Ephraim – komm heim! Teil II

Im ersten Teil haben wir gesehen, wie aus dem Jungen Ephraim ein Stamm wurde, ein Teil Israels. Dann sahen wir, wie Israel in zwei Reiche geteilt wurde, Ephraim eine führende Rolle bekam und mehr und mehr den Herrn verließ und Götzendienst übernahm.

Juda und Ephraim waren die führenden Stämme der beiden Reiche. Die man entweder Israel und Juda nennt oder auch Juda und Ephraim und auch Nord- und Südreich.

Die beiden Reiche standen sich oft genug auch kriegerisch gegenüber.

Schließlich konnte Gott nicht mehr beide Augen zudrücken und musste strafen. Gemäß der Strafandrohung durch Mose musste das Nordreich, also Israel zuerst das Land verlassen.

„Und wie der JHWH sich zuvor freute euch Gutes zu tun und euch zu mehren, so wird er sich nun freuen, euch umzubringen und zu vertilgen, und ihr werdet herausgerissen werden aus dem Lande, in das du jetzt ziehst, es einzunehmen. Denn der JHWH wird dich zerstreuen unter alle Völker von einem Ende der Erde bis ans andere, und du wirst dort anderen Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter: Holz und Steinen.“ 5. Mose 28, 63- 64

Weinend gingen sie nach Assyrien, wurden von Sanherib umgesiedelt und verstreuten sich schließlich in alle Länder.

Warum tat Gott das und wie ging es ihm dabei? Das ist eine wichtige Frage! GOTT ist es enorm wichtig, dass wir das wissen!

Er zeigt uns sein Herz in einer sehr berührenden Geschichte. Viele Propheten sprachen und schrieben zum Nordreich um zu warnen und zur Umkehr zu rufen. Aber der Prophet Hosea tut das in einer besonderen Art und Weise.

„Geh hin und nimm ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land läuft vom JHWH weg der Hurerei nach.“ Hosea 1, 2b

Gott fordert ihn auf, eine Frau zu heiraten, die ein treuloses Herz hat. Er wird nie ihr Herz besitzen und wird nie mit ihr jene völlige Gemeinschaft haben, nach der er sich sehnt.

Es ist eine traurige, herzzerreißende Geschichte. Nie kann er sicher sein, von wem die Kinder sind, die sie zur Welt bringt. Misstrauen, Zweifel, Verzweiflung.

Das ist Gottes Herz. Hosea ist berufen etwas von Gottes Schmerz zu spüren und dem Volk zu zeigen. Er liebt Israel so sehr. Er hofft, dass diese Liebe erwidert wird und sehnt sich nach Gemeinschaft. Nach inniger Beziehung. Aber Israel hat auch ein treuloses Herz und richtet sich nicht völlig nach Gottes Wünschen.

„Und wenn du das alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: Warum kündigt uns der JHWH all dies große Unheil an? Was ist die Missetat und Sünde, womit wir wider den JHWH, unseren Gott gesündigt haben? so sollst du ihnen sagen: weil eure Väter mich verlassen haben, spricht der JHWH, und anderen Göttern nachgelaufen sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und meine torah nicht gehalten haben, ihr aber noch ärger tut als eure Väter; denn siehe, ein jeder lebt nach seinem verstockten und bösen Herzen, so daß er mir nicht gehorcht.“ Jeremia 16, 10 – 12

„In Ephraim ist allenthalben Lüge wider mich und im Hause Israel falscher Gottesdienst.“ Hosea 12, 1a

Israel bleibt ihm nicht in Liebe zugetan.Die Kinder Hoseas bekommen Namen, die zeigen, dass Gott am Ende seiner Geduld ist.

„Kein Erbarmen“ und „Nicht mehr mein Volk“ zeigen am deutlichsten, dass hier ein ernstes Problem vorliegt!

Im 5. Buch Mose lasen wir, wie Gott Segen und Fluch verheißt, je nach Verhalten seines Volkes. Dass sie danach verdient haben, was kam, ist klar. Gott ist gerecht.

Aber in den Propheten lesen wir, dass die Sache viel tiefer ging. Gott hat um Israel geworben in der Wüste. Sein „Mädchen“ aus der Knechtschaft befreit und was wir am Sinai sehen, ist eine Eheschließung. Mit einem Ehevertrag. Gott verspricht für das Volk zu sorgen, sie zu lieben, zu erhalten…..

„Siehe es kommt die Zeit, spricht der JHWH, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Eheherr war, spricht JHWH.“ Jeremia 31, 31- 32

Es gab ein Eheversprechen von beiden Seiten:

Und sie versprechen: „Alle Worte, die der Herr gesagt hat, wollen wir tun! “ 2. Mose 24, 3b

Die Propheten bestätigen uns das.

„Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige tat? Sie ging hin auf alle hohen Berge und unter alle grünen Bäume und trieb dort Hurerei. Und ich dachte, nachdem sie das alles getan, würde sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück und obwohl ihre Schwester Juda, die Treulose gesehen hat, wie ich Israel, die Abtrünnige, wegen ihres Ehebruchs gestraft und sie entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe, scheut sich dennoch ihre Schwester, das treulose Juda nicht, sondern geht hin und treibt auch Hurerei.“ Jeremia 3, 6b – 8

Israel ist Gottes geliebte Frau und immer wieder wendet sie sich anderen Göttern zu, sucht woanders Hilfe. Er ist verletzt und traurig und enttäuscht und – ja, auch wütend. Seine Gefühle sehen wir in der Schrift sehr gut.

„Denn Israel und Juda haben von ihrer Jugend auf getan, was mir mißfällt: ja die Israeliten haben mich erzürnt durch ihrer Hände Werk, spricht der JHWH. “ Jeremia 32, 30

Seine Gerechtigkeit verlangt aber, dass er einhält, was er sagt und so tritt die Strafe ein und Gott bricht es fast das Herz.

„Wie kann ich dich preisgeben, Ephraim, und dich ausliefern, Israel? Wie kann ich dich preisgeben gleich Adma und dich zurichten wie Zebojim? Mein Herz ist anderen Sinnes, alle meine Barmherzigkeit ist entbrannt.“ Hosea 11, 8

Er schickt seine Frau fort. Er gibt ihr einen Scheidebrief. Das treulose Israel ist nun eine geschiedene Frau.

