chrristen heute nicht verstehen. Sie vertreten so verkorkste Meinungen, wie: die Juden müssten dann Christen werden, wenn sie an Jeshua glauben.

Im Gegenteil! Ein Jude, der zum Glauben an Jeshua kommt, wird erst recht ein Jude!

Also, in der Torah war es klar verboten, sich mit den Heiden einzulassen:

„Hüte dich, einen Bund zu schließen mit den Bewohnern des Landes, damit sie, wenn sie ihren Göttern nachlaufen und ihnen opfern, dich nicht einladen und du von ihrem Opfer essest und damit du für deine Söhne ihre Töchter nicht zu Frauen nehmest und diese dann ihren Göttern nachlaufen und machen, dass deine Söhne auch ihren Göttern nachlaufen!“ 2. Mose 34,15-16

Damit war eine Freundschaft schon mal weitest gehend ausgeschlossen. Um diese Einladungen zu vermeiden.

Wir sahen bereits, dass diese Sachen von den Rabbinern noch verschärft wurden um ganz sicher zu gehen und so hieß es dann: möglichst keinen persönlichen Kontakt.

Dann gibt es noch die Speisegebote. Kein Schwein, kein Kaninchen, sowieso kein Blut und kein Kälbchen, was in der Milch seiner Mutter gekocht wurde.

Auch das wurde noch verschärft. Keine fleischigen und milchigen Produkte zusammen verzehren, nur im Abstand von einigen Stunden (je nach Richtung des Judentums variieren die Stunden), und schließlich gab es getrenntes Geschirr für Fleischprodukte und Milchprodukte. Wie kannst du in einem heidnischen Haushalt essen, wenn du doch nicht sicher sein könntest, ob diese Dinge eingehalten wurden?

Ich denke, dass kein Christ sich vorstellen kann, welchen Stellenwert die rituelle Reinheit für einen Juden hatte und teilweise noch hat.

Viele Häuser, die ausgegraben werden, hatten private Mikwen, Tauchbäder, um die rituelle Reinheit jederzeit wieder herstellen zu können. Auch nach einem solchen Tauchbad war man nicht sofort rein.

Es war wichtig, diese Reinheit aufrechtzuerhalten. Sonst konnte man zum Beispiel nicht zum Tempel um anzubeten. Ausserdem setzte man durch manches Verhalten das ganze Volk einer Gefahr aus. Man riskierte die Reinheit des ganzes Volkes. Es ist nicht Privatsache, ob jemand Gottes Gebote übertritt. Spätestens seit Achans Diebstahl (Josua 7) war das klar.

So, nun kommen wir zurück zum Text. Petrus ging also zu Kornelius nach seiner Offenbarung und bekannte:

„Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.“ Apostelgeschichte 10,34-35

Er bekam aber sofort Ärger für diese Aktion:

„Und als Petrus hinaufkam nach Jerusalem, stritten die gläubig gewordenen Juden mit ihm und sprachen: Du bist zu Männern gegangen, die nicht Juden sind und hast mit ihnen gegessen!“ Apostelgeschichte 11,2-3

Deswegen gab es richtig Streit. Petrus war keiner, dem Konflikte lagen, er war ein harmoniebedürftiger Mensch, so hatte er, trotz der Offenbarung von Gott, Probleme damit, das durchzuziehen!

Was konnte einem im Haus von Heiden passieren? Was ist, wenn du einem Juden einen selbstgebackenen Kuchen schenkst? Er wird ihn nicht essen!

Woher soll er wisssen, dass du die Kaschrut Gesetze einhältst? War in der Teigschüssel, vorher irgendwann vielleicht einmal Fleisch?

Hast du zum Backen vielleicht ein braunes Ei verwendet und nicht auf den kleinen Blutfleck geachtet?

Hast du den Ofen gründlich gesäubert nachdem ein Fleischgericht darin war? Und vieles mehr. Ein Jude verliert dadurch seine Reinheit, so ist es gelehrt.

Versteht ihr, was das für eine Überwindung war für Petrus mit den Heiden zusammen zu sein? Erfuhren das die Juden, waren sie böse auf ihn und er wurde als unrein angesehen.

Es ist also so, dass Petrus mit den Heiden Gemeinschaft hat. In diesem Punkt lebt er nicht mehr wie ein Jude. Er fürchtet nicht mehr die rituelle Verunreinigung durch die Heiden – durch die gläubig gewordenen Heiden wohlbemerkt, die sich ja so verhalten sollten, dass sie den Juden keinen Anstoß geben.

Nun kommen also einige der Frommen aus Jerusalem – von Jakobus – wird hier gesagt und Petrus bekommt Angst und sagt seine Verabredungen ab. Er zieht sich zurück, und das bleibt nicht unbemerkt. Er verletzt die heidnischen Geschwister dadurch.

Paulus ist die Mission der Heiden anvertraut. Deshalb muss er hier öffentlich eingreifen, sonst droht diese Gemeinschaft zu zerbrechen.

