Purim

Heute Abend ist es wieder soweit. Wir feiern Purim. Die Kinder freuen sich schon sehr. Unser Jüngster hat seine Holzschwerter bereitgelegt, die Krone schon anprobiert und auch die Topfdeckel wurden schon getestet.

Dann lesen wir die Esthergeschichte und spielen das nach, was damals geschah.

Im letzten Jahr haben wir bereits über dieses Fest geschrieben. Und doch staunt man immer wieder über Gottes Güte und seine Rettung.

Ich staune über die Bereitschaft von Esther ihr Leben einzusetzen. Während sich bei mir bereits leichte Kopfschmerzen vom Fasten einstellen, wundere ich mich darüber, wie die das damals 3 Tage ausgehalten haben und sie mussten ja sicher auch trotzdem ihrer Arbeit nachgehen. Und sie hatten zudem noch Sorge, große Sorge um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder. Ich hingegen lebe warm und geborgen und freue mich auf das Fest heute Abend!

Und doch, niemand von uns weiß, wie schnell sich das Leben auch für uns ändern kann! Die Juden lebten im Großreich Persien auch relativ sicher und ruhig, bis Haman auftrat.

Dieses winzig kleine Fasten und dieses Fest heute Abend bringt mir wieder in Erinnerung, wie klein meine eigene Kraft ist und wie groß meine Abhängigkeit von meinem Schöpfer.

Es zeigt mir wieder, wie groß seine Liebe und sein Erbarmen und wie unbegrenzt seine Möglichkeiten sind.

Die Bibel verschweigt nicht das wir Kummer und Mühe haben werden.

Aber: sie spricht immer davon, dass dieser Kummer Sinn und auch ein Ende haben wird! Das ist der Ausblick in diesem Fest.

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jeshua HaMashiach, der Vater aller Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden des Messias reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch den Messias.“  2.Korinther 1, 3-5

Wir sind nicht allein auf dieser Welt und wir leben nicht nur für uns!

Wir sollen gute Dinge weitergeben und Leid soll Gutes in uns hervorbringen: Mitleid, Geduld, Weisheit, Demut und vieles mehr.

Esther war Waise. Kein leichter Start ins Leben. Doch, wer weiß, was sie gerade dadurch gelernt hat. Sicher hat das ihr Leben geprägt und ihr Wesen, welches den König dann so anzog.

„Denn unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ 2. Korinther 4, 17 – 18

So wie unser Fasten heute eine kurze Zeit ist, So ist auch in der Leben hier begrenzt und kurz. Gemessen an der herrlichen Ewigkeit, die vor uns liegt und worauf wir uns so doll freuen dürfen, wie auf das Fest heute Abend mit herrlichem Essen!

„Weil wir nun solche Verheißungen haben, so laßt uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes. “ 2. Korinther 7,1

So wie die Juden sich durch Gottes Gnade vorbereiten konnten und Waffen schmieden, Häuser sichern und vieles mehr, so ist uns Zeit, Lebenszeit geschenkt um und vorzubereiten. Unsere Waffe ist Gottes Wort, darin lesen wir und lassen uns korrigieren und reinigen und heiligen. Dazu dient diese Zeit hier auf der Erde. Zu wachsen und zu reifen. Auch uns immer wieder Zeit zu nehmen zu hören, was der Ewige uns sagt. Auch durch diese Feste, die wir halten, lernen wir und werden vorbereitet auf schwierige Zeiten.

„Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft des Messias bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um des Messias willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“ 2. Korinther 12, 9-10

Wenn wir spüren, wie schwach wir eigentlich sind, dann merken wir, dass alles seine Gnade ist, die uns hält und uns Gelingen schenkt.

Dann bleiben wir an ihm hängen und halten fest. Dann erleben wir seine Kraft viel mehr und sehen dankbar sein Wirken.

So wie damals zu Purim!

Das wünsche ich euch! Seid gesegnet!

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Veröffentlicht in: Feste

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