„Aber das Haus Israel hat mir nicht die Treue gehalten, gleichwie ein Weib wegen ihres Liebhabers nicht die Treue hält, spricht JHWH“ Jeremia 3, 20

Nach Gottes Gesetzen und seiner Gerechtigkeit darf er Israel nicht wieder zurücknehmen. Es ist vorbei.

„…so kann sie ihr erster Mann, der sie entließ nicht wieder zur Frau nehmen, nachdem sie unrein geworden ist – denn solches ist ein Greuel vor dem Herrn.“ 5. Mose 24, 4

Das ist der Kummer von Juda. Ihre Brüder sind verloren. Bis heute beten sie jeden Tag für die verlorenen zehn Stämme.

Aber jeder Prophet, der Gottes Gericht ankündigt, gibt auch Gottes Versprechen weiter, dass Gott sein Volk wieder sammelt, dass Israel einmal wieder da sein wird und das Volk vollständig wiederhergestellt.

„So spricht Gott der JHWH: Wenn ich das Haus Israel wieder sammle aus den Völkern, unter die sie zerstreut sind, so will ich an ihnen vor den Augen der Heiden zeigen, daß ich heilig bin.“ Hesekiel 28, 25

Nur, wie soll das gehen? Viele Juden heute zerbrechen sich den Kopf darüber? Wie kann es gehen, dass Gott das Nordreich wieder annimmt? Ephraims Schuld ist zu groß, der Schaden zu groß.

Aber für Gott ist kein Ding unmöglich! Er hatte die Lösung schon bereit!

„Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“ Matthäus 15, 24

Jeshua kam und sagte, dass er zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt ist. Seine Zuhörer wussten, was er meint!

Ephraim ist gemeint! Die verlorenen Schafe!

Jeshua starb für ihre Schuld. Jeshua starb, um Ephraims Schuld zu sühnen und gleichzeitig die der ganzen Welt!

Die Jünger wollen wissen, wann nun das Reich Davids wieder vollzählig aufgebaut wird?

„Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ Apostelgeschichte 1, 6b

Und wo sind die zehn Stämme?

Sie wanderten von Assyrien nach Europa. Deshalb wird der Apostel Paulus auch direkt nach Europa geschickt.

In Apostelgeschichte 16 lesen wir, dass der Geist Jesu verschiedene Reiseoptionen nicht zuließ, im Traum wurde schließlich die richtige Richtung angegeben.

„Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“ Apostelgeschichte 19, 9

Und andere Apostel schreiben Briefe auch an die Stämme in der Zerstreuung.

„Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jeshua Hamashiach, an die zwölf Stämme in der Zerstreuung: Gruß zuvor!“ Jakobus 1, 1

Sie geben ihnen Richtlinien weiter, wie sie leben sollen, bis der Messias wieder kommt.

Wenn er kommt, wird er Israel sammeln!

Und nicht nur das!

„Er spricht: es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich zum Licht der Heiden gemacht, daß du seist mein Heil bis an die Enden der Erde. “ Jesaja 49, 6

Das ist und war Gottes Auftrag für Jeshua: Bring mein Volk heim und mit ihm so viele aus den Nationen, wie möglich!

Das ist die gute Nachricht: Ephraim, komm heim! Deine Schuld ist gesühnt! Dein Gott erwartet dich mit offenen Armen!

„Zu derselben Zeit, spricht der JHWH, will ich der Gott aller Geschlechter Israels sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Jeremia 31, 1

„Der Israel zerstreut hat, der wird’s auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde. “ Jeremia 31, 10b

Ephraim ist hier in Europa zu einem großen Teil. Gott kennt deine Genetik. Es ist wahrscheinlich, dass du von einem dieser zehn Stämme abstammt und da die meisten von uns das nicht wissen können, ist durch Jeshua der Weg frei für alle, die sich Gottes Volk anschließen möchten.

Anschließen, wie wir es in Teil I gesehen haben. Einordnen.

Wenn in dir Sehnsucht ist, nach Gottes Wort, du merkst, dass es wahr ist und sein Gesetz gut, dann höre diese Botschaft: Gott wartet seit vielen, vielen Jahren auf dich und er möchte, dass DU weißt, wie sehr er dich liebt.

Er freut sich, wenn du zurückkommst und dich seinem Volk wieder anschließt. Dich wieder unter seinen Schutz und seine Liebe begibst und diese erwiderst!

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Ephraim – komm heim!

Mein Vater hatte mehrmals in seinem Leben prophetische Träume.

Unter anderem sah er mehrmals ein Blatt oder ein Schriftstück, auf dem „Ephraim“ stand und noch andere Dinge. Ein Brief von Gott an Ephraim. Ein Liebesbrief.

Ich hoffe und bete, dass dieser Artikel das gut wiedergibt, was er sah und dass du die Botschaft Gottes hörst: Komm heim!

Denn Gott meint dich!

Was hat das alles zu bedeuten? Wer ist Ephraim und was hat das mit Dir zu tun?

Das möchte ich dir hier erklären.

Ephraim ist der zweitgeborene Sohn von Josef und der Ägypterin Asnat.

In Genesis 48 lesen wir eine merkwürdige Geschichte. Jakob, der alte Vater von Josef segnet seine Enkel. Aber er sagt in Vers 5:

„So sollen nun deine beiden Söhne Ephraim und Manasse, die dir geboren sind in Ägyptenland, ehe ich hergekommen bin zu dir, MEIN SEIN GLEICHWIE RUBEN UND SIMEON.“

Er adoptiert die beiden. Das wird dadurch verdeutlicht, dass er die Knaben auf dem Schoss hat. Das ist eine Art Adoptionszeremonie gewesen. Wir wissen ja, dass Rahel die Idee hatte durch ihre Magd Mutter zu werden:

„Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; geh zu ihr, dass sie auf meinem Schoß gebäre und ich doch durch sie zu Kindern komme.“ Genesis 30,3

Auch bei Naomi und Ruth sehen wir das. Das hebräische Wort, was hier mit Schoß wiedergegeben wird, heißt: berech. Und hat dieselben Buchstaben wie das Wort bracha = Segen.