Petrus zwingt durch sein Verhalten unbewusst die Heiden dazu zu konvertieren, wenn sie Gemeinschaft mit ihm haben wollen. Er macht deutlich, dass sie ja doch noch nicht ganz richtig sind. Das der Messias also nicht ausreicht.

Das kann Paulus so nicht stehen lassen. Mache ich Giur, konvertiere ich also, so muss ich nämlich die mündliche Torah, Talmud und Gemara usw. der Schrift mindestens gleichgestellt betrachten und wenn ich Jeshua als den Messias bekenne, so ist ein konvertieren in den meisten Fällen ausgeschlossen.

Im Moment kommen wir in eine neue Zeitepoche und auch orthodoxe Rabbiner kommen zum Glauben an Jeshua, aber so waren und sind zum größten Teil die Bedingungen.

Paulus ist da ganz klar und sagt, so etwas muss nicht sein! Warum sollen die Heiden gezwungen werden jüdisch zu leben, wenn Petrus selbst doch erkennt, dass wir durch den Messias gerettet sind. Das Gesetz rettet nicht und das Regelwerk der Rabbiner auch nicht. Obwohl Teile daraus durchaus gut und lebenswert sind. Paulus lehrte sie auch und regt zur Befolgung einiger an.

„So steht nun fest, liebe Brüder, und haltet euch an die Traditionen….“ 2. Thessalonicherbrief 2, 15

(Auch hier wird das griechische Wort ‚paradosis‘ verwendet, es steht für diese Satzungen der Väter, die Traditionen, die mündliche Torah.)

Also, es ging hier nie darum, dass Petrus wie ein Heide gelebt und Schweinefleisch gegessen hätte!

Es geht darum, dass es uns nichts nützt uns zu einem Regelwerk zu bekehren und zu bekennen, denn das bedeutet das konvertieren.

Du verpflichtest dich Gebete zu sprechen in festgelegter Reihenfolge zu festgelegten Zeiten und Waschungen durchzuführen und vieles, vieles mehr. Es ist ein System, was auf starren Regeln beruht und nicht auf Vertrauen.

Wir sollen uns aber zu unserem Gott bekehren, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Unser Herz soll bei ihm sein. Wenn wir dann die Gebete beten, soll unser Herz dabei sein und nicht, weil es jetzt Vorschrift ist, es zu tun.

Das Regelwerk zu erfüllen im Bewusstsein der Konsequenzen, immer aus Angst vor der Strafe. Wir sind aber unter der Gnade, indem Jeshua alle unsere Übertretungen gesühnt hat. Deshalb produzieren wir nicht ständig neue Übertretungen. Gott bewahre! Aber wir können leicht und voller Liebe seine Gebote halten.

Paulus schreibt:

„Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit dem Messias gekreuzigt.“ Galater 2,19

Gemäß dem Gesetz gab es für Gesetzesübertretungen, Sünde – ein Opfer. Ich identifiziere mich mit dem Tod Jehuas, so wie damals eine Identifikation mit dem Opfer stattfand, als die Menschen ihre Hände auf den Kopf des Opfertieres stützten.

Wir können wie Paulus sagen: Wir sind durch das Gesetz dem Gesetz gestorben. Die Angst vor Strafe gibt es bei uns nicht mehr! Das alles beweist doch aber nur, dass das Gesetz als Prüforgan sehr wohl gilt!

Wenn ich den Führerschein bestanden habe, reiße ich doch auch nicht den Tacho aus dem Auto heraus. Im Gegenteil, ich darf nun fahren, achte aber darauf, wie ich fahre!

„Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern der Messias lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und hat sich selbst für mich dahin gegeben.“ Galater 2, 20

Ich werfe sie nicht weg, die Gnade. Natürlich nicht!

Das Gesetz macht mich nicht gerecht. Es zeigt mir nur meine Ungerechtigkeit. Gerecht macht mich nur der Messias. Das ist Gnade!

Er trug meine Schuld!

Johannes schreibt es so:

„Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.“ 1 Johannesbrief 4, 17b -18

Durch die Liebe Jeshuas sind wir frei vor Strafe. Diese Liebe zu erkennen und die Gebote Gottes trotzdem ernst zu nehmen, das wollte Paulus vermitteln!

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Der II. Korintherbrief Teil II.

Wir starten ab Kapitel 6 zu lesen.

Wow! Was für ein Vorbild! Paulus dient Gott treu in allen möglichen Widrigkeiten. In Ängsten und in Nöten und in Geduld und Freundlichkeit trotz all diesem.

Ich habe schon Mühe mit Geduld und Freundlichkeit, bei meinen heutigen Kopfschmerzen! Eine gute Gelegenheit zu üben!

Es gibt Theologen, die heute verkünden, dass Krankheit, Not und Angst nicht gottgewollt sind und wir das nicht zu haben brauchen.

