Mut machen

Eines unserer Kinder macht gerade eine schwere Zeit durch und braucht Menschen um sich, die ihm Mut machen.

Er hat den Mut oft nicht. Den Mut, diese schwere Zeit bewältigen zu wollen.

Sehr oft am Tag fragt er mich: „Und es wird wirklich alles gut?“

Ich selbst brauche ihn aber auch, den Zuspruch von Freunden und Familie und am meisten von Gott.

Und ich merke, dass ich da in guter Gesellschaft bin.

In mir sind doch die gleichen Fragen: Wird wirklich alles gut? Bin ich okay?

Liebst du mich immer noch? Bin ich in Sicherheit?

Wenn das Leben Schlagseite bekommt, dann brodeln diese Fragen nach oben und wollen beantwortet werden.

Und auch bei uns reicht es nicht, sie einmal zu beantworten. Sie kommen wieder. Und wieder. Und wieder.

Wenn ich meine Bibel lese, dann staune ich, wie Gott mit Menschen und ihren Fragen umgeht.

De erste Mensch mit Furcht war Adam nach dem Sündenfall. Und ich behaupte: von da an, betrifft es jeden Menschen und wir haben allen Grund dazu, wenn man die Nachrichten hört, dann kann einem schon Angst und Bange werden.

Er erste Mensch, dem gesagt wird, dass er sich nicht zu fürchten braucht, ist Abraham:

„Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.“ 1. Mose 15, 1

Abraham war bereits aus seiner Heimat fortgezogen und hat Gottes Führung vertraut.

Das ist nun auch der Grund, warum Abraham sich nicht fürchten braucht: Gott ist sein Schild.

Wenn der allmächtige Gott unser Schutz ist, was soll da schief gehen?

Olaf Latzel, ein Bremer Pastor gebrauchte in einer seiner Predigten ein gutes Beispiel. Ich versuche das hier mal mit meinen Worten wieder zu geben. Er sagte: stellt euch vor, ihr würdet einen Anruf aus dem weißen Haus bekommen und Präsident Trump würde sagen: du, mein Lieber/ meine Liebe bist mir sehr wichtig. Ich habe dein Haus im Blick. Meine Agenten sorgen für deine Sicherheit und wenn etwas ist, dann schicke ich Verstärkung und Hubschrauber….

Das würde uns ein enormes Sicherheitsgefühl geben, nicht wahr?

Aber das verspricht uns der allmächtige Gott! Der Schöpfer des Himmels und der Erde. Aber das bleibt für uns weniger greifbar, es ist nur glaubbar. Nur der Glaube erfasst diese Wirklichkeit.

Später bekommt Isaak gesagt:

„Ich bin der Gott deines Vaters Abraham. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und will dich segnen…“ 1. Mose 26,24

Auch hier wieder ist der Grund, warum er sich nicht fürchten braucht, die Verbindung mit dem Allmächtigen.

Gründe zur Furcht gibt es unzählige. Jeden Tag.

Es gibt nur einen Grund, der wirklich zur Furchtlosigkeit ermutigt: wenn Gott an unserer Seite ist.

Das muss auch der betagte Jakob noch wissen, bevor er in seinem hohen Alter noch einen Umzug wagt:

„Und Gott sprach zu ihm des Nachts in einer Offenbarung: Jakob, Jakob! Er sprach: Hier bin ich.

Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen.“ 1. Mose 46, 2-3

Wohl kaum einem Mann wird so oft nahe gelegt mutig und stark zu sein wie Josua.

Hätte es so oft gesagt werden müssen, wenn er es gewesen wäre? Wohl kaum.

„Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt…..

Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht geboten hat….

Siehe ich habe dir geboten, daß du getrost und unverzagt weist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht, denn der Herr, dein Gott ist mit dir in allem, was du tun wirst. „

Das waren Auszüge aus den ersten 9 Versen des Buches!!

