Die Feste

Was dürfen wir für einen Schatz feiern und leben, welche Geschenke hat Gott hier für uns bereit. Wie sehr liebt er uns, wenn er seine Pläne und Gedanken durch Feste ausdrückt. Er möchte, dass wir feiern, er hat Gutes für uns bereit! Was für ein Gott! Was für eine Liebe!

Wenn wir von „jüdischen Festen“ sprechen müssen wir zunächst unterscheiden:

  1. Die Feste Gottes
  2. 2 weitere biblische Feste: Purim und Chanukka
  3. jede Menge jüdischer Gedenktage, die später entstanden

Was wollen wir feiern und warum?

Wir feiern wichtige Ereignisse, erinnern uns. Hochzeitstage etc. Feste stärken Beziehungen usw. Je wichtiger also die Beziehung ist, umso wichtiger ist mir das Fest.

Hochzeitstag der Nachbarn ist etwas für die beiden, aber selten für die ganze Nachbarschaft. Es gibt aber auch Feste, da sind viele eingeladen. Firmenjubiläen, Tag der deutschen Einheit usw Tage zum Freuen.

Wir denken an wichtige Tage, wollen diese Tage nicht verpassen und bedienen uns heute der modernen Technik um uns an wichtige Dinge erinnern zu lassen.

Schauen wir mal, wie das bei den Festen um die es heute geht ist.

Mein Mann und ich, sind nun 20 Jahre verheiratet und haben manches miteinander erlebt. Wir teilen unsere Freuden unser Leid, Erfahrungen, Erlebnisse und auch Pläne und Visionen. Wenn mein Mann mich nie einweihen würde in sein Vorhaben wäre unsere Ehe sicher viel weniger glücklich.

Wer eine Beziehung aufbaut, weiht den anderen einfach in Pläne, Träume und Ideen ein.

Gott tut das auch. In seinen Festen! Und es ist ihm sehr wichtig, dass wir diese kennen.

ER braucht keine Erinnerung – Wir aber schon. Und er hat bereits bei der Grundsteinlegung sozusagen daran gedacht uns einzuladen, einzuweihen und Beziehung zum Menschen zu schaffen.

  1. Mose 1,14 Er schuf Lichter des Himmels zur Bestimmung von Zeiten.

Ist im Deutschen nicht gut erkennbar. Aber im hebräischen steht das Wort: moedim. Dieses Wort heisst soviel wie date, Verabredung, Termin. Ganz besondere Festtage also.

Und die Einladung dazu ist an den Himmel geschrieben. Dazu sind Sonne und Mond gedacht. Im hebäischen haben wir einen solar – lunar Kalender. Hier nur einen solarkalender. Das Sonnenjahr ist unser Massstab. Im hebräischen wird der Mond mit berücksichtigt, wie es ja hier von Gott geplant und beschrieben ist.

So kommen wir nun zu den Festen, an denen wir eine Einladung haben.

  1. Mose 23,1-44

Hier wird schon schnell klar, dass die Formulierung: jüdische Feste unglücklich bis falsch ist. Die Feste sind also die Feste des Gottes, dem das Volk gehört. Die Feste bekamen sie bis auf den Shabbat und das Passafest beim Bundesschluss am Berg Sinai. Beides wird aber auch hier noch einmal bekräftigt und ausgeführt.

Wir haben hier also:

  1. den wöchentlichen Sabbat. Auf diesem Tag liegt bereits seit Beginn 1. Mose2,3 ein Segen, er ist von Gott geheiligt. Kadosh ist das hebräische Wort, was soviel bedeutet wie: abgesondert, besonders gestellt. Er hat diesen Tag für sich reserviert, könnte man sagen.

Wenn ich euch 7 Umschläge hinhalte und nur im 7. sind 100 Euro, so könnt ihr natürlich alle Umschläge benutzen, Briefe verschicken usw.. Aber diesen besonderen Segen von 100 Euro bekommt ihr nur, wenn ihr auch den 7. wählt. So ist das mit dem Gottesdienst, ich kann an allen Tagen Gott anbeten und ihn preisen. Möchte ich jedoch diesen besonderen Segen Gottes, so sollte ich den 7. Tag, den Shabbat, also den Sonnabend auch wählen. Im hebräischen gibt es die Wochentage nicht, hier gibt es nur; Tag1, Tag2, Tag3, Tag4, Tag5,Tag 6, SHABBAT, Tag 1

Hier wurde an unserem Kalender etwas geändert, der Sonntag ist eigentlich der 1. Tag der Woche. So war es früher und ältere Leute erinnern sich daran. Seit 1976 wurde das in deutschsprachigen Ländern so festgelegt.

Aus der Bibel wissen wir an mehreren Stellen, Psalm und Petrus das in Gottes Welt 1 Tag 1000 Jahren entspricht. Wir wissen, das das Wirken des Menschen auf 6 Tage begrenzt wurde von Gott. Also gibt es eine Weltzeit von 6000 Jahren. Danach erwarten wir das 7. Jahrtausend, da wird Jesus hier auf der Erde regieren und seine Feste werden von allen Völkern gefeiert werden und er wird lehren.Sagt schon der Prohet Sacharja voraus. Das nennt man auch das Tausenjährige Reich. Diese seine Herrschaft erkennen wir an, wenn wir Shabbat feiern. Wir erkennen ihn als Schöpfer an und wie er es in 2. Mose 31,13 steht ist es ein Zeichen zwischen ihm und seinem Volk. Zwischen ihm und allen, die zu seinem Volk gehören wollen.

  1. das Passafest, das ist ein besonderes Fest, weil Gott sogar das Feiern in einer 2. Chance gewährt. Wenn einer an dem Tag nicht konnte, hat er im nächsten Monat noch einmal die Chance dieses wichtige Fest zu feiern.

Dieses Fest erscheint uns fremd und komisch, war aber damals weit verbreitet und bekannt, als Türschwellenbund.

Die Menschen hatten, wenn sie besiegt worden waren und eine neue Herrschaft akzeptieren mussten, diesen Bund zu schliessen. Aus diesem Grund befand sich in der Schwelle eine Vertiefung. Über dieser Schale wurde das Tier geschlachtet. Das Blut eines Tieres wurde an den Türsturz gestrichen und der neue Herrscher erkannte sofort, wer ihn akzeptiert und wer nicht. Er trat dann über die Schwelle des Hauses und schloss so den Bund. Passa heisst auch übertreten. Lange Zeit dachte man Gott wäre an den Häusern vorbeigegangen, die dieses Zeichen haben, das genaue Gegenteil ist der Fall. Reste dieses Brauches sehen wir übrigens am roten Teppich, wenn hochgestellte Persönlichkeiten zu Besuch kommen.

Das Passa wurde also lange gefeiert, bis man verstand, das dahinter eine 2. Bedeutung verborgen ist. Jesus kam auf diese Erde und sein Cousin, Johannes der Täufer kündigte an, dass er das Lamm Gottes ist. Er ist der, der wirklich Befreiung und Frieden mit Gott bringt. Wenn ich akzeptiere, dass er für mich gestorben ist, dann streiche ich dieses Blut sozusagen auf meine Herzenstür und Jesus verspricht dann, dort einzuziehen.

Das Passafest wurde am 14. Abib oder Nissan gefeiern. Der Monat beginnt mit dem Neumond. So, wie wir es gelesen haben, war also an diesem Tag immer Vollmond. Am 10 Tag musste der Hausvater das Lämmchen bereits hereinholen ins Haus, um seine Fehlerlosigkeit zu garantieren. Jesus zog am 10. Nissan in Jerusalem ein und präsentierte sich 4 Tage der religiösen Elite. Er war immerzu im Tempel und ließ sich prüfen. Seine Fehlerlosigkeit mehrfach bestätigen.

Er starb genau an diesem 14. Nissan , selbst die Uhrzeit ist uns von den Evangelisten angegeben.

Nach diesem Tag wird 7 Tage lang ungesäuertes Brot gegessen. Der Sauerteig steht für das Ich des Menschen, seinen Stolz, das bläht uns ja manchmal ganz schön auf und der soll raus. Symbolisch kommt alles mit Hefe und Sauerteig gebackenen aus dem Haus und gleichzeitig überprüfe ich mein Leben, mein Reden und Tun.

Paulus schreibt das den Korinthern wie wichtig das ist, dieses Fest nicht mit dem Sauerteig der Boshaftigkeit usw. zu feiern. 1. Korinther 5,8

Es folgt ein Fest, was immer auf einen Sonntag fällt, das Erstlingsfest. An diesem Tag ist Jesus auferstanden und Paulus schreibt, das das bedeutet, daß er der Erstling ist, der auferstanden ist. Das kann man nur vor diesem Hintergrund verstehen. Es wurde der erste Teil der Gerstenernte in den Tempel gebracht, die garantierte dann, das der ganze Teil der Ernte heilig war. Wenn Jesus also als Erstling aufersteht, stehen wir auch auf, wenn wir zu ihm gehören, wenn er heilig ist, dann werden wir es auch.

Von dieser Ernte durfte vorher nicht gegessen werden, niemand durfte da Teil von haben, deshalb sagt Jesus auch, dass die Frauen ihn nicht anfassen dürfen, die Jünger später hingegen schon. Er hatte sich dem Vater präsentiert, stellvertretend für uns alle, die wir ihm gehören.

Von diesem Tag an werden 50 Tage gezählt.

50 bedeutet Freude. Im neuen Testament kommt das Wort glückselig 50 mal vor.

Dann erfolgt wieder ein Fest. Das 3. Shavuot . Shavuot bedeutet Wochen. Es sollen ja bis dahin 7 ganze Wochen gezählt werden und dann wieder an einem Sonntag gefeiert werden. Es ist auch ein Erntefest, die Weizenernte wird eingebracht. Und nun soll noch etwas Besonderes geschehen. Es werden von jedem Haushalt 2 Brote gebracht. Und es ist das einzige Mal im Jahr, wo Sauerteig in den Tempel gebracht wird. Diese Brote sind wieder eine Erstlingsgabe und sie stehen für Israel und für die anderen Völker. Diese waren bei Gott immer mit eingeladen. Er gibt diese Gesetze und auch Feste ganz ausdrücklich für den Einheimischen und den fremden, der sich anschliessen will. Wen das interessiert im 4. Buch Mose steht das sehr, sehr oft. Auch den Shabbat feiern wir mit 2 Broten, Jesus sagt ja, das er als Brot vom Himmel kam. Er kam für alle Menschen auf der Erde. Zusätzlich streuen wir Salz darauf bevor wir es essen, das erinnert an die Aufforderung: Ihr seid das Salz der Erde. Jeder von uns soll mit seinem Salz, mit seiner Art, mit seinem Wesen Jesus austeilen und weiter geben. So dass andere satt werden.

An diesem Festtag gab Gott Israel die Torah, die Lehre und auch das war ja gedacht um die anderen Völker einzuladen und zu rufen. 5. Mose 4, 6-8

Leider brach das Volk den Vertrag damals am Sinai und 3000 Menschen starben.

Die 2. Erfüllung dieses Festes passierte viele Jahre später in Jerusalem. Die Kirche nennt es Pfingsten. Von Pentecoste das bedeutet 50. Es ist immer noch Shavuot, der 50. Tag.

An dieser 2. Erfüllung des Festes wurden 3000 Menschen gerettet und der heilige Geist kam auf die Jünger. Wir sehen hier schön den Zusammenhang. Gebrochener Bund, weil die Menschen Herzen aus Stein haben. Symbolisiert durch die Steintafeln. Dann kommt eine Erneuerung des Bundes, wie sie in Jeremia 31,31 schon beschrieben ist. Die Menschen lieben den Retter, den Messias und halten seine Gebote aus Liebe, sie haben warme, fleischliche Herzen, die nach Gott fragen. Dadurch entsteht Leben.

Dann folgt eine Sommerpause,

Schliesslich kommen die Herbstfeste. Spannende Feste, weil die 2. Erfüllung dieser Feste noch in der Zukunft liegt.

Wie ich vorhin sagte, Gott zeigt uns anhand der Feste seine Pläne.

Wir kommen zum 7. Monat.

Nun kommt gleich etwas ganz besonderes. Es ist das einzige Fest, was auf einen Monatsanfang fällt. Am ersten Tag soll das Fest des Lärmblasens gefeiert werden.

Nun wissen wir ja, dass die Monate mit dem Neumond beginnen, deshalb kann man den Tag nicht vorhersagen.

So wurde dieser Tag auch bekannt unter dem Namen: Der Tag, dessen Stunde niemand kennt.

Bei einigen klingelt es jetzt schon. J Genauso hat nämlich Jesus den Tag seiner Rückkehr beschrieben. Tag und Stunde kennt niemand. Der Monat ist bekannt. Paulus schreibt es ja auch den Thessalonichern. 1. Thessalonicher 4,16

Mit diesem Fest des Lärmblasens zur Ankunft unsere Königs konnte man lange nichts anfangen. So wurde das Fest auch Rosh Hashana genannt: Haupt des Jahres. Es ist nämlich der Überlieferung nach der Tag, an dem der Mensch geschaffen wurde. So beginnt an diesem Tag immer ein neues jüdisches Jahr. In diesem Jahr hatten wir diesen Tag am 21.09. und es begann das Jahr 5778.Jesus wird kommen und Gericht halten.