Hat Paulus nicht richtig geglaubt?

Ich denke das, was uns erzählt wird, ist oft so verdreht. Wahrheit und Lüge sind so geschickt miteinander vermischt, dass es für uns schwierig ist, das zu trennen. Natürlich will Gott uns helfen und natürlich kann Gott auch noch heilen!

Aber: Gott ist kein Automat. Und wir können Gott auch nichts befehlen! Wie gesagt, es ist viel Lüge mit Wahrheit vermischt!

Paulus jedenfalls hatte jede Menge Kummer, Traurigkeit, Ängste, Krankheit, Verleumdung und vieles mehr. Und trotzdem war er ein Mann des Glaubens. Ein Mann der Liebe, wie wir in den folgenden Versen sehen.

Er wirbt um sie mit solch liebevollen Worten! Er möchte sie gewinnen, einen Lebenstil der Heiligung in ihnen wecken:

„Spannt euch nicht in ein Joch gemeinsam mit Ungläubigen. Denn wie können Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit Partner sein? Welche Gemeinschaft hat das Licht mit der Finsternis?“ 2. Korintherbrief 6,14

Gerechtigkeit – auch hier wieder die Art und Weise, wie wir durch Jeshua gerettet, die Torah halten. Und dem gegenübergestellt die Gesetzlosigkeit.

Das passt nicht. Man kann befreundet sein, sich treffen und vieles machen, aber ein Joch bedeutet: gemeinsam eine Firma zum Beispiel oder eine Ehe. Gemeinsam etwas voranbringen. Das wird nicht funktionieren, wenn für den Einen Gottes Wort der Maßstab ist, und für den anderen eben nicht.

Heute merken wir diesen Riss sogar in Gemeinden. Es funktioniert nicht, wenn einige Gottes Wort ernst nehmen wollen und andere nicht.

Wir lasen als Fazit in einem Gemeindebrief unserer Region:

„Die Bibel und das Leben heute sind zwei verschiedene Dinge.“

Wenn das die Meinung deines zukünftigen Partners ist, dann wird euch eine gemeinsame Basis fehlen. Und wenn das die Haltung deiner Gemeinde ist, dann wirst du dort nicht mehr lange bleiben können.

Und so sagt Paulus dann auch:

„Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. Darum geht aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr; und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr.“ Verse 16-18

Wir hassen Konflikte und Trennungen. Aber manche sind durchaus gottgewollt.

Kapitel 7

„Deshalb, meine lieben Freunde, laßt uns, weil wir solche Verheißungen haben, uns reinigen von allem, was Körper und Geist verunreinigen kann, und strebt danach vollkommen heilig zu sein, aus Ehrfurcht vor Gott.“ Vers 1

Heiligung – ein Wort, was heute wenig benutzt wird. Ernst Modersohn sagte damals noch: „Zur Heiligung predigte ich das Gesetz.“

Was auch sonst? Immer gründlicher in den Spiegel des Wortes Gottes schauen und sehen, was Gott gefällt! Das ist ein Leben in der Heiligung. Ein Prozess, ein Fortschreiten.

Paulus ist erfreut, dieses Fortschreiten in der Gemeinde zu sehen und freut sich, dass sein Brief vielleicht traurig gemacht hat, aber doch geholfen hat, wieder einige Dinge in Ordnung zu bringen.

Kapitel 8

Hier geht es wieder um die Geldspende, die wir im ersten Korintherbrief auch schon hatten. Die Korinther betrieben diese Sammlung als stetige Sache, seit einem Jahr, das sieht man an den Versen 8,10 und 9,2.

Wichtig auch für uns, dass wir Geld abgeben, spenden, Not lindern, den Zehnten geben. Manchmal ist es nicht so einfach, wohin man das verantwortungbewusst gibt. Wir dürfen Gott bitten, uns zu zeigen, was er damit möchte. Eine gute Sache sehe ich in den Holocaustüberlebenden. Wir haben sie nicht mehr lange unter uns und es ist eventuell eine kleine Möglichkeit etwas wieder gut zu machen. Aber das ist meine private Meinung. Es gibt soviel Leid: Gläubige, die verfolgt werden, Kinder die hungern und vieles mehr.

„Nicht, dass die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet, sondern dass es zu einem Ausgleich komme.“ Vers 13

„Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.“ Kapitel 9,6

Er sagt, dass alle Gabe doch von Gott kommt und Gott uns überreich dafür belohnen kann.

Woher weiß er das? Alles aus dem Tenach!

„Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht JHWH Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.“ Maleachi 3,10

„Ehre JHWH mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen.“ Sprüche 3,9-10

Kapitel 10

Paulus kämpft – doch nur im Dienst Gottes. Er wird persönlich angegriffen und versucht doch seine Befindlichkeiten hinter dem Dienst zurückzustellen. Man merkt ihm an, es geht um Gottes Wort und er verteidigt sich nur soweit, dass er versucht zu sagen, dass er „würdig“ ist Gottes Wort zu predigen. Er kommt sich lächerlich dabei vor und will dieses Rühmen nicht. Aber er möchte klar stellen, dass das was er gesagt hat, nicht vergeblich war, dass es Gewicht hat.