Durch seinen Segen adoptiert er die beiden, pfropft sie ein in Israel.

Damit verschafft er Josef einen doppelten Anteil. Denn nun sind es 13 Stämme.

In 1. Chronik 5 wird uns das offiziell mitgeteilt.

Eigentlich sollen hier die Nachkommen Rubens aufgezählt werden, doch zuerst muss noch etwas geklärt werden:

„Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels- denn er war zwar der Erstgeborene, aber weil er seines Vaters Bett entweihte, wurde sein Erstgeburtsrecht gegeben den Söhnen Josefs, des Sohnes Israels, doch wurde er nicht in das Geschlechtsregister als Erstgeborener aufgezeichnet; denn Juda war mächtig unter seinen Brüdern und einem aus seinem Stamm wurde das Fürstentum gegeben, Josef aber erhielt das Erstgeburtsrecht- “

Also, wir sehen, dass sie nicht nur adoptiert wurden, sondern auch, dass die Reihenfolge geändert wurde. In Jakobs Segen in Genesis 49 können wir ersehen, dass er an seinen 3 ältesten Söhnen viel zu schelten hat.

Ephraim bekommt den Segen mit der rechten Hand, den Erstgeburtssegen und erhält das Recht des Erstgeborenen. Juda aber das Fürstentum. Damit teilen sich Juda und Ephraim den ersten Platz in der Rangfolge.

So erklärt es uns die Chronik.

Alle Stämme zogen aus Ägyptenland aus. Auch die Stämme Ephraim und Manasse. Damit , wie schon besprochen, waren es 13 Stämme.

Im Segen Jakobs verheisst er, dass Levi und Simeon verstreut in Israel leben werden. Im Falle Levi erfüllt sich das in einer Besonderheit.

Es deutet sich schon bei der Lagerung in der Wüste an:

In 4. Mose 2 lesen wir die Ordnung der Stämme unterwegs.

Zu allen Seite der Stiftshütte lagerten jeweils 3 Stämme. Ephraim und Juda lagen sich dabei gegenüber.

3 Stämme mal 4 Seiten macht 12.

Wir haben aber 13 Stämme unterzubringen.

Und da haben wir die Besonderheit des Stammes Levi:

„Die Israeliten sollen sich lagern, ein jeder in seinem Lager und bei dem Banner seiner Heerschar. Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Gesetzes her lagern, damit nicht ein Zorn über die Gemeinde der Israeliten komme. So sollen die Leviten ihren Dienst versehen an der Wohnung des Gesetzes.“ 4. Mose 1, 52- 53

Die Leviten lagerten also in einem inneren Kreis um die Stiftshütte herum und aussen dann die besprochene Lagerordnung der übrigen Stämme. Wunderschön hat Gott alles geordnet und jeder hat seinen Platz. Jeder?

Wir lesen in Genesis 12 Vers 38:

„Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk…“

Fremdes Volk. Dafür gab es keinen extra Lagerplatz. Sie mussten sich irgendwo einordnen. Sie mussten sich einem Stamm zugesellen!

Das erinnert mich an das Bild des himmlischen Jerusalem. Das hat genau zwölf Tore, erinnerst du dich? Und diese Tore sind nach den Stämmen benannt. Welche Überraschung. Da gibt es kein Tor für evangelisch, baptistisch oder wie wir uns bezeichnen wollen. Komisch, oder? Um hineinzukommen müssten wir dann ja eines der Tore benutzen!

Aufschlussreich finde ich dahingehend eine Stelle im Buch Hesekiel. Hesekiel 47 und 48 beschreibt teilweise die Verteilung des Landes, wenn unser Herr wieder da ist.

In Hesekiel 47, 13 bekennt er sich zu Jakobs Segen und der prophetischen Handlung die Söhne Josef zu adoptieren:

„So spricht Gott der JHWH: Dies sind die Grenzen nach denen ihr das Land den zwölf Stämmen Israels austeilen sollt; zwei Teile gehören dem Stamm Josef.“

Vers 21 – 23 sind auch sehr interessant:

„Und ihr sollt dies Land austeilen unter die Stämme Israels, und wenn ihr das Los werft, um das Land unter euch zu teilen, so sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch zeugen, halten wir die Einheimischen unter den Israeliten; mit euch sollen sie ihren Erbbesitz erhalten unter den Stämmen Israels, und ihr sollt auch ihnen ihren Anteil geben, jedem bei dem Stamm, bei dem er wohnt, spricht Gott der JHWH. “

Die Fremdlinge wohnen genau wie damals beim Auszug, nicht extra. Sie müssen sich einem Stamm anschliessen um Erbbesitz zu erhalten.

Das ist die Idee des ‚Eingepfropft- Werdens‘, die die ganze Schrift durchzieht.

Wir werden das noch deutlicher sehen.

Wie ging es weiter mit Ephraim?

Ephraim erreichte auch das gelobte Land. Auch hier lesen wir wieder vom doppelten Erbteil Josefs:

„Denn die Söhne Josef bestanden aus zwei Stämmen, Manasse und Ephraim. Den Leviten aber gab man keinen Anteil am Lande, sondern Städte zum Wohnen samt Weideplätze für ihr Vieh, dass sie besaßen.“ Josua 14, 4

Hier wird erklärt, dass das Land in 12 Teile geteilt wird und der Segen Jakobs über Levi sich erfüllt – sie lebten nun verstreut und über das Land verteilt.

Genau beschrieben ist das Gebiet des Stammes Ephraim in Josua 16.

„Das Gebiet des Stammes Ephraim für seine Geschlechter: Die Grenze seines Erbteils ostwärtswar Stroh- Addarbus zum oberen Bet Horon und läuft aus bis zum Meer; bei Michmetat, das im Norden liegt, biegt sie um ostwärts nach Taanat – Silo und geht da hindurch östlich von Janoach und kommt herab von Janoach nach Atarot und Naara und stößt an Jericho und läuft aus am Jordan. Von Tappuach geht die Grenze westwärts zum Bach Kana, und ihr Ende ist am Meer. Das ist das Erbteil des Stammes Ephraim für seine Geschlechter; dazu alle Städte mit ihren Gehöften, die für Ephraim ausgesondert waren mitten unter dem Erbteil des Stammes Manasse.“ Josua 16, 5 – 9

Ephraim siedelte also im Norden des Landes, in direkter Nachbarschaft zu Juda, nämlich oberhalb. Da Juda das Fürstentum zustand, gehörte Jerusalem zum Stammesgebiet von Juda.

