Wohin sollen wir fliehen?

Seit vielen Jahren kursieren im Internet Berichte über Bewahrungsorte, Zufluchtsorte an die man fliehen soll. Natürlich auch Länder aus denen man unbedingt fliehen soll.

Die Grundidee dahinter ist: es kommt Gericht, es wird schlimm und wir sollen uns an Orte begeben wo wir diesen Sachen entkommen und bewahrt bleiben.

Ich bin kein Freund davon. Ich mag diese Sachen nicht. Diese ganzen Paniknachrichten, wie wir uns schützen sollten. Und ich möchte dir hier gerne erklären wie ich darüber denke.

Jeshua selbst sprach:

„Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erhalten.“ Lukas 9, 24

Dieser Vers steht mit kleinen Abhandlungen auch bei Matthäus und Johannes. Ich finde das Wort interessant, das hier in diesem Vers mit „erhalten“ wieder gegeben sind.

Das ist das griechische wort: sôzô. Es bedeutet: schützen, selbst retten, bewahren, speichern.

Im Matthäus 10, 39 steht das wort: heuriskô.

Es bedeutet auch erhalten, wird aber auch mit finden übersetzt.

Und im Johannes 12, 25 steht das bekannte wort: phileô = lieben. Damit wird gesagt, wer sein Leben liebt, der wird es verlieren.

Starke Verse, die uns davor warnen uns selbst retten zu wollen, unser Leben zu schützen. Zugegebermaßen habe ich diese Moment auch, aber es sind nicht die geistlichsten Zeiten meines Lebens. Es sind die Zeiten, wo ich auf mich schaue, auf meine Möglichkeiten und meine Ängste.

Komischerweise wird genau in dieser Absicht, nämlich sich zu schützen ubd zu retten, immer das Internet durchforstet in der Hoffnung auf Propheten zu treffen, die uns sagen: Wohin??

Es werden Bibelverse interpretiert und umgedeutet und es gibt so viele unterschiedliche Meinungen….Ich habe gehört, dass man aus Amerika fliehen soll, aus Deutschland und anderen Ländern. Man soll in die Felsenstadt Petra fliehen, andere sind nun wieder nach Amerika gegangen, nach Ungarn, nach Israel….

So viele verschiedene Meinungen. Vor ein paar Tagen nun hörte ich von den Philippinen.

Ich habe Berichte gelesen von Gläubigen in Syrien. Die wollen dort komischerweise gar nicht alle fliehen. Die wollen Licht und Zeugnis sein für ihre Nachbarn. Sie bekennen, dass sie trotz allem Leid Zugang finden und Jeshua bezeugen können.

„Wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erhalten!“

Es gibt aber auch ganz viel Situationen wo übernatürliche Bewahrung offenbar wird!

Es gibt eine gute Vorbereitung auf die kommenden Zeiten und die lautet: lerne die Stimme zu Gottes zu hören.

Schalte die Stimmen der Medien, dieser Panikvideos oder -artikel aus. Lerne in der Stille Gottes Stimme zu hören.

Die Bibel gibt uns da gute Beispiele: Noah hatte ohne Zweifel einen Auszug, eine Flucht vor sich. Er versuchte sich aber nicht Dank seines Intellektes oder Information Anderer zu schützen. Er hörte auf Gottes Stimme:

„Da sprach Gott zu Noah: das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe ich will sie verderben mit der Erde. Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.“ 1. Mose 6, 13 – 14

Noah wäre niemals auf diese Lösung gekommen. Er kannte keinen Regen. Er baute alles auf Gottes Anweisungen. Gott ist soviel größer als wir. Welchen brauchbaren Schutz hätte der gute Noah sich ausdenken können, wo er sich das Ausmaß der Katastrophe sich noch nicht einmal vorstellen konnte? Aber Gott hatte die Beste aller Lösungen für ihn und seine Familie. Auch wenn sie dem Rest der Welt lächerlich vorkam.

Auch beim Auszug aus Ägypten war doch das Wichtigste, dass die Israeliten auf Gottes Stimme hören und tun, was er sagt. Kein Mensch hätte sich diese Lösung ausdenken können. Wer von uns hätte die Route über das Schilfmeer gewählt?

Wir können es nicht und wir sollen es auch nicht!

„Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, flieht nicht.“ Jesaja 28, 16

„Denn ihr sollt nicht in Eile ausziehen und in Hast entfliehen; denn der JHWH wird vor euch herziehen und der Gott Israels euren Zug beschließen. “ Jesaja 52, 12

Er wird uns sagen, wann es losgeht und wohin. Er hat Möglichkeiten an die wir nicht einmal denken können. Er ist unser Fels und unser Schutz. Das können wir in so vielen Psalmen lesen.

Hören wir also auf ängstlich nach Informationen zu suchen und unser Leben selbst schützen zu wollen.

Geben wir mutig jeden Tag was wir können. Leben wir für IHN und MIT ihm. Hören wir, was er uns sagt. Das kann auch ganz unterschiedlich sein. Wenn es für den einen richtig ist auszuwandern muss es für den anderen längst nicht so sein. Petrus wurde durch einen Engel aus dem Gefängnis geholt und spektakulär befreit. Paulus hingegen wird von Jeshua selbst im Gefängnis besucht und muss aber dort bleiben. (nachzulesen in der Apostelgeschichte)

Gott ist derjenige auf den wir hören sollen, wir brauchen eine Beziehung zu ihm. Wir sind seine Kinder! Seine Schafe!

„Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ Johannes 10, 27 -28

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Veröffentlicht in: Lehre

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