Es gab auch damals schon Menschen, die Selbstbeweihräucherung betrieben und es gab sie auch in Gemeinden.

„Wir wagen es nicht, uns mit jemandem von den Leuten, die sich selbst empfehelen, gleichzusetzen oder zu vergleichen. Indem sie sich untereinander messen und sich untereinander vergleichen, sind sie ganz einfach dumm. Wir werden uns nicht dessen rühmen, was ausserhalb des Bereiches der Arbeit liegt, die Gott uns gegeben hat; wir werden uns vielmehr innerhalb des uns zugeteilten Bereiches rühmen, und dieser Bereich erstreckt sich bis auf euch.“ „. Korinther 10,12-13

Es gibt Leute, die sind stolz und nehmen sich wichtiger und ihre Leistung, als Gottes Wort. Sie messen ihre Wichtigkeit und ihre Heiligkeit. Paulus findet das einfach dumm.

„So möge sich jeder, der sich rühmen will, Adonais rühmen; denn nicht der, der sich selbst empfiehlt, ist der Billigung würdig, sondern der, den der Herr empfiehlt.“ Vers 17

Gott ist der, der alles bewirkt, dem wir alles verdanken und in dem wir sind. Amen!

Kapitel 11

Paulus spricht hier wieder in einem Term der Torah:

Am Sinai fand eine Feier statt, dass fortan Israel als Gottes Braut und seine Frau bezeichnet wird. Das haben wir vor allem in der „Ephraim – Reihe“ erklärt. Die Tafeln der Gebote waren eine Ketuba, ein Ehevertrag.

Israel brach den Bund und Mose zerschmetterte die Tafeln, als Zeichen für den gebrochenen Bund.

Durch Jeshua unseren Messias haben wir einen neuen Bund.

„Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun“ Hesekiel 36,26-27

Das ist der neue Bund, angekündigt durch die Propheten und hier ist es sehr schön dargestellt. Der alte Bund, auf den steinernen Tafeln und die steinernen Herzen, die den Bund brechen.

Der neue Bund durch die Liebe des Messias und den Geist sind fleischerne Herzen, die gerne Gottes Gebote halten.

Paulus hat ihnen diesen Bund gewiesen und sie wieder als Braut dem Messias zugeführt.

Der neue Bund und diese einfache und reine Hingabe an den Messias beeinhaltet nichts anderes als das, was wir in Jeremia 31, 31 sehen: folge dem Messias und halte durch den Geist die Torah.

Nun, wie wurde Eva verführt? „Sollte Gott gesagt haben…????“

Und auch hier wird nun ein anderes Evangelium verkündigt. Wir wissen welcher Art das andere Evangelium war:

„Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden befunden werdet, und die Geduld unseres Herrn erachtet für eure Rettung, wie auch unser Lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat. Davon redet er in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind., welche die Ungelehrten und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die anderen Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das im Voraus wißt, so hütet euch, daß ihr nicht durch den Irrtum dieser gesetzlosen Leute samt ihnen verführt werdet und fallt aus eurem festen Stand.“ 2. Petrus 3, 14-17

Hier wissen wir, dass es gesetzlose Leute waren, die seine Schriften verdreht haben. Petrus sagt, dass Paulus alles richtig lehrt. Auch Paulus selbst sagt:

„Und wenn ich schon ungeschickt bin in der Rede, so bin ich´s doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben wir sie bei euch kundgetan.“ 2. Korintherbrief 11,6

Paulus ist gelehrt, aber es fällt ihm schwer, das so auszudrücken, dass es keine Missverständnisse gibt.

Paulus beklagt sich, dass die Korinther es gerne und willig ertragen, dass die von sich eingenommenen Prediger sie ausbeuten und erniedrigen, schlecht behandeln. 2. Korintherbrief 11,20

Personenkult ist immer falsch!

„Sie sind Hebräer – ich auch! Sie sind Israeliten – ich auch! Sie sind Abrahams Kinder – ich auch!“ Vers 22

Er hat sein Jüdisch sein nie aufgegeben.

Und er nimmt soviel auf sich um das Evangelium zu verkünden. Weil für ihn ist es am Wichtigsten, ein Diener des Messias zu sein. So dürfen wir als messianische Juden nicht unser Jüdisch sein aufgeben, und zum anderen müssen wir bezeugen, dass wir dem Messias Jeshua dienen.

