Shavuot

Shavuot ist mir das Liebste der Feste. Viele leckere Käsekuchenvariationen :). (schreibt uns gerne an, wenn ihr Rezepte möchtet) und die Natur ist so herrlich. 

Schauen wir uns an, was dieses Fest zu sagen hat.

Das Volk Israel ist zu Pessach aus Ägypten ausgezogen.

Und dann:

„Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai.“ 2. Mose 19,1

Dann sollten sie bereit sein auf den dritten Tag. Gereinigt und bereit Gott zu begegnen, einen Bund zu schließen und ihm allein zu gehorchen.

Gehen wir von einem Monat á 30 Tagen aus, landen wir hier genau auf Shavuot. Es sind dann 49 Tage nach Pessach und dann kommt der 50. Tag.

JHWH sagt in 3. Mose 23,16:

„Danach (nach Pessach) sollt ihr zählen vom Tage nach den Shabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer darbrachtet, sieben ganze Wochen. Bis zu dem Tag, nach dem Shabbat nämlich fünfzig Tage sollt ihr zählen und dann ein neues Speiseopfer dem JHWH opfern.“

Nach unserem derzeitigen Verständnis der Schrift wird Shavuot somit immer an einem Sonntag gefeiert.

Zu Pessach machen wir uns bereit Ägypten hinter uns zu lassen. Ägypten steht für alles, was uns davon abhält JHWH zu dienen, so wie er es möchte. Der Pharao verbot ja dem Volk in die Wüste zu ziehen und JHWH ein Opfer zu bringen. Er hielt sie davon ab einen Gottesdienst zu tun, wie JHWH es möchte. Er bot Kompromisse an, wie wir bereits in den Torahportionen sahen.

Auch uns werden manche Kompromisse angeboten. Gehen wir sie ein?

Was hält uns davon ab, das Wort des Ewigen ernst zu nehmen und ihm so zu dienen, wie es in der Schrift steht? Vorausgesetzt natürlich, dass wir es umsetzen können. Der Tempeldienst ist ja vorerst auf Eis gelegt.

So ziehen wir nun aus. Jedes Jahr neu feiern und besinnen wir uns darauf. Und an Shavuot?

Es geht eine spezielle Reinigung voraus. JHWH sagt zu Mose:

„Geh hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen und bereit seien für den dritten Tag, denn am dritten Tag wird der JHWH vor allem Volk heranfahren auf den Berg Sinai.“ 2. Mose 19,10-11

Was für Verse!!! Jeshua kam im 4000 Jahr, damit wir gereinigt, geheiligt werden durch ihn.

„Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.“ 2. Korinther 5,21

Am dritten Tag sollen sie bereit sein. So auch wir. Jeshua wird wieder kommen auf dem Ölberg und alle werden ihn sehen. So steht auch hier: „vor allem Volk.“ Und er regiert im 7000. Jahr! Welch herrliche Prophetie!

So lassen wir an uns das Werk der Reinigung und Heiligung vollenden, damit wir bereit sind, wenn er wieder kommt.

Aber das üben wir jedes Mal in den Festen und hier nun besonders an Shavuot.
Wir haben ein Date mit dem Vater im Himmel und das muss uns bewusst sein.

Ein wunderschönes, sehr empfehlenswertes Kinderbuch ist: „Shimon und der Feuerwind“ von Martin Baron.

Dort wird der Zusammenhang zwischen dem Shavuot am Sinai und jenem Shavuot in Jerusalem vor ca 2000 Jahren toll dargestellt.

Die Feuersäule, die die Israeliten durch die Wüste führte, das Feuer der Präsenz des Ewigen auf dem Sinai und der brausende Feuersturm in Jerusalem mit den kleinen Feuerzünglein. Was für ein Gott!!

Interessant ist in Vers 13, das hier steht:

„beim Blasen des Widderhorns soll man auf den Berg steigen…“ 2. Mose 19,13

Für Widderhorn steht hier aber nicht ’shofar‘ sondern ‚hayyobel‘, was manche Übersetzer auch mit Jubeljahrsposaunen wiedergegeben haben. Es geht um eine Verbindung zum Jubeljahr. Es ist das Jahr des Auszugs und das Jubeljahr ist immer ein Jahr der Freilassung. Hier wird nun die Torah gegeben und deshalb schreibt Jakobus:

“ Redet so und handelt so, wie Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.“ Jakobus 2,12

Was für ein wunderbarer Tag. Sie erfahren die furchtbare Herrlichkeit Gottes und bekommen das Recht sein Volk zu sein, das bedeutet Freiheit und den Bund mit dem Allmächtigen zu schließen. Donnerstimmen, Feuer und Macht.

Und es sterben 3000 Mann. Das goldene Kalb fordert seine Opfer.

Warum?

Mose sagt:

„Und JHWH hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht ein Herz gegeben, das verständig wäre, Augen, die da sähen und Ohren, die da hörten.“ 5. Mose 29,4

Der neue Bund in Jeremia 31 verheißt genau das und auch Jeshua spielt immer wieder darauf an mit seinem: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“

Er bringt den neuen Bund, in ihm bekommen wir ein neues Herz und offene Ohren!

Nicht das Gesetz war schlecht und musste geändert werden, sondern unser Herz!

Und so sehen wir es an jenen denkwürdigen Shavuot in Jerusalem:

„Die nun sein (Petrus) Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tag wurden hinzugefügt etwa 3000 Menschen.“ Apostelgeschichte 2,41

Er macht lebendig durch das neue Herz, durch seinen Geist. Das ist die Erfüllung der Vision von Hesekiel in Kapitel 37.

„Ich will meinen Odem in euch geben, das ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, dass ich der JHWH bin. Ich rede es und tue es auch, spricht JHWH.“ Hesekiel 37,14

Statt Odem steht hier Geist, seinen ‚ruach‘ gibt er und der macht lebendig! Das haben die Menschen damals in Jerusalem erfahren. Mögen wir ein lebendiges Shavuot haben und unser Herz ihm immer wieder hinhalten und ihn daran arbeiten lassen! ER macht lebendig! Halleluja!

Warum nun Käsekuchen zu Shavuot?

Die Torah wird in der Schrift verglichen mit Milch und Honig. Das Land, was von Milch und Honig fließt ist kein kulinarisches Schlaraffenland sondern deshalb herrlich und fruchtbar, