Sara’s  Leben

An diesem Shabbat werden wir uns mit dem Leben Sara’s beschäftigen.

Sara begegnet uns zuerst als Sarai und wird uns als Abrahams Frau vorgestellt.

„Da nahmen sich Abram und Nahor Frauen. Abrams Frau hieß Sarai und Nahors Frau hieß Milka, Harans Tochter, der der Vater war der Milka und der Jiska. “ 1. Mose 11, 29

Sie heißt auch Jiska. Zumindest wird in der rabbinischen Tradition angenommen, dass Jiska und Sarai ein und dieselbe Person sind. Jiska bedeutet:  JHWH sieht, oder JHWH erkannte und bedeutet auch sehen oder Schau. Sara gilt ja auch als eine der sieben weiblichen Propheten.

Sara bedeutet Fürstin oder auch Prinzessin. Das ist der Name, den sie vom Ewigen bekommt. Er sieht sie an, sie ist von ihm erkannt und wird als seine Tochter zu einer Prinzessin.

Das ist die Sehnsucht, die in allen Frauen schlummert und sie wird erfüllt,  wenn wir unsere Beziehung zu JHWH leben und erkennen, wie wir von ihm erkannt sind.

Ich wünsche mir so sehr,  dass dieses Wissen auch unser Herz erreicht, dass wir erfassen,  wer wir sind in der Beziehung zu ihm. Unser Vater ist der König, der Allmächtige, der Schöpfer des Universums. Deshalb sind wir durch Jeshua Prinzessinnen und Fürstinnen. Wie Petrus auch schreibt:

„Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht,  die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums,  daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.“ 1. Petrus 2,9

Und auch Petrus ist es, der noch etwas Interessantes über Sara schreibt, was mich sehr beschäftigt hat.

„Denn so haben sich vorzeiten auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten, und sich ihrem Männern unterordneten, wie Sara Abraham gehorsam war und ihn Herr nannte, deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr recht tut und keine Einschüchterung fürchtet. “ 1. Petrus 2, 5-6

Wir wissen dass wir Abrahams Kinder werden durch den Glauben:

„Erkennt also, die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder. “ Galater 3, 7

Dazu gehört ein bestimmtes Verhalten.

Wir sind ihre Töchter,  wenn wir uns nicht fürchten vor Terror und anderen Sachen, dieses Wort, was da manchmal mit Einschüchterung oder „durch nichts beirren lasst“ übersetzt wird, bedeutet auch: durch nichts schockieren lassen, Terror nicht fürchten usw.

David Stern übersetzt: „…nicht der Furcht erliegt.“

Wie oft bin ich da so gar nicht ihre Tochter. Ich fürchte mich vor vielen Sachen.

Sara hatte Schwierigkeiten, die ich mir gar nicht vorstellen kann. Ihr Mann war in Kriege verstrickt, sie erlebte Hungersnöte, kam in den Harem des Pharaos und dazu noch diese Kinderlosigkeit.  Was wäre denn gewesen, wenn ihr Mann verwundet wird oder gar stirbt? Allein und ohne Versicherung? In der Wüste? Fern von Familie?

Und dann dieses Desaster mit der Magd Hagar und deren Sohn. Und sie fürchtete sich nicht? Sie stellte sich keine düsteren Zukunftsvisionen vor ihrem inneren Auge vor?

Das würde ich auch so gern! Frei sein von meiner Phantasie des Schreckens. Ich soll das nämlich nicht tun. Ich soll vertrauen lernen!

In wen? In Gott und in meinen Mann. In Vers 5:“…die ihre Hoffnung auf Gott setzten.“ Das soll unser Schmuck sein. Ruhen im Vertrauen auf IHN.

Und wie schwer fällt es uns. Wie viele Sorgen machen wir uns, um den Partner, um die Kinder um die Zukunft…

Es liegt in Gottes Hand und wir sollen auch hier dem Zeitgeist entgegen denken und Handeln. Vertrauen. Geborgen. Geliebt.

Und dann kommt auch das Vertrauen in den Ehemann.

Sie nannte ihn schließlich Herrn. Und das tat sie weil sie ihn als Oberhaupt anerkannte. Ja, ihn als  solches förderte und bestätigte!

Auch wenn wir in einer gefallenen Schöpfung leben und er falsche Entscheidungen treffen kann. Denn da gibt es noch die zweite Instanz.

Wir Frauen leben sozusagen mit Netz und doppeltem Boden.

Wir dürfen unseren Männern vertrauen auch wenn sie Fehler machen. Das tat ja Abraham auch. Durch seine Entscheidung nur die halbe Wahrheit zu erzählen und Sara als seine Schwester auszugeben entstand keine gute Situation.