Danach folgen die 10 Tage der Buße und es folgt Jom Kippur. Jom heisst Tag auf hebräisch und kippur kommt von kappare, das bedeutet bedecken.

Das Thema diesen Tages ist Busse und Vergebung. Wir fasten. Kein Essen und auch kein Trinken, wer es kann. Vor allem aber ein demütiges Herz. Demütig, weil wir ihn brauchen, wir können mit unserer Schuld nicht fertig werden. Dankbar, weil er es kann und es tun will!

Auch diese Erfüllung steht noch aus. Einmal werden unsere Sünden endgültig weggetan werden. Wir werden vor ihm stehen und wenn wir an ihn glauben und an ihm festhalten wird er uns gerecht sprechen. Welch eine Zukunftsaussicht!

Am 15. Des Monats Tischri kommt dann schon das nächste Fest: Sukkot, das Laubhüttenfest.

Diejenigen, die in Israel schon wohnen sollen Laubhütten bauen. Weil sie zurückblicken auf die Wanderung. Wir hier tun das nicht. Einige Juden tun es, aber das sagt uns die Schrift nicht.

Wir feiern 7 Tage lang und dann kommt am 8. Tag das Abschlussfest. Es ist ein tolles Fest und wird wie eine Hochzeit gefeiert. Es wird das Fest der Gesetzesfreude genannt. An diesem Tag endet der jährliche Zyklus der Lesung mit dem Ende vom 5. Buch Mose und wir fangen sofort wieder beim 1. Mose an. Jesus ist die fleischgewordene Torah. Johannes schreibt ja auch: das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Damit sind diese Feste beide einmal erfüllt bei Jesu Geburt, die in dieser Zeit stattfand. Die richtige und endgültige Erfüllung erwartet uns jedoch noch.

Beim Laubhüttenfest feiern wir auch, das Gottes Gegenwart einmal unter uns wohnen wird, wie es in der Offenbarung beschrieben ist. Offenbarung 21,3: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen. Und er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und er wird Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.

Die Torah wurde Israel auch gegeben als ein Ehevertrag, das zieht sich durch die ganze Bibel. Denken wir nur an Jesu Gleichnisse vom Hochzeitsfest. Damals war den Menschen klar, daß er von diesem Zeitraum sprach. Das wird ein herrliches Fest und wir üben Jahr für Jahr diese Feste und entdecken jedes Jahr mehr und leben intensiver mit ihm.

Das waren Gottes Feste. Feiertage, an denen er da ist und auf uns wartet um uns zu beschenken. Um Gemeinschaft mit uns zu haben, um seine Pläne tiefer in unser Herz zu legen.

 

Nun gibt es noch 2 biblische Feste. Das sind Purim und Chanukka.

Zu Purim feiern wir Befreiung . Pur bedeutet Los und die Bibel erzählt im Estherbuch die Geschichte eines sehr bösen Menschen, der das Los warf um den besten Zeitpunkt zu bestimmen um Gottes Volk zu vernichten.

Letzten Endes wurde er selbst vernichtet. Da wir wissen, das noch einmal ein Mensch kommen wird, der dieselben Pläne hat, feiern wir dieses Fest gerne um uns zu stärken und die Kinder zu lehren, das Gott stärker ist und auch denjenigen letzten Endes vernichtet.

Chanukka bedeutet weihen. Es ist das Tempelweihfest, was auch Jesus hier auf der Erde feierte. Johannes 10,22

Es ist eine ähnliche Sache. Diese Geschichte steht im Buch der Makkabäer, was in vielen Bibeln leider nicht enthalten ist. Es geht um eine Zeit zwischen altem und neuem Bund, eine Zeit der Besatzung. Das Lesen der Torah und das Halten der Gebote waren verboten. Unter Antiochus Epiphanes war das Leben schwer. Der Tempel entweiht, indem dort Schwein geopfert wurde und vieles mehr. Es gelang durch Gottes Hilfe die Befreiung und obwohl für den Leuchter, die Menorah nur ein Krüglein öl war, ausreichend für eine Nacht, brannte der Leuchter damit 8 Tage bis neues Öl fertig war und der Tempel geweiht wurde. Es ist dieselbe Botschaft. Gott wird mit seinem Volk zum Ziel kommen, auch wenn es schlecht aussieht. Er regiert und der 8. Tag steht dann für die Ewigkeit. Dort werden wir ankommen, wenn wir ihm vertrauen.

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