Dort residierte dann auch König David. David stammte von Juda ab, während Saul ein Nachkomme Benjamins war.

Salomo, Davids Sohn baute in Jerusalem prächtig Palast und Tempel, wie wir alle wissen. Er hat aber gerade am Ende seines Lebens Dinge, die Gott sehr traurig machten. Er liess sich von seine Frauen dazu bringen Götzenheiligtümer zu bauen und er hatte sogar etwas mit diesen Götzen zu tun, diente ihnen auch noch zusätzlich zu dem lebendigen Gott. So war sein Herz nicht ungeteilt bei dem Herrn. Das ist eine ernste Sache und deswegen sehen wir Dinge wie Weihnachten und Ostern so kritisch. Salomo diente der Astarte. Das heißt, dass er eine Zeremonie unter einem grünen Baum ohne Wurzel aber eben mit grünen (immergrünen) Zweigen abhielt.

So sprach Gott zu ihm:

„Weil dies von dir geschehen ist und du meinen Bund nicht bewahrt hast, noch meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so will ich dir gewiss das Königreich entreissen und es deinem Knecht geben! Doch zu deiner Zeit will ich es nicht tun, um deines Vaters David willen; der Hand deines Sohnes will ich es entreissen. Nur will ich nicht das ganze Reich abreißen, einen Stamm will ich deinem Sohn geben um Davids Willen, meines Knechtes und um Jerusalems Willen, das ich erwählt habe.“ 1. Könige 11, 11 – 13

Hier sehen wir schon etwas, was im neuen Testament bestätigt wird: sind wir untreu, so ist er doch treu.

Im selben Kapitel in Vers 26 wird uns nun Jerobeam vorgestellt. Ein Mann vom Stamm Ephraim.

Wir gehen ganz langsam voran, damit wir auch alles gut verstehen.

Dieser Jerobeam war ein Knecht Salomos, aber er wollte sich nicht unterordnen.

Eines Tages begegnet ihm der Prophet Ahija.

„Und Ahija fasste den neuen Mantel, den er anhatte, und riß ihn in zwölf Stücke und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stücke zu dir! Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe ich will das Königreich von der Hand Salomos reißen und dir zehn Stämme geben – einen Stamm soll er haben um meines Knechtes David willen und um Jerusalem willen, die ich erwählt habe aus allen Stämmen Israels-“ 1. Könige 11, 30 -32

Nun wird es spannend. Gemäß der Prophetie Moses, soll das Fürstentum nicht von Juda weichen. Nun aber wird es geteilt. Ephraim bekommt zusätzlich zum Erstgeburtsrecht auch die Herrschaft über 10 Stämme.

Es sind, wie wir sahen 13 Stämme. Jeder bekommt zu seinem eigenen die entsprechende Anzahl dazu.

Die Nachkommen Judas, die weiter in Jerusalem regieren, wie Gott es wünscht, bekommen Benjamin dazu. Benjamin und Juda haben eine enge Verbindung, seitdem Juda sich bereit erklärte Bürge zu sein für Benjamins Sicherheit, als sie nach Ägypten zogen.

Die Leviten wohnen im ganzen Land zerstreut. Sind also aufgeteilt und das neue Reich unter Ephraims Leitung bekommt die restlichen zehn Stämme dazu.

In Kapitel 12 ist die ganze Situation gut dargelegt. Rehabeam, Salomos Nachkomme sammelt Juda und Benjamin um sich. (Vers 21)

Und Jerobeam baute sich Sichem auf und regierte von da aus. (Später wird das Reich aber von Samaria aus regiert.)

Nun hatte er Sorge, dass seine Untertanen gemäß des Wortes Gottes ja verpflichtet waren dreimal jährlich nach Jerusalem zu ziehen um des Herrn Festtage zu halten. Seine Angst bestand darin, dass sie sich dann doch wieder zu Rehabeam wenden werden.

Seine Abhilfe bestand darin 2 goldene Kälber an zwei strategisch günstigen Punkten aufzustellen und dem Volk zu erklären, dass das jene Gottheit sei, die sie aus Ägypten geführt hat.

„Und er machte ein Fest am fünfzehnten Tag des achten Monats wie das Fest in Juda und opferte auf dem Altar.“ 1. Könige 12, 32a

Das Fest, was Juda feierte war das Laubhüttenfest und das begann am 15. des siebten Monats. Er veränderte die Festzeiten Gottes.

Er baute symbolisch die Kälber um Gott zu verehren, aber Gott möchte so nicht angebetet werden. Wir sollten uns davor hüten, Gott anders zu verehren als er es uns in der Schrift sagt!

Dazu geschieht dann etwas sehr spannendes:

„Auch machten sich zu ihm die Priester und Leviten aus ganz Israel hielten sich zu ihm (Rehabeam) aus ihrem ganzen Gebiet; denn die Leviten verließen ihre Ortschaften und ihre Habe und kamen nach Juda und Jerusalem. – Denn Jerobeam und seine Söhne hatten sie verstoßen, dass sie das Priesteramt vor JHWH nicht mehr ausüben könnten, und er bestellte sich Priester für die Höhen und die Feldgeister und für die Kälber, die er machen ließ. – Und die den JHWH, den Gott Israels, von Herzen suchten, folgten den Leviten aus allen Stämmen Israels nach Jerusalem, dass sie opferten dem JHWH, dem Gott ihrer Väter. So machten sie das Königreich Juda mächtig und stärkten Rehabeam, den Sohn Salomos für drei Jahre, denn drei Jahre wandelten sie in dem Wege Davids und Salomos. “ 2. Chronik 11, 13 – 17

Hier haben wir einen wichtigen Hinweis. Das Königreich hieß nun Juda. Jenes Reich, was Jerusalem im Focus hatte und aus Juda, Benjamin, den Leviten und allen möglichen gottesfürchtigen Leuten aus den anderen Stämmen bestand.