Kapitel 12

Man spürt dem Apostel ab, wie zögerlich er über dieses Ereignis spricht:

„Ich kenne einen Menschen, eins mit dem Messias, der vor vierzehn Jahren in den dritten Himmel entrückt wurde; ob er sich im Leib oder außerhalb des Leibes befand, weiß ich nicht; Gott weiß es.“ 2. Korinther 12, 2

Heute wird oft geprahlt mit Gaben und Erfahrungen. Dieser alte Apostel ist damit sehr zurückhaltend:

„Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich spräche die Wahrheit. Doch wegen der Außerordentlichkeit der Offenbarungen tue ich es nicht, damit niemand mehr von mir halte, als meine Worte oder Taten bestätigen.“ 2. Korinther 12,6

Unsere Worten und Taten sind wichtig! Wir können noch soviel Gaben und Erfahrungen haben. Das ist nebensächlich, wenn unsere Worte und Taten nicht das wiederspiegeln, was wir glauben und vor allem – den, an den wir glauben.

Paulus versucht ihnen zu sagen, dass sie doch verrückt sind, ihren Focus auf solches Angeben und Prahlen zu legen. Er kann und will mit solchen Leuten gar nicht mitmachen. Gleichzeitig versucht er seine Glaubwürdigkeit herauszustellen.

Und schreibt davon, dass er zu einem erneuten Besuch kommen möchte, sich aber auch davor fürchtet:

„Denn ich fürchte, dass ich komme und euch nicht auf dem Weg finde, auf dem ich mir euch wünsche, und auch, dass ich nicht auf dem Weg erfunden werde, auf dem ihr euch mich wünscht. Ich fürchte Streit und Eifersucht vorzufinden, Zorn und Rivalitäten, Verleumdung und Klatsch, Hochmut und Unordnung. “ 2. Korinther 12,20

Er fasst immer wieder zusammen und betont, dass er ehrlich ist und nur das Beste für die Geminde im Sinn hat, sie liebt, aber mit vielen Dingen dort nicht einverstanden ist und streng korrigieren muss, wenn er kommt und solche Dinge vorfindet.

Mir bricht es das Herz, wenn ich sehe, was heute in den Kirchen an Worten und Taten zu sehen ist, wo es aber keine Korrektur gibt. Wie soll auch korrigiert werden, wenn die Schrift kein Maßstab mehr ist, wenn man behauptet, dass die Schrift heute nicht mehr anwendbar und relevant ist? Wieviele Tränen würde der treue Apostel vergiessen, wenn er das heute sehen würde?

Kapitel 13

„Jede Klage muss durch das Zeugnis von zwei oder drei Zeugen bestätigt werden.“ 2. Korinther 13,1a

Das ist ein Zitat aus 5. Mose 19,15. Paulus schreibt hier also, dass die Torah gilt und er an sich an diese Prinzipien hält.

Auch für uns ein wichtiger Punkt: wenn angeblich das Gesetz aufgehoben ist, wo sind diese 2 oder 3 Zeugen, die das bestätigen???? Wo sind sie? Ich meine damit biblische Zeugen. Wo finden wir diese Idee in der Schrift? Nirgends. Und die Schrift sagt uns ganz klar, dass wir es nicht glauben sollen, wenn uns Jemand so etwas erzählt.

Gott selbst sagt, dass es diese Zeugen geben muss.

Es gibt aber hunderte biblische Zeugen vom Gegenteil, nämlich davon, dass Gottes Gesetz gut ist und heilig und ewig gilt.

Das Thema schauen wir uns bald noch genauer an, im Galaterbrief!

Ich bin gespannt auf euer Feedback, wie eure Gemeinden das sehen und ob ihr meiner Argumentation folgen könnt. Es ist nicht so einfach, das weiß ich.

Es hilft vielleicht den Bibeltext mitzulesen. Shalom und Segen euch allen im Namen unseres Herrn Jeshua HaMashiach!

Der II. Korintherbrief Der missverstandene Paulus Teil I

Paulus schreibt einen erneuten Brief an die Korinther. Auch diesem Brief spürt man seine Liebe ab.

Aber die Auseinandersetzungen sind noch nicht ganz beigelegt. Es kriselt noch und Paulus versucht Erklärungen abzugeben und zu ermutigen.

Mich beeindruckt die liebevolle Art, die Paulus immer wieder an den Tag legt und wie er versucht das Positive hervorzuheben und zu betonen.

Nach der Begrüßung schreibt er ihnen eine jüdische Bracha. Einen Segen, der bekannt ist.

Dieses Gebet fordert mich immer wieder heraus:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jeshua HaMashiach, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“

Zuerst ist es natürlich eine Freude, zu wissen, dass wir gerade durch die Schmerzen und Probleme in unserem Leben, ein Segen für andere sein können. Wir lernen barmherzig zu sein, wenn wir selbst straucheln, wir lernen zu trösten, wenn wir selbst traurig waren.

Was wir noch lernen können ist:

Wo suchst Du Trost?

Während einer Fastenphase fiel mir dieser Bibelvers besonders auf. Weil wir manchmal durchaus auch Trost im Essen und an anderen Orten suchen. Aber das ist nicht besonders effektiv. Unser Gott ist der Gott allen Trostes. Suchen wir doch Trost bei ihm!

