Römerbrief Teil II

In Kapitel 6 sagt Paulus auch sofort, dass wir NICHT in der Sünde, also in der Übertretung des Gesetzes wandeln sollen. Wir sind durch Jeshuas Tod der Sünde abgestorben und sollen in einem neuen Leben wandeln!

„Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde.“ Römer 6,7

Einige Sünden wurden vergeben im alten Testament, wenn man ein Tieropfer darbrachte. Einige Sünden forderten den Tod des Sünders.

In Jeshua identifiziert sind wir gestorben.

„So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten.“ Römer 6,12

Von Johannes haben wir schon oft gelesen:

„Wer Sünde tut, tut die Gesetzlosigkeit und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“

1. Johannes 3, 4

Wir sehen also sehr deutlich, was die Sünde ist: nämlich die Übertretung des Gesetzes und das sollen wir nicht tun!

Paulus schreibt in Römer 5 etwas sehr Schönes dazu:

„Das Gesetz ist aber dazwischen hineingekommen, damit die Sünde deutlich würde. Wo aber die Sünde deutlich geworden ist, da ist doch die Gnade noch viel deutlicher geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat zum Tode, so auch die Gnade herrsche durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jeshua HaMashiach, unseren Herrn.“ Römer 5, 20-21

Im ganzen Kapitel 6 versucht Paulus das zu erklären: dass wir die Sünde nicht herrschen lassen sollen. Wenn in Vers 14 der berühmte Vers zu lesen ist:

„Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen können, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ Römer 6,14

So muss man ein biblisch – hebräisches Verständnis haben von dem, wovon Paulus hier spricht!

In Kapitel 8,2 klärt sich auch dieser Vers auf:

„Denn das Gesetz des Geistes, der lebendig macht in Jeshua HaMashiach, hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“ Römer 8,2

Das versucht er doch die ganze Zeit deutlich zu machen! Wir sind frei von Verdammnis und Tod durch Jeshua, der für uns starb. Aber niemals sind wir frei von der Torah!

So schreibt Paulus auch in Kapitel 6 im direkt anschliessendem Vers:

„Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!“ Römer 6,15

Die Torah gilt in Ewigkeit! Aber die Konsequenzen der Übertretung haben sich für uns geändert! In der Bestrafung stehen wir nicht unter dem Gesetz, sondern dürfen in Jeshua Gnade finden!!!

Aber deshalb sollen wir nicht lax damit umgehen und es nicht mehr so genau nehmen!

„Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden, der Gerechtigkeit.“ Römer 6,18

Dazu steht Im Jesajabuch ein sehr aufschlussreicher Vers:

„Hört mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen meine Torah ist! Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen! Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Würmer werden sie fressen wie ein wollenes Tuch. Aber meine Gerechtigkeit bleibt für ewig und mein Heil für und für.“ Jesaja 51, 7-8

Das Volk kennt die Gerechtigkeit, was die Torah im Herzen hat. Und wir sind Knechte der Gerechtigkeit.

Paulus war ein Mann, der die Torah auswendig kannte zumindest zum größten Teil. Er kannte diese Verse alle! Und diese Gerechtigkeit bleibt ewig! Wer wagt es etwas anderes zu behaupten?

Paulus schreibt an schriftkundige Leute! Er redet hier mit Menschen, die in der Torah gelehrt waren! Das muss man dabei immer beachten!

„…- denn ich rede mit denen, die das Gesetz kennen-…..“ Römer 7,1

„So ist also das Gesetz heilig und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.“ Römer 7,12

Auch ein interessanter Vers findet sich in Römer 8,7-8

„Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermags auch nicht. Die aber fleischlich sind, können Gott nicht gefallen.“

Wenn du also die Torah ablehnst, bist du fleischlich und wirst Gott nicht gefallen.

„Denn der Messias ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.“ Römer 10,4

„telos“ – steht hier, er ist der angestrebte Punkt des Gesetzes. Er ist das, worauf das Gesetz abgezielt hat und es nicht erreicht hat – nun halten wir Gottes Torah aus Liebe zu unserem Erlöser.

Paulus erklärt weiter, dass wir eingepfopft wurden in den edlen Ölbaum Israel. Es gibt viele, die gläubig sind, sich aber nicht mit Israel identifizieren wollen. Das geht nicht! Wir zählen vor Gott so, als ob wir aus Abrahams Sperma hervorgekommen sind, wenn wir dem Messias Jeshua angenommen haben. Wir sind eingepfropft in den Baum Israel. Darüber sollen wir uns freuen!

Der Ölbaum kommt gut ohne die wilden Zweige aus. Umgekehrt ist es nicht unbedingt so!

„Rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.“ Römer 11,18

Wir sollen uns fürchten und Gottes Strenge sehen und dankbar unseren Platz einnehmen!