Im allgemeinen wird vom Nordreich und vom Südreich gesprochen, was nun entstanden ist.

Aber im Buch Könige lesen wir etwas interessantes:

„Im achtunddreißigsten Jahr Asarjas, des Königs Judas ward König Sacharja, der Sohn Jerobeams, über Israel zu Samaria sechs Monate und er hat, was dem Herrn übel gefiel, wie seine Väter getan hatten. Er ließ nicht ab von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte.“ 2. Könige 15, 8-9

Das eine, was wir hier sehen ist, dass es die Sünden Jerobeams sind, die fortbestehen. Die Veränderung der Zeiten, die Gott für Feste gegeben hat. Und die Veränderung des Gottesdienstes an sich. Da müssen wir raus. So etwas sollen wir nicht mitmachen!

Das zweite interessante ist, dass wir hier die Bezeichnung Israel für Rehabeams Gebiet haben. Das Nordreich wird fortan oft als Israel bezeichnet. Das Südreich ist Juda.

Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn man die Propheten verstehen will.

Und da müssen wir noch etwas weiter gehen: das Nordreich wird in der Schrift nicht nur Israel genannt sondern genau wie im Falle des Südreichs mit dem Namen des anführenden Stammes bezeichnet.

„Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach: König (Amazja) lass nicht das Heer Israels mit dir ziehen, denn der JHWH ist nicht mit Israel, mit allen Männern von Ephraim. “ 2. Chronik 25, 7

Wenn wir also in den Propheten von Juda lesen, dann wissen wir, dass Gottes Wort hier das Südreich meint. Lesen wir Israel ist oft das Nordreich gemeint. Lesen wir Ephraim, ist es eindeutig das Nordreich.

Und mit diesem Nordreich ging es ziemlich schnell bergab! Sie hörten nicht auf zu sündigen

Das Nordreich war ja der weitaus größere Teil des Landes, brachte aber leider nur gottlose Könige hervor.

In den Prophetenbüchern besonders Hosea und Amos spürt man Gottes Liebe und sein Ringen. Und sein Bedauern doch strafen zu müssen.

„Als Israel Jung war hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn, aus Ägypten; aber wenn man sie jetzt ruft, so wenden Sie sich davon und opfern den Baalen und räuchern den Bildern. Ich lehrte Ephraim gehen und nahm ihn auf meine Arme; aber sie merkten es nicht, wie ich ihnen half.“ Hosea 11, 1-3

Und so kam es, wie es kommen musste:

“ Zu der Zeit Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglat- Puls der, der König von Assyrien und nahm Ijon, Abel-bet- Maacha, Janoach, Bereich, hazor, Gilead und von Galiläa das ganze Land Naftali und führte sie weg nach Assyrien.“ 2. Könige 15, 29

Das war die zweite Stufe, aber es gab keine Besserung! Vorher waren bereits die Stämme jenseits des Jordan weggeführt worden.

Und so:

„Und der König von Assyrien zog durch das ganze Land und gegen Samaria und belagerte es drei Jahre lang. Und im neunten Jahr Hoscheas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel weg nach Assyrien und ließ sie wohnen in Halach und am Habor, dem Fluss von Gosan, und in den Städten der Meder.“ 2. Könige 17, 5-6

2. Könige 17 – für mich eines der traurigsten Kapitel der Bibel.

Zum Schluss wird noch einmal zusammengefasst:

„So wandelte Israel in allen Sünden Jerobeams, die er getan hatte, und sie ließen nicht davon ab, bis der JHWH Israel von seinem Angesicht wegtat, wir er geredet hatte durch alle seine Knechte, die Propheten. So wurde Israel aus seinem Lande weggeführt nach Assyrien bis zum heutigen Tag.“ 2. Könige 17, 22-23

Was für eine Tragödie. Durch Ungehorsam haben sie sich in eine schlimme Lage gebracht! 722 vor Christus waren sie alle weggeführt in ein fremdes Land.

Mose und die Propheten haben sie gewarnt. Aber sie haben nicht gehört.

Und heute ist es nicht besser. Wir vermischen die Anbetung des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs genauso mit heidnischen Traditionen. Es steckt in unseren Genen, es ist das Erbe des ägyptisch aufgewachsenen Ephraim, Gott nicht allein und ungeteilt zu dienen, sondern nebenher noch etwas Sonnenanbetung zu betreiben. Darum halten die Kirchen auch den Sonntag. Konstantin, ein Sonnenanbeter bestimmte, dass am ehrwürdigen Tag der Sonne zu ruhen ist und so wird es getan.

Sind wir also besser als das Nordreich? Gewiss nicht!

Und auch Juda, das Südreich war leider nicht wirklich besser, auch wenn sie eine Reihe von gottesfürchtigen Königen hatten, die immer wieder Reformen durchführten.

„Auch Juda hielt nicht die Gebote des Herrn, seines Gottes, sondern wandelte nach den Satzungen, nach denen Israel gelebt hatte.“ 2. Könige 17, 19

Und so wurde auch Juda letztlich weggeführt in die babylonische Gefangenschaft. Die durften aber nach 70 Jahren zurückkehren. Das Nordreich kam nie zurück.

Warum nicht? Und wo sind sie? Und was hat das mit dir und mir zu tun? Das wollen Wir uns im 2. Teil ansehen!

Hast du Fragen oder Ergänzungen, dann schreib uns gerne!

Mut machen

Eines unserer Kinder macht gerade eine schwere Zeit durch und braucht Menschen um sich, die ihm Mut machen.

Er hat den Mut oft nicht. Den Mut, diese schwere Zeit bewältigen zu wollen.

Sehr oft am Tag fragt er mich: „Und es wird wirklich alles gut?“

Ich selbst brauche ihn aber auch, den Zuspruch von Freunden und Familie und am meisten von Gott.

Und ich merke, dass ich da in guter Gesellschaft bin.

In mir sind doch die gleichen Fragen: Wird wirklich alles gut? Bin ich okay?

Liebst du mich immer noch? Bin ich in Sicherheit?

Wenn das Leben Schlagseite bekommt, dann brodeln diese Fragen nach oben und wollen beantwortet werden.