Paulus hatte einige schwere Zeiten hinter sich. und er schreibt davon, wie wichtig es ist, wenn wir auch an Punkte kommen, wo nur Gott noch helfen kann. Und wie hilfreich Fürbitte ist für Menschen, die in Bedrängnis stehen. Lasst uns gerade die bedrängten Geschwister weltweit nicht vergessen!

Paulus rechtfertigt sich nun etliche Verse lang. Auch der große Apostel Paulus wurde angegriffen. Vielleicht ärgern wir uns beim nächsten Mal weniger, wenn es uns passiert. 😉

Ein Schlüsselvers für mich, was den Umgang von Paulus mit der Gemeinde in Korinth betrifft, ist folgender:

„Denn ich schrieb euch aus großer Trübsal und Angst des Herzens unter vielen Tränen; nicht, damit ihr betrübt werden sollt, sondern damit ihr die Liebe erkennt, die ich habe besonders zu euch.“ 2.Korintherbrief 2,4

Was für ein liebevoller Vater im Glauben!

Nun bringt er auch ganz zart und schön an, dass Jemand genug gestraft ist und ihm vergeben werden soll.

„Darum ermahne ich euch, daß ihr ihm Liebe erweist.“ Vers 8

Ich finde es sehr schön zu lernen und zu lesen, wie in Liebe Fehlverhalten nicht geduldet wird.

Das, was uns in den Gemeinden so oft als Liebe verkauft wird, ist keine! Liebe duldet die Sünde nicht! Sie liebt den Sünder und versucht ihn zu retten!

Offensichtlich hat derjenige sein Fehlverhalten eingesehen und Paulus fordert nun dazu auf, ihm zu vergeben und ihn wieder anzunehmen.

Paulus erlebt, wie Gott durch seine Verkündigung wirkt! Und er erklärt, dass er in schlichter Ehrlichkeit das Wort verkündigt ohne daran verdienen zu wollen oder Hintergedanken zu haben. Vers 17

Kapitel 3

„Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!“ Vers 2

DU bist das einzige Wort Gottes, was manche Menschen lesen werden!

Ich bin vielen Menschen begegnet, die Vorurteile gegenüber Gott, der Bibel und den Gläubigen haben. Aber sie würden die Bibel nicht lesen. Sie beobachen dich und mich. Wie behandeln wir andere? Wie ehrlich sind wir? Kann man sich auf uns verlassen?

Tun wir Gutes? Wie erziehen wir unsere Kinder? Wie führen wir unsere Ehe?

Und Paulus erklärt hier den neuen Bund in unserem Herrn Jeshua, wie nur dieser liebevolle alte Rabbiner es kann. Setzen wir uns ihm zu Füßen und hören wir ihm zu:

„Ist doch offenbar geworden, daß ihr ein Brief des Messias seid, durch unseren Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.“ Vers 3

Wo schrieb Gott auf steinerne Tafeln? Am Sinai, als er dem Volk die Torah in schriftlicher Form gab. Es war eine Ketuba, ein Ehevertrag.

Nun, wo sagt Gott, dass der neue Bund etwas auf die Herzen schreibt?

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht JHWH, da will ich mit dem Hause Israle und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Eheherr war, spricht JHWH; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht JHWH: ich will meine Torah in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.“ Jeremia 31, 31-33

Dies ist der neue Bund in dem wir leben. Er ist bereits in den Propheten angekündigt.

Paulus schreibt und predigt nichts aus dem luftleeren Raum. Was er sagt, das finden wir in der Torah.

Durch den Messias haben wir das Vertrauen, dass Gott dies alles für uns tut.

So schreibt er auch:

„der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ 2. Korinther 3,6

Paulus erklärt weiter, dass die Konsequenz der Gesetzesübertretung der Tod war. Trotzdem war an Mose die Herrlichkeit Gottes zu sehen.

Nun ist Jeshua für unsere Gesetzesübertretungen gestorben und wir sind durch ihn gerechtfertigt.

„Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wieviel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwengliche Herrlichkeit.“ Vers 9

Und wie schon im ersten Korintherbrief beschrieben, tun wir es so nicht, dass wir den Tallith über unsere Köpfe ziehen, denn die Männer sollen nichts von ihren Köpfen herabhängen haben.

Aus eben diesem Grund, weil die Decke nicht mehr vor unseren Augen ist, wenn wir an den Messias glauben. Segnen die jüdischen Kohanim, so ziehen sie ihren Tallith über den Kopf und formen mit ihren Händen das Shin – Zeichen.