Es gibt für die Gläubigen zwei Wege: entweder wenden sie sich Israel zu, nach Zion, oder sie marschieren Richtung Rom.

„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Denkens, damit ihr prüfen könnt, was vor Gott aktzeptabel und perfekt ist.“ Römer 12,2

Dazu müssen wir umdenken! Viele Gläubige aus den Heiden denken griechisch und nicht hebräisch, und verstehen dadurch manches nicht oder verstehen es falsch. Wir müssen zurück zu den Wurzeln! Das lernen wir nur aus Zion!

So bezeugen es sogar zwei Propeten, nämlich Micha und Jesaja:

„Denn von Zion wird die Thora ausgehen und JHWHˋs Wort von Jerusalem.“ Micha 4,2 und Jesaja 2,3

Das wird geschehen in der Zukunft und alle Heiden werden dann lernen. Warum nicht schon jetzt?

Schauen wir uns noch Kapitel 14 an.

Auch da gibt es ja oft Missverständnisse.

Den Neubekehrten sollen wir annehmen und keine anspruchsvollen Diskussionen vor ihm führen, ihn also nicht verwirren.

„Der eine glaubt, er dürfe Fleisch essen, wer aber schwach ist, der isst Gemüse.“ Römer 14,2

In diesem Kapitel geht es also ums Essen. Manche Leute verdrehen hier einiges und leiten aus dieser Stelle ab, dass der Shabbat nicht mehr gelten soll.

Paulus trifft hier eine halachische Entscheidung, das bedeutet, er legt die Torah aus!

Es gibt in der Torah kein vorgeschriebenes Fasten – bis auf Jom Kippur.

Die Pharisäer fasteten aber beispielsweise jeden Montag und jeden Donnerstag.

„Wer auf den Tag achtet, der tut es im Blick auf den Herrn, wer ißt, der ißt im Blick auf den Herrn, denn er dankt Gott; wer nicht ißt, der ißt im Blick auf den Herrn nicht und dankt Gott auch.“ Römer 14,6

Es geht hier klar um das Essen. Besonders um das Fleisch. Da werden wir noch in anderen Briefen Gelegenheit haben das genauer zu untersuchen.

„Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jeshua,daß nichts untauglich ist an sich selbst; nur für den, der es für unheilig hält, ist es entweiht.“ Römer 14,14

Ich habe versucht die verschiedenen griechischen Worte, die meist alle mit „unrein“ übersetzt sind, besser wieder zu geben.

Wenn der Verdacht bestand, dass das Fleisch, was du auf dem Fleischmarkt gekauft hast, in einem Götzentempel geschlachtet wurde, so sollst du nicht nachforschen. Das betrifft nur essbare Speise, von der du es nicht genau weißt und es eventuell für unheilig hältst.

Schwein und Meeresfrüchte und Kaninchen….sind aber offenkundig unrein!

„Wenn aber dein Bruder wegen deinem Fleisch betrübt wird, so handelst du nicht mehr nach der Liebe. Bringe nicht durch dein Fleisch den ins Verderben, für den Jeshua, der Messias, gestorben ist.“ Römer 14,15

Das kann man doch nicht missverstehen! Wenn wir hier eine Gemeinde aus Juden und Heiden haben, für beide gleiche Regeln und Gesetze gelten, dann ist es doch offenkundig, dass kein Heide hingehen und Schwein essen konnte!! Da hätte er nicht nur einen Bruder betrübt und vor allem nicht den Schwachen im Glauben, sondern vor allem die Sattelfesten und Schriftkundigen!

Jesaja schreibt über Gericht, bevor der neue Himmel und die neue Erde kommen und er prangert an:

„sie sitzen in Gräbern und bleiben über Nacht in Höhlen, essen Schweinefleisch und haben Greuelsuppen in ihren Töpfen.“ Jesaja 65,4

Es ist und bleibt verboten und ein Greuel vor Gott.

So schreibt Paulus dann auch:

„Denn ich werde nicht wagen von etwas zu reden, das nicht der Messias durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk.“ Römer 15,18

und auch zum Schluss noch einmal:

„Dem aber, der euch stärken kann gemäß meinem Evangelium und der Predigt von Jeshua HaMashiach, durch die das Geheimnis offenbart ist, das seit ewigen Zeiten verschwiegen war, nun aber offenbart und kund gemacht ist, durch die Schriften der Propheten nach dem Befehl des ewigen Gottes, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden.“ Römer 16, 25-26

Das ist auch unser Anliegen, zum Gehorsam gegenüber Gott und seinem Wort aufzurufen und den Messia Jeshua groß zu machen!

Wenn du Fragen hast zum Römerbrief oder anderen Schriftstellen, so schreib uns gerne!

Sei gesegnet!

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