Und auch bei uns reicht es nicht, sie einmal zu beantworten. Sie kommen wieder. Und wieder. Und wieder.

Wenn ich meine Bibel lese, dann staune ich, wie Gott mit Menschen und ihren Fragen umgeht.

De erste Mensch mit Furcht war Adam nach dem Sündenfall. Und ich behaupte: von da an, betrifft es jeden Menschen und wir haben allen Grund dazu, wenn man die Nachrichten hört, dann kann einem schon Angst und Bange werden.

Er erste Mensch, dem gesagt wird, dass er sich nicht zu fürchten braucht, ist Abraham:

„Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.“ 1. Mose 15, 1

Abraham war bereits aus seiner Heimat fortgezogen und hat Gottes Führung vertraut.

Das ist nun auch der Grund, warum Abraham sich nicht fürchten braucht: Gott ist sein Schild.

Wenn der allmächtige Gott unser Schutz ist, was soll da schief gehen?

Olaf Latzel, ein Bremer Pastor gebrauchte in einer seiner Predigten ein gutes Beispiel. Ich versuche das hier mal mit meinen Worten wieder zu geben. Er sagte: stellt euch vor, ihr würdet einen Anruf aus dem weißen Haus bekommen und Präsident Trump würde sagen: du, mein Lieber/ meine Liebe bist mir sehr wichtig. Ich habe dein Haus im Blick. Meine Agenten sorgen für deine Sicherheit und wenn etwas ist, dann schicke ich Verstärkung und Hubschrauber….

Das würde uns ein enormes Sicherheitsgefühl geben, nicht wahr?

Aber das verspricht uns der allmächtige Gott! Der Schöpfer des Himmels und der Erde. Aber das bleibt für uns weniger greifbar, es ist nur glaubbar. Nur der Glaube erfasst diese Wirklichkeit.

Später bekommt Isaak gesagt:

„Ich bin der Gott deines Vaters Abraham. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen…“ 1. Mose 26,24

Auch hier wieder ist der Grund, warum er sich nicht fürchten braucht, die Verbindung mit dem Allmächtigen.

Gründe zur Furcht gibt es unzählige. Jeden Tag.

Es gibt nur einen Grund, der wirklich zur Furchtlosigkeit ermutigt: wenn Gott an unserer Seite ist.

Das muss auch der betagte Jakob noch wissen, bevor er in seinem hohen Alter noch einen Umzug wagt:

„Und Gott sprach zu ihm des Nachts in einer Offenbarung: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich.

Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen.“ 1. Mose 46, 2-3

Wohl kaum einem Mann wird so oft nahe gelegt mutig und stark zu sein wie Josua.

Hätte es so oft gesagt werden müssen, wenn er es gewesen wäre? Wohl kaum.

„Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt…..

Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht geboten hat….

Siehe ich habe dir geboten, daß du getrost und unverzagt weist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der Herr, dein Gott ist mit dir in allem, was du tun wirst. „

Das waren Auszüge aus den ersten 9 Versen des Buches!!

Bei Gideon reichen Worte offenbar nicht aus. Er bekommt von Gott mehrere Zeichen. In Richter 6 steht die berühmte Geschichte mit seinem ausgelegten Vlies.

Aber auch danach war Gideon noch nicht der Mutigste:

„Und der JHWH sprach in derselben Nacht zu Gideon: Steh auf und geh hinab zum Lager (der Midianiter); denn ich habe es in deine Hände gegeben. Fürchtest du dich aber hinabzugehen, so laß deinen Diener Pura mit dir hingehen zum Lager.“ Richter 7, 9 -10

Gott versteht unsere Ängste und er versteht auch, dass wir in manchen Situationen Menschen an unserer Seite brauchen.

So geschieht es auch bei Mose:

„Gott sprach zu Mose: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er kommt dir entgegen und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.“ 2. Mose 4, 14

Und dann diese tolle Geschichte:

Die Aramäer führten Krieg mit Israel und belagerten Dotan.

Die Stadt ringsum belagert von Feinden. Schon eine Situation, die Angst machen kann, nicht wahr?!

Das dachte auch Elisas Diener und sagte:“Oh weh, mein Herr! Was sollen wir tun?“ 2. Könige 6, 15

Elisa hatte eine andere Sicht: „Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind! “ 2. Könige 6,16

Und Elisa betete, dass sein Diener Gottes Wirklichkeit sehen könne und er sah: eine riesige feurige Armee!

Ach könnten wir das manchmal sehen! Gottes Wirklichkeit um uns her, seine Engel!

Und dann schickt Gott Menschen, die trösten können und sollen.

Im neuen Testament haben wir den zusätzlich gewählten Apostel, den die Jünger Barnabas nennen: Sohn des Trostes. Er hatte die Gabe zu ermutigen, zu trösten. Er ist der erste, der seinen Besitz hingibt und das Geld den Aposteln zur Verfügung stellt. Auch ist er derjenige, der Paulus nach seinem Damaskus – Erlebnis aufnimmt. Er bleibt nicht in Furcht und Vorurteilen stecken. Später reist er mit Paulus und ich stelle mir vor, wie er überall Güte und Ermutigung verbreitet hat.

Und im alten Testament haben wir den Propeten Jesaja, der immer wieder Trost zusprechen darf. Trost von Gott. Ermutigung.

In Jesaja 7, 4: „Fürchte dich nicht und dein Herz sei unverzagt…“

In Jesaja 10, 24: „fürchte dich nicht, mein Volk…..“

Und natürlich der bekannte Vers:“Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, Du bist mein!“ Jesaja 43, 1

Wieder wird hier unsere Möglichkeit zur Furchtlosigkeit begründet mit der Zugehörigkeit zum allmächtigen Gott!

Paulus offenbart uns, warum das so ist:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes….“ 2. Korinther 1, 3

Und auch den Römern schreibt er:

„Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß.“ Römer 15, 5

Unser Gott ist der Gott allen Trostes. Er tröstet und er möchte, dass auch wir trösten und einander ermutigen.

So wie ein Spruch heißt: Sei ein Ermutiger! Kritiker hat die Welt schon genug.

