Am Brunnen 

Nachtrag zur Parasha Shemot – Namen

Mose sitzt am Tiefpunkt seines Lebens an einem Brunnen. Aus Ägypten geflohen, des Mordes angeklagt, ohne Familie – so kommt er ins Land Midian und sitzt an einem Brunnen. 

Ein Brunnen verheißt Leben. Spendet Erfrischung und Kühlung. Labsal im heißen Wüstenklima. Trank für Mensch und Tier. Lebensnotwendig.

So begegnen uns Brunnen in der ganzen Bibel. Abraham gräbt Brunnen immer wieder auf seiner Reise. Hagar wird gerettet indem der Engel ihr einen Brunnen zeigt.

Abrahams Knecht begegnet Rebekka an einem Brunnen und sie reicht ihm und den Tieren Wasser.

Isaak kämpft um Brunnen, er gräbt Brunnen und muss manche aufgeben.

Kampf um Wasser.

Auch Jakob begegnet seiner Rahel an einem Brunnen. Er tränkt ihre Herden, weil es auch hier gibt Streit am Brunnen gibt.

Mose sitzt nun also in Midian am Brunnen. Und hier begegnen ihm die Töchter Reguels. Er bekommt hier eine neue Heimat für die nächsten 40 Jahre.

Später hat er Schwierigkeiten sein großes Volk durch die Wüste zu bringen und fleht mehr als einmal um Wasser.

Auch Jonathan hat im 2. Samuel 17 einen Brunnen, durch den sein Leben bewahrt bleibt.

Wozu alle diese Beispiele? Was bedeutet der Brunnen, das Wasser? Was hat uns das zu sagen?

Vielleicht bringt das neue Testament noch etwas mehr Klarheit.

Im neuen Testament gibt es eine Begegnung von Jeshua am Brunnen Jakobs mit einer Frau aus Samaria.

Und er spricht dort wichtige aber auch rätselhafte Worte. Und auch Petrus, Jakobus und die Offenbarung sprechen über Brunnen.

Schauen wir uns das einmal an.

Jesus sitzt um 12 Uhr mittags an einem Brunnen. Die Frau soll ihm zu trinken gehen. Er macht ihr aber deutlich, dass ER das bessere Wasser hat. Lebendiges Wasser. Fließendes, frisches Quellwasser. Nicht abgestanden, muffig oder gar keimbehaftet.

Aber schnell wird deutlich, das es um Wasser im übertragenen Sinne geht. Was ist also gemeint?

Im Psalm 36, 10 lesen wir:

„Bei dir ist die Quelle des Lebens und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“

Die gute Nachricht Bibel und Hoffnung für alle übersetzen: „Du selbst bist die Quelle des Lebens….“

Auch in der Offenbarung 22, 1 lesen wir:

„Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes.“

Dieser Strom des lebendigen Wassers geht aus vom Vater und Jeshua ist es, der uns dieses Wasser anbieten kann, der es uns zugänglich machen kann.

Er sagt zu der Frau:

„Wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm zu einer Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.“ Johannes 4, 14

Wir sehen also: dieses Wasser ist sehr wichtig, wichtig für das ewige Leben. Es wird in uns zu einer sprudelnden Quelle.

Das was da hervorsprudelt sind unsere Worte:

„Aus einem Munde kommt Loben und fluchen. Das soll nicht so sein, liebe Brüder. Lässt auch die Quelle aus einem Loch süsses und bitteres Wasser fließen?“ Jakobus 3, 10

Jeshua bietet uns in seinen Worten lebendiges Wasser an, was uns erfrischt und stärkt. Wenn wir uns damit beschäftigen, wird daraus eine sprudelnde Quelle und wir können und sollen das an andere Menschen weitergeben.

Wir sollen Jeshuas Art, seine Treue, seine Liebe weitergeben. Zuvorkommend sein und freundlich. Das ist erfrischend wie reines Wasser. Das gilt besonders für Ehepartner. Deshalb fanden viele Begegnungen der Patriarchen mit ihrem Frauen am einem Brunnen statt.

Und deshalb weist Jeshua die Frau auf ihre Ehe hin. Sie hatte 5 Männer und lebt jetzt mit einem zusammen, mit dem sie nicht verheiratet ist.

Wir brauchen eine feste Verbindung zu Jeshua um das Wasser zu bekommen. Seine Gesinnung, seine Sicht der Welt.

Und dieses Wasser sollen wir anderen weitergeben.

Deshalb charakterisiert Petrus Irrlehrer auch als: „Brunnen ohne Wasser“ 2. Petrus 2,17

Sie haben nicht das lebendige Wasser, was aus Jeshua kommt.

Aber wir sahen ja schon, wie schnell unsere Quelle verunreinigt wird und bitteres Wasser hervorbringt. Davor sollen wir uns hüten.

„Die Furcht des JHWH ist eine Quelle des Lebens, das man meide die Stricke des Todes.“ Sprüche 14, 27

„Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens, aber auf die Gottlosen wird ihr Frevel fallen.“ Sprüche 10,11

Mögen wir den HERRN fürchten und so an seiner Quelle angeschlossen bleiben, dass wir auch für andere zu einer erfrischenden Quelle werden, die hinweist auf das lebendige Wasser des Ewigen!

„Denn mein Volk tut eine zweifache Sünde: mich, die lebendige Quelle, verlassen Sie und machen sich Zisternen, die dich rissig sind und kein Wasser geben.“ Jeremia 2, 13

Shabbat Shalom!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s