„Mehr noch, ihr Sinn wurde verhärtet; denn bis zu diesem Tag bleibt ebendieser Schleier über ihnen, wenn sie den Alten Bund lesen; er wurde nicht entschleiert, weil der Schleier nur durch den Messias fortgenommen werden kann. Ja, bis heute liegt, wann immer Moshe gelesen wird, ein Schleier über ihren Herzen. Aber, sagt die Torah, wann immer sich jemand zu Adonai kehrt, wird der Schleier fortgenommen.“ 2. Korinther 3, 14-16

Aber auch über christlichen Gläubigen liegt ein Schleier und eine Decke. Sie erkennen ihre Wurzeln nicht.

Sie finden nicht ihren Ursprung im alten Bund und sind ohne Wurzel und damit haltlos.

Jeshuas selbst sprach zu den Emmausjüngern nach seiner Auferstehung:

„Und er fing bei Mose an und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.“ Lukas 24,27

Wo ist bei Mose und allen Propheten von Jeshua dem Messias gesprochen? Welcher Pastor lehrt das?

„Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan.“ 2. Korinther 3,16

„und viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinauf zum Berge des JHWH gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, daß er er uns lehre seine Wege und wir in seinen Pfaden wandeln! Denn von Zion wird die Torah ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem.“ Micha 4,2

Und so wird dann aus beiden eins werden! Endlich!

Die einen werden den Messias erkennen und die Anderen werden erkennen, dass der Messias die fleischgewordenen Torah ist und sein Wort ewig gilt. Das ist am Werden! Jetzt in diesem Augenblick. Gott hat mit dieser Zusammenführung begonnen und auch DU darfst ein Teil davon sein!

Kapitel 4

„sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen auch nicht mit List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott.“ Vers 2

Der Theologe Guido Baltes hat vor einiger Zeit ein Buch geschrieben: „Jesus – der Jude“.

Ein interessantes Buch. Er erklärte, dass Jesus nicht das heutige Christentum gegründet hat. Er war und blieb Jude.

Seine Kollegen warnten ihn, weil nun die Kluft zu Paulus größer würde. Paulus bekommt nun also den schwarzen Peter zugeschoben.

Letztes Jahr kaufte ich sein neues Buch: „Paulus – Jude mit Mission“

Ich habe noch nicht geschafft es zu lesen, aber der Titel sagt ja schon, dass Paulus Jude blieb und der Botschaft der Schrift treu blieb. Paulus sagt hier selbst, dass er nichts verändert hat. Er hat Gottes Wort nicht gefälscht. Und nun haben wir den schwarzen Peter bei Kaiser Konstantin und Anderen…(Wo er auch hingehört)

Aber, Halleluja, es geschieht eine Erweckung! Es ist weltweit am Wirken und jüdische Rabbiner sehen auch das Phänomen: Viele Gläubige aus den Heiden erkennen diesen Segen des Shabbat und nehmen Gottes Einladung an und feiern SEINE Feste.

Denn: wir können es nun alles prüfen, haben Gottes Wort, können alle den Urtext anschauen. Es ist sehr gut, wenn wir uns bemühen, IHN suchen, sein Herz suchen, denn „wem viel anvertraut ist, von dem wird man viel fordern.“ Lukas 12,48

Paulus erteilt hier auch dem sogenannten „Wohlstandsevangelium“ eine Absage!

Wir sind bedrängt, wir werden auch krank, wir werden nicht immer verstanden oder sogar verfolgt.

„Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.“ Vers 16

Wir haben hier auf Erden kein Paradies, sondern wir arbeiten hier für Gott und gehen durch viele Widrigkeiten. Trotzdem gibt es vieles, was wir jeden Tag dankbar geniessen können!

Und wir dürfen und sollen danken für seine Liebe, seinen Beistand und seinen guten Plan, mit dem er uns führt.

Kapitel 5

Paulus weiß, dass wir hier Probleme, Krankheiten, Nöte und Ängste haben. Darum freuen wir uns auf das, was kommt:

„Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel. Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, daß wir mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden, weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.“ Verse 1-3

Mich erstaunt immer wieder, wie Paulus, dieser gelehrte Rabbiner so viel Wissen, soviel Torah, soviel Evangelium in wenige Verse packen kann!

Er kommt hier in seinem Denken von Sukkot, dem Laubhüttenfest.

Da wohnen wir in kleinen, dürftigen Hütten um daran zu denken, dass Gott Israel, als sie 40 Jahre durch die Wüste zogen und in Laubhütten wohnten, mit allem versorgte und ihr Schutz war.

Im Grunde ist es ein Bild für dieses Leben. Unser Leben ist so angefochten, wir fühlen uns manchmal so schutzlos, wie in diesen Laubhütten. Und Paulus erklärt hier, wenn dieses Leben hier zu Ende geht, haben wir eine bessere Aussicht!