Paulus formuliert es so: “ Darum tröstet euch untereinander und einer erbaue den anderen, wie ihr auch tut.“

David formuliert es ganz herausfordernd:

„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, DENN DU bist bei mir.“ Psalm 23, 4

David wusste nichts von Präsident Trump oder Hubschraubern, aber er kannte seinen Gott und er wusste: wenn dieser Gott an meiner Seite ist, dann bin ich sicher – egal wo.

Wow! Was für ein Glaube!

Er schreibt auch im Psalm 27, 1:

„Der JHWH ist mein Licht und mein Heil; vor dem sollte ich mich fürchten? „

Auch die angesagte Boygroup jener Zeit, die „Söhne Korach“, fordern mich heraus:

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken.“ Psalm 46, 2-3

Letzte Woche habe ich gelitten unter der Bosheit mancher Menschen. Den Anschlägen in Straßburg und in Israel, die selbst schwangere Frauen nicht verschonen, so dass winzige Babys in den Tallith gewickelt ins Grab gelegt werden.

Aber wieder rufen die Söhne Korach mir zu:

„Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Widersacher umgibt, die sich verlassen auf Hab und Gut und pochen auf ihren großen Reichtum?“ Psalm 49, 6-7

Das fand ich sehr passend. Bekommt doch die palästinensische Autonomiebehörde weiter Geld um solche Taten ausüben zu können. Auch das wurde in dieser Woche entschieden.

Aber: warum sollten wir uns fürchten? , fragen uns die Söhne Korach!

Ich stamme aus einer Zeit, wo es den Eltern wichtig war, dass die Kinder nicht verweichlicht wurden, Zärtlichkeiten und liebevolle Zuwendung gab es sehr wenig. Die Kinder sollten Furcht ablegen und selbstständig sein. Auch heute gibt es Eltern, die sich nicht die Zeit nehmen oder es einfach nicht können, ihren Kindern Mut zu machen.

Wir müssen auch begreifen, dass Gott anders ist, denn das ist nicht die Art, wie Gott mit uns umgeht, wie wir an all diesen Stellen sehen. Gott wendet sich uns liebevoll zu. Er ermutigt immer wieder. Er zeigt soviel Zartgefühl und Geduld, wie es die beste Mutter nicht kann!

Und er sandte seinen einzigen Sohn Yeshua um uns was zu sagen?

„Seid getrost, ich bin es, fürchtet euch nicht! “ Matthäus 14, 27

Yeshua aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: steht auf und fürchtet euch nicht! “ Matthäus 17, 7

Berührt hat mich bei meinen Recherchen auch die Geschichte von Daniel. In Daniel 10 wird erzählt, wie Gott Daniels Gebet erhört und ihm Einblick in die Zukunft gibt.

Daniel ist durch die Gestalt, die er sieht so sehr erschrocken, dass ihm Kraft und Mut entfallen.

Aber auch er wird nicht gescholten oder ungeduldig behandelt.

Im Gegenteil: ihm wird zwei mal gesagt, dass er von Gott geliebt ist. Vers 11 und Vers 19.

Und ihm wird auch zwei mal gesagt, dass er sich nicht fürchten braucht.

In Vers 19 lesen wir:

„Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter! Friede sei mit dir! Sei stark und tapfer! „

Das sind doch die Fragen, die mein Kind und auch mich immer wieder bewegen: hast du mich noch lieb? Wird alles gut?

Wer Jeshua hört, der hört den Vater.

Und Jeshua sagt:

„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden,.sondern das ewige Leben haben.“

So sehr hat Gott also Markus und Jana und Torsten und Klara und Heinrich und jeden von uns geliebt!!! Was für eine Ermutigung!!

Oft sind wir entmutigt, weil wir an den falschen Stellen suchen!

Unser Gott ist der Gott allen Trostes!

Aber wir suchen im Internet und bei Gurus und sonst wo nach Antworten. In Jeshua ist uns aber alle Weisheit, alle Ermutigung und aller Trost gegeben!

Damit können wir in ein neues Jahr gehen! Lassen wir alle Internet- vorhersagen und Prognosen links liegen und vertrauen wir uns diesem Gott an, der so wunderbar trösten und ermutigen kann. Und das möchte er auch für dich und für mich und für unser Kind tun!

Weil, vor Gott sind alle Menschen gleich.

„Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.“ Römer 2, 11

Was er für Gideon und Abraham und Daniel tat, ist er also auch bereit, für DICH zu tun. Weil er dich liebt!

Dein Reich komme, dein Wille geschehe!

Wie oft haben wir diese Worte schon gebetet?

Was haben wir uns darunter vorgestellt?

Im christlichen Glauben ist vieles sehr abstrakt. Die Liebe ist eigentlich klar definiert : „Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten.“ 1.Johannes 5, 3

Aber sie wird im christlichen Kontext zu einem Gefühl, etwas Abstraktem, nicht mehr Greif- und Definierbarem.

So ist es auch mit dem Reich Gottes. Worum bitten wir denn da, wenn wir beten: „dein Reich komme“?

Erstaunlich, wie wenig wir uns darunter vorstellen können, obwohl doch unser Auftrag ganz klar ist:

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. “ Matthäus 6, 33

Oder der Auftrag Jeshuas an einen Nachfolger:

„Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! “ Lukas 9, 60

Was sollte der gute Mann denn verkündigen?

Die angebliche gute Botschaft, dass Jeshua stirbt, um uns vom Gesetz zu befreien, war ja noch nicht erfunden. Das geschah ja erst viele Jahrhunderte später. Und ist nicht einmal die Wahrheit! Was ist also die Botschaft vom Reich???

Wir müssen ganz klar schauen, was das erste Testament dazu sagt.

Und schon sehen wir, dass die Propheten voll davon sind, wie Gottes künftiges Reich aussehen wird.

Verse wie dieser sind allen gut bekannt :

„Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.“ Jesaja 65, 17

Aber hier geht es noch weiter:

„Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude, und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk.“ Jesaja 65, 18

Das ist also Gottes Reich? Freude über Jerusalem und sein Volk! Trachten wir danach?? Wenn deine Gemeinde Israel nicht auf dem Herzen hat und sich nicht als Teil von Israel sieht, sind sie meilenweit vom Herzen Gottes entfernt.

Oder wie ist es hiermit:

„Ihr werdet am Ende doch sehen, was für einen Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient und dem, der ihm nicht dient.

Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden., spricht der JHWH Zebaoth und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.“ Maleachi 3, 18 und 19

Eine sehr interessante Stelle, die auch Paulus aufgreift. Schauen wir kurz in den Korintherbrief:

“ Einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist, welcher ist Jeshua der Messias.

Wenn aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird’s klar machen, denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.“ 1. Korinther 3, 11- 13

Wir sehen hier klar ein und dasselbe Ereignis einmal beschrieben von Maleachi und einmal von Paulus.

Interessant ist, wie Maleachi beschreibt, dass den Verächtern weder Zweig noch Wurzel bleiben. Das erinnert an ein anderes Bild von Paulus: den Ölbaum, in den wir uns einpfropfen lassen sollen um an der Wurzel teilzuhaben.

„So rühme dich nicht, gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.“ Römer 11, 18

Es wird also an diesem Tag ans Licht kommen, dass sie gar nicht zum Ölbaum gehören.

Sie haben weder Zweig noch Wurzel.

Trachten wir danach, ist genau das elementarer Bestandteil der Verkündigung: dass wir eingepfropft sind und am Saft der Wurzel teilhaben.

Im zukünftigen Reich Gottes gibt es auch klare Vorstellungen über Recht und Unrecht und es gibt verbindliche Festtage.

„Und alle Übrigen unter allen Heiden, die gegen Jerusalem gezogen sind, werden jährlich herauskommen anzubeten den König, den JHWH Zebaoth, und zu halten das Laubhüttenfest. Welches Geschlecht auf Erden aber nicht heraufkomnen wird gen Jerusalem, anzubeten den König, den JHWH Zebaoth, über die wird es nicht regnen.“ Sacharja 14, 16-17

Das neue Reich enthält also Feste Gottes, die gefeiert werden sollen.

Es ist wirklich sehr interessant, wenn man sich damit beschäftigt, wie das Reich Gottes ist.

Ich finde heute beschäftigt man sich überhaupt nicht damit, die Alten sprachen früher wenigstens noch über die goldenen Gassen Jerusalems. Aber was ist das Wesen, was macht dieses Reich aus? Wie kommt man in dieses Reich hinein?

Zuerst das wichtigste: in dieses Reich hinein kommt man nur durch Jeshua/ Jesus.

Er ist die Tür. „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ Johannes 10,9

Ebenso erklärt er es auch den Hohenpriestern und Ältesten:

„Habt ihr nie gelesen in der Schrift: „der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen?

Darum sage ich euch: das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben, das seine Früchte bringt.“ Matthäus 21, 42- 43

Er erklärt ihnen, dass sie die Tür verschmäht haben und deshalb nicht in das Reich Gottes können.

Das Gericht wird jedoch auf folgender Basis stattfinden:

“ Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten die Torah und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund.“ Jesaja 24,5

Nach diesen Versen kommt das Danklied der Erlösten und schließlich heißt es:

„Tut die Tore auf, dass hineingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt!“ Jesaja 26, 2

Jeshua sagt dazu:

„Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles Anstößige und die Gesetzlosigkeit verüben.“ Matthäus 13, 41

Hier sehen wir sehr, sehr schön, wie Glaube und Werke im neuen Reich zusammen gehören. Wer durch Jeshua in das Reich kommt und denkt, er kann tun, was er möchte, wird schnell eines besseren belehrt werden! Das Gericht wird auf der Basis der Torah stattfinden und wer Gesetzlosigkeit verübt wird aus diesem Reich auch entfernt werden.

Erstaunlich, wie altes und neues Testament zusammen passen und das Gleiche erzählen.

Auch Paulus schreibt dasselbe:

„Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hafer, Eifersucht, Zorn, Tank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.“ Galater 5, 21

Danach beschreibt Paulus die Gaben des Geistes und dann folgt ein aufschlussreicher Satz:

„…gegen all dies ist das Gesetz (die Torah) nicht.“ Galater 5, 23b

Interessant! Die Dinge, die gegen die Torah verstoßen, verwehren uns also den Zugang zu Gottes Reich! Und das schreibt Paulus!

Jeshua sagte: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe hier ist es! oder Da ist es!

Denn siehe das Reich Gottes ist in euch. “ Lukas 17, 20b – 21

Es ist in uns. Es soll in uns Gestalt gewinnen, indem wir nach den Gesetzen des Reiches leben. Indem wir danach trachten, was in diesem Reich gut und richtig ist.

Jeshua sagt: “ Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches. Das Unkraut sind die Kinder des Bösen.“ Matthäus 13, 38

Wir sollen uns als Kinder des Reiches erweisen. Als Botschafter leben und das Reich Gottes repräsentieren.

Paulus erklärt das so:

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge sondern Mitbürger der heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jeshua Hamashiach der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.“ Epheser 2, 19- 21

Es ist so wichtig, dass der Grund stimmt. Nur so wird unser Haus haltbar und belastbar.

Darauf müssen wir achten, dass wir keiner Lehre glauben, die diesen Test nicht besteht.

Das Reich Gottes geht uns alle an und wir sollen es in uns mehr und mehr zur Ausprägung bringen! Welch wunderbare Aufgabe!

Natürlich beinhaltet das Reich Gottes noch viel mehr, als die paar Dinge, die wir hier besprochen haben. Es lohnt sich danach zu schauen, die Schrift – vor allem die Propheten- zu durchforsten.

Es ist ein großer Schatz, den wir da entdecken können!

Noch haben wir Zeit und die Schrift um Korrekturen vorzunehmen! Gott sei Dank! Möge sein Geist uns leiten und uns immer wieder Gnade und offene Herzen schenken!

Vergebung

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit dem Thema ‚Vergebung‘ beschäftigt.

Eine mir nahestehende Person hat mir über die Jahre immer wieder Schmerz zugefügt.

Mir war schon lange bekannt, dass Vergebung ein wichtiges und zentrales Thema in der Nachfolge Yeshuas ist, so habe ich den Schmerz meist verdrängt und geleugnet. Weiterlesen