Bei Gideon reichen Worte offenbar nicht aus. Er bekommt von Gott mehrere Zeichen. In Richter 6 steht die berühmte Geschichte mit seinem ausgelegten Vlies.

Aber auch danach war Gideon noch nicht der Mutigste:

„Und der JHWH sprach in derselben Nacht zu Gideon: Steh auf und geh hinab zum Lager (der Midianiter); denn ich habe es in deine Hände gegeben. Fürchtest du dich aber hinabzugehen, so laß deinen Diener Pura mit dir hingehen zum Lager.“ Richter 7, 9 -10

Gott versteht unsere Ängste und er versteht auch, dass wir in manchen Situationen Menschen an unserer Seite brauchen.

So geschieht es auch bei Mose:

„Gott sprach zu Mose: Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er kommt dir entgegen und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.“ 2. Mose 4, 14

Und dann diese tolle Geschichte:

Die Aramäer führten Krieg mit Israel und belagerten Dotan.

Die Stadt ringsum belagert von Feinden. Schon eine Situation, die Angst machen kann, nicht wahr?!

Das dachte auch Elisas Diener und sagte:“Oh weh, mein Herr! Was sollen wir tun?“ 2. Könige 6, 15

Elisa hatte eine andere Sicht: „Fürchte dich nicht, denn derer sind mehr, die bei uns sind, als derer, die bei ihnen sind! “ 2. Könige 6,16

Und Elisa betete, dass sein Diener Gottes Wirklichkeit sehen könne und er sah: eine riesige feurige Armee!

Ach könnten wir das manchmal sehen! Gottes Wirklichkeit um uns her, seine Engel!

Und dann schickt Gott Menschen, die trösten können und sollen.

Im neuen Testament haben wir den zusätzlich gewählten Apostel, den die Jünger Barnabas nennen: Sohn des Trostes. Er hatte die Gabe zu ermutigen, zu trösten. Er ist der erste, der seinen Besitz hingibt und das Geld den Aposteln zur Verfügung stellt. Auch ist er derjenige, der Paulus nach seinem Damaskus – Erlebnis aufnimmt. Er bleibt nicht in Furcht und Vorurteilen stecken. Später reist er mit Paulus und ich stelle mir vor, wie er überall Güte und Ermutigung verbreitet hat.

Und im alten Testament haben wir den Propeten Jesaja, der immer wieder Trost zusprechen darf. Trost von Gott. Ermutigung.

In Jesaja 7, 4: „Fürchte dich nicht und dein Herz sei unverzagt…“

In Jesaja 10, 24: „fürchte dich nicht, mein Volk…..“

Und natürlich der bekannte Vers:“Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, Du bist mein!“ Jesaja 43, 1

Wieder wird hier unsere Möglichkeit zur Furchtlosigkeit begründet mit der Zugehörigkeit zum allmächtigen Gott!

Paulus offenbart uns, warum das so ist:

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes….“ 2. Korinther 1, 3

Und auch den Römern schreibt er:

„Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, dass ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß.“ Römer 15, 5

Unser Gott ist der Gott allen Trostes. Er tröstet und er möchte, dass auch wir trösten und einander ermutigen.

So wie ein Spruch heißt: Sei ein Ermutiger! Kritiker hat die Welt schon genug.

Paulus formuliert es so: “ Darum tröstet euch untereinander und einer erbaue den anderen, wie ihr auch tut.“

David formuliert es ganz herausfordernd:

„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, DENN DU bist bei mir.“ Psalm 23, 4

David wusste nichts von Präsident Trump oder Hubschraubern, aber er kannte seinen Gott und er wusste: wenn dieser Gott an meiner Seite ist, dann bin ich sicher – egal wo.

Wow! Was für ein Glaube!