Auch Jeshua sagte ja:

„In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn´s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“ Johannes 14,2-3

Jeshua spricht also von diesem Platz, den wir bei ihm haben werden. Paulus spricht hier aber auch noch von diesem Körper, Jeshua spricht in seinen Gleichnissen manchmal von Feierkleidern, die wir anhaben sollen. Auch dieses Bild hat Paulus hier: „weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.“

In der Offenbarung ist von uns, der Braut des Messias geschrieben:

„Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.“ Offenbarung 19,5

Jeshua erklärte:

„Da ging der König hinein, sich die Gäste anzusehen, und sah da einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier herein gekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm die Hände und Füße und werft ihn in die Finsternis hinaus!“ Matthäus 22, 11-13

Ebenso sagte er:

„Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was die Menschen sündigen lässt und alle Menschen, die der Torah fern stehen; und werden sie in den Feuerofen werfen, wo die Menschen wehklagen und mit den Zähnen knirschen werden.“ Matthäus 13, 41-42

Die Gerechtigkeit mit der wir bekleidet werden, dass ist zum Einen unsere Identität in Jeshua und gleichzeitig ist unsere Gerechtigkeit die Art und Weise, wie wir die Torah, Gottes Wort halten, denn Jeshua sagte:

„Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist, als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“ Matthäus 5,20

Das ist das Bild der jüdischen Braut. Sie arbeitet an ihrem Hochzeitskleid, während der Bräutigam nach Hause geht und an ihrer Behausung arbeitet. Wenn sie fertig gestellt ist und der Vater sein okay gibt, kommt der Bräutigam sie abzuholen. Wann das geschieht, weiß die Braut nicht.

Diese Bild versucht uns die Schrift zu erklären. Wir sind die Braut des Messias Jeshua, der alle Strafe auf sich nahm. Uns kann nichts passieren. Wenn wir aus Versehen sündigen, die Torah übertreten, er hat dafür gesühnt, er hat unsere Strafzettel schon bezahlt.

Wir halten nun seine Gesetze aus Liebe und bauen auf diesem Grund auf. Wir nähen ein Brautkleid und besetzen es mit edlen Stoffen. ER kommt um uns abzuholen! Wir bemühen uns bereit zu sein und diese Zeit hier zu nutzen, die uns geschenkt ist!

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl des Messias, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse. Weil wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten ist, suchen wir Menschen zu gewinnen. 2. Korinther 5,10-11

Das ist der Grund, wieso Paulus alles versucht: er redet besonnen, aber er gerät auch mal ausser sich…. Vers 13

Jeshua ist für uns gestorben, wir gehören ihm und wir leben für ihn!

Auf eine Weise, an der Gefallen hat natürlich, aber leider ist es heute so, wie zur Richterzeit:

„Zu der Zeit war kein König in Israel; jeder tat, was ihn recht dünkte.“

Richter 21,25

Christoph Morgner, ein Präses des Gnadauer Gmeinschaftsverbandes schrieb einmal so schön und treffend:

„Gewöhnlich pflegt die Christenheit das an Sekten und Sondergruppen zu bekommen, was sie verdiehnt. Es ist seit jeher so gewesen, dass sich bestimmte Gruppierungen ausprägen, weil die kirchliche Landschaft entsprechende Leerstellen lässt.“ (Aus: Herausgefordert – Wie begegnen wir den charismatischen und pfingstlerischen Bewegungen?)

Die Theologie der letzten 2000 Jahre unterlag etlichen Strömungen, durch die sie das geworden ist, was sie nun eben ist.

Nun kommen wir jedoch an einen Punkt, wo der Karren so dicht vor der Klippe steht, dass wir die Wahl haben zwischen: abstürzen oder umkehren und zurück zum Wort!

Gott hat uns durch den Messias mit sich selbst versöhnt, alle Strafen trug der Herr! Lasst uns doch ihm gehorsam sein und dieses Wort der Versöhnung predigen!

„Gott hat diesen sündlosen Menschen unseretwegen zu einem Sündopfer gemacht, damit wir in der Vereinigung mit ihm die volle Teilhabe an der Gerechtigkeit Gottes haben mögen.“ 2. Korinther 5,21

ER ist dein Sündopfer! Bräuchtest du ein Sündopfer, wenn das Gesetz nicht mehr gilt? Nein! Verbunden mit ihm und wandelnd in ihm, hast du teil an Gottes Gerechtigkeit!

„Meine Kinder, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber jemand sündigt, dann haben wir Jeshua, den Messias, den Zaddik (Gerechten), der unsere Sache vor dem Vater vertritt. Und er ist die Kapparah (Versöhnung, Sühnegabe, Sündopfer) für unsere Sünden – und nicht nur für unsere, sondern für die, der ganzen Welt. Der Weg, wie wir sicher sein können, ihn zu kennen, ist der, seine Gebote zu halten. Jeder, der sagt: Ich kenne ihn, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner – die Wahrheit ist nicht in ihm.“ 1. Johannes 2, 1-4

Korintherbrief Teil II

Lesen wir weiter ab Kapitel 10.

„Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, daß unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind; und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und das Meer und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war der Messias.“ 1. Korinther 10, 1-4

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