Ihr seid der Tempel

In meiner Kindheit gab es ein Lied, es hieß: „wißt ihr nicht, wißt ihr nicht ihr seid der Tempel, ihr seid der Tempel des Heiligen Geistes! Voller Lob voller Kraft, voller Herrlichkeit. Ihr seid der Tempel des Heiligen Geistes! „

Ein wunderschönes Lied!

Paulus vertritt diese Theologie in seinem Brief an die Korinther, wo er mehrfach diese Tatsache betont.

„Wißt ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?“ 1. Korinther 3, 16

Nun könnte man das so verstehen, dass wir Gott in uns haben und uns nun selbst genug sind.

Diese Sicht des Humanismus unterstützt die Bibel aber nicht.

Im Gegenteil. Die Bibel sagt etwas ganz anderes!

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jeshua HaMashiach der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN. Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. “ Epheser 2, 19- 22

Gemeinsam, ineinander gefügt werden wir. Nicht jeder für sich. Wir bilden gemeinsam ein Ganzes. Das ist die Sicht der Bibel. Paulus vergleicht es auch mit einem Körper an dem unterschiedliche Teile sind.

Wenn Jeshua unser Herr ist, dann sind wir Gottes Kinder, seine Hausgenossen, gern gesehene Gäste an seiner Tafel. Er versorgt uns, er gibt uns alles, was wir brauchen.

Vers 20:

„erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten.“

Ganz klarer Grund: erbaut auf alles, was von Mose bis Maleachi geschrieben steht und auch was die Apostel sagen. Das bedeutet, dass das sich auch nicht widerspricht. Sonst wäre dieser Grund sehr instabil und wackelig.

Der Grund der Apostel und Propheten ist in sich geschlossen und stabil. Er ist aus einem Guß.

„Da Jeshua HaMashiach der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst…“

Nun könnte man hier an einen Grundstein denken, dieser Eindruck wird erweckt durch das Wort: „Auf welchem…“

Das ist aber nicht richtig. Dasselbe Wort, was hier übersetzt ist mit „auf“ wird im nächsten Vers mit „durch“ wieder gegeben, was meiner Meinung nach eher den Kern der Sache trifft.

Durch ihn werden wir erbaut.

Es ist richtiger zu sagen: der Schlussstein, der alles zusammenhält.

Auf hebräisch heißt dieser Eckstein: Rosh Pina. Pina ist der Stein und Rosh kennen wir von Rosh Hashana. Das bedeutet ja „Haupt des Jahres.“ So könnte man es auch als Hauptstein, Oberster Stein übersetzen.

Im Frühjahr wurde unser Hausdach gesäubert und von Moos und Flechten befreit. Da sagte uns der Handwerker, dass der Dachfirst undicht ist und neu abgedichtet werden muss. Er erklärte uns, dass der Dachfirst das ganze Dach zusammenhält. Das ist das, was hier gemeint ist. Unser Handwerker schrieb prophetisch auf die Rechnung: „Dachfürst“. Das ist Jeshua. Er ist der „Dachfürst“, der einmal den ganzen Bau zusammenhalten wird.

„Zu ihm kommt, als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar. Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jeshua HaMashiach.“ 1. Petrus 2, 4-5

Dieser Bau ist ein riesiges und wunderbares Geheimnis! Eines dieser Geheimnisse ist, dass jeder Stein passgenau eingebaut wird. Das bedeutet nämlich der Ausdruck: „lebendige Steine“.

Wir werden durch Umstände und Probleme, durch Schwierigkeiten und Freude, durch sein Wort und andere Menschen und viele andere Dinge so geschliffen und zubereitet, dass wir haargenau in diesen Tempel passen.

Dieser neue Tempel ist etwas so Wunderbares!

Wir sehen einen Vorschatten davon bei dem Bau der beiden Tempel. Der zweite Tempel wurde gebaut unter dem Priester Jeshua.

Die beiden Propheten zu der Zeit waren Haggai und Sacharja. Haggai bedeutet: „meine Feste“ und Sacharja: „Gott erinnert sich“.

So war es damals eine Zeit der Wiederherstellung. Die Feste Pessach und Sukkot wurden wieder gefeiert und der Shabbat wieder geheiligt. Es war eine Zeit äusserer Anfechtung und Schutz Gottes. Sukkot ist das Fest der Nationen. Es ist prophetisch, dass alle Nationen durch Jeshua zu Gott kommen dürfen.

So war der erste geistliche Tempel in Jerusalem gegründet mit den ersten Aposteln und Gläubigen. Zu Shavuot. Es kommen die vielen Sprachen um es zu allen Völkern zu bringen.

Der zweite geistliche Tempel wird aus jüdischen Gläubigen und Gläubigen der Nationen bestehen. Auch wir werden durch eine Zeit der Wiederherstellung gehen. Er hat begonnen! Wie wunderbar! Seine Feste werden wieder gefeiert und er erinnert sich an sein Volk. Er sammelt sein Volk und baut an dem Tempel zu dem du und ich gehören dürfen!

Es wird das schönste Bauwerk,das wir je gesehen haben! Darum freue dich an seiner Arbeit an dir! Er macht einen wunderbar passgenauen Stein aus dir! Und Jeshua unser Schlussstein ist der Maßstab. Jeder von uns braucht die Verbindung zu ihm.

Er hat die ganze Geschichte in seiner Hand und es wird alles passen! Darum kann man sagen:

„Es ist trotz allem noch Hoffnung für Israel! “ Esra 9, 2b

Lasst uns nun auch geistliche Opfer bringen, die dieses Tempels würdig sind!

ER allein soll durch unser Leben geehrt werden! Wir sind hier um Lob und Dank zu opfern!

Und dazu haben wir auch allen Grund!

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