Und doch, JHWH führt alles zum Guten.

Denn der Ewige selbst achtet auf uns.

Vielleicht fühlen wir uns nicht so.

Aber ob Sara das tat? Da bekam sie nun diesen neuen Namen vom Ewigen. Fürstin, Prinzessin – und saß mit Schafen und Ziegen in der Wüste.

Sie buk das Brot noch selbst und arbeitete. Ich denke es sind nicht die Vorzüge,  die uns zu Prinzessinnen machen. Sondern unsere innere Haltung. Und genau die meint Petrus:

„….im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: das ist köstlich vor Gott.“ 1. Petrus 3, 4b

Heute erlebe ich oft,  das „Endzeitangst“ geschürt und verbreitet wird, dass Sorgen etwas gutes und normales ist. Aber ist das wirklich richtig so?

Die Schrift sagt uns doch etwas anderes.

Steht auf ihr Töchter Abrahams und Sara’s! Steht auf gegen Einschüchterung und Furcht! Wir wollen dem HERRN vertrauen und ihn allein fürchten.

„Der Herr ist mein Hirte,  mir wird nichts mangeln.“ Psalm 23, 1

„Denn der JHWH ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen und keine Plage wird sich deinen Hause nahen.“ Psalm 91, 9-10

„Sorgt euch um NICHTS, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Danksagung vor Gott kundwerden.“ Philipper 4,6

Machen wir uns auf und werden wir Sara’s Töchter. In Ruhe und Shalom und ohne uns von Panikmache anstecken zu lassen.

ER ist Gott und er regiert und er lässt uns nicht im Stich!

Gesegnete Shabbatvorbereitungen!

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “Sara’s  Leben

  1. Giacomelli Bernd schreibt:

    – an die Shabbatgruppe Magdeburg

    Es gefällt mir sehr, wie Sie auf der Homepage die Einheit Gottes betonen, obwohl man drei Personen erkennen kann. – Noch nie hab ich so deutlich gesehen, was es heißt, dass der Mensch „nach seinem Bilde“ geschaffen wurde!

    Ich habe mal Syrern deutsch gegeben, was ja leicht ist. Soviel Deutsch aus der Umgangssprache kann jeder.
    Dann erwartete ich, dass mal eine Begegnung mit religiösen Fragen zustande käme. Doch kein Araber hatte Neugier auf das, was hier geglaubt wird.
    Ich weiß, dass bei der Dreifaltigkeit ein Irrtum vorliegt: die Muslime glauben/ behaupten, dass wir drei Götter hätten.
    Herr I. aus Karlsruhe hat in einer Diskussion exakt gesagt: Nein. Es ist nur ein Gott. –
    Ich überlegte, wie ich dem orientalischen Denken näher kommen könnte, damit ich die Einheit Gottes etwas sinnlicher darstellen könnte. Dazu dient auch der Ausdruck der Palästinenser. „der bewaffnete Arm“ –
    Gott ist der Schöpfer. Das ist in allen Monotheismen leicht zu begreifen. Das begreifen sogar atheistische Wissenschaftler, die vom „Weltenbaumeister“ reden. –
    Der Teil Gottes, der sich der Erde zuwendet, zumindest für einige Jahre, ist und bleibt Gott, auch wenn wir ihn „Sohn“ nennen dürfen, weil er als Sohn auf dieser Erde in eine Gemeinschaft hineingewachsen ist.
    Das ist der „Arm Gottes“, der sich den Menschen zuwendet. – Damit würde ich der Aufspaltung in Personen entgegen wirken.
    Der Geist Gottes schwebt über der Erde. Dies ist eine Form der Anwesenheit. Falls dies wider Erwarten Schwierigkeiten bringen sollte, könnte ich darauf verweisen, dass jeder von uns Körper und Geist hat und dass dies keine eigene Person ist, sondern ein Teil von mir.
    – – Es ergab sich nie ein fragendes Gespräch. Ich wäre vorbereitet. Ich glaube, dass die einzige Schwierigkeit in Jesus liegt, der nicht göttlich sein darf, damit Mohamed der erste unter den Propheten ist. – Daher wird das Kreuz als Lüge bezeichnet. Viele ostafrikanische Sender verbreiten das. Daraus kann sich für Christen nur Verleumdung und Verfolgung ergeben. –
    Ich melde mich wieder mit einer Frage zur hebr. oder aramäischen Sprache.

    mit den besten Wünschen für Ihre Gemeinde
    Bernd Giacomelli
    Goehestr. 24
    76 327 Pfinztal / BW
    : Freitag, 10. November 2017 Von: „Shabbatgruppe Magdeburg“

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s