Er schreibt auch im Psalm 27, 1:

„Der JHWH ist mein Licht und mein Heil; vor dem sollte ich mich fürchten? „

Auch die angesagte Boygroup jener Zeit, die „Söhne Korach“, fordern mich heraus:

„Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken.“ Psalm 46, 2-3

Letzte Woche habe ich gelitten unter der Bosheit mancher Menschen. Den Anschlägen in Straßburg und in Israel, die selbst schwangere Frauen nicht verschonen, so dass winzige Babys in den Tallith gewickelt ins Grab gelegt werden.

Aber wieder rufen die Söhne Korach mir zu:

„Warum sollte ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn mich die Missetat meiner Widersacher umgibt, die sich verlassen auf Hab und Gut und pochen auf ihren großen Reichtum?“ Psalm 49, 6-7

Das fand ich sehr passend. Bekommt doch die palästinensische Autonomiebehörde weiter Geld um solche Taten ausüben zu können. Auch das wurde in dieser Woche entschieden.

Aber: warum sollten wir uns fürchten? , fragen uns die Söhne Korach!

Ich stamme aus einer Zeit, wo es den Eltern wichtig war, dass die Kinder nicht verweichlicht wurden, Zärtlichkeiten und liebevolle Zuwendung gab es sehr wenig. Die Kinder sollten Furcht ablegen und selbstständig sein. Auch heute gibt es Eltern, die sich nicht die Zeit nehmen oder es einfach nicht können, ihren Kindern Mut zu machen.

Wir müssen auch begreifen, dass Gott anders ist, denn das ist nicht die Art, wie Gott mit uns umgeht, wie wir an all diesen Stellen sehen. Gott wendet sich uns liebevoll zu. Er ermutigt immer wieder. Er zeigt soviel Zartgefühl und Geduld, wie es die beste Mutter nicht kann!

Und er sandte seinen einzigen Sohn Yeshua um uns was zu sagen?

„Seid getrost, ich bin es, fürchtet euch nicht! “ Matthäus 14, 27

Yeshua aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: steht auf und fürchtet euch nicht! “ Matthäus 17, 7

Berührt hat mich bei meinen Recherchen auch die Geschichte von Daniel. In Daniel 10 wird erzählt, wie Gott Daniels Gebet erhört und ihm Einblick in die Zukunft gibt.

Daniel ist durch die Gestalt, die er sieht so sehr erschrocken, dass ihm Kraft und Mut entfallen.

Aber auch er wird nicht gescholten oder ungeduldig behandelt.

Im Gegenteil: ihm wird zwei mal gesagt, dass er von Gott geliebt ist. Vers 11 und Vers 19.

Und ihm wird auch zwei mal gesagt, dass er sich nicht fürchten braucht.

In Vers 19 lesen wir:

„Fürchte dich nicht, du von Gott Geliebter! Friede sei mit dir! Sei stark und tapfer! „

Das sind doch die Fragen, die mein Kind und auch mich immer wieder bewegen: hast du mich noch lieb? Wird alles gut?

Wer Jeshua hört, der hört den Vater.

Und Jeshua sagt:

„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden,.sondern das ewige Leben haben.“

So sehr hat Gott also Markus und Jana und Torsten und Klara und Heinrich und jeden von uns geliebt!!! Was für eine Ermutigung!!

Oft sind wir entmutigt, weil wir an den falschen Stellen suchen!

Unser Gott ist der Gott allen Trostes!

Aber wir suchen im Internet und bei Gurus und sonst wo nach Antworten. In Jeshua ist uns aber alle Weisheit, alle Ermutigung und aller Trost gegeben!

Damit können wir in ein neues Jahr gehen! Lassen wir alle Internet- vorhersagen und Prognosen links liegen und vertrauen wir uns diesem Gott an, der so wunderbar trösten und ermutigen kann. Und das möchte er auch für dich und für mich und für unser Kind tun!

Weil, vor Gott sind alle Menschen gleich.

„Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.“ Römer 2, 11

Was er für Gideon und Abraham und Daniel tat, ist er also auch bereit, für DICH zu tun. Weil er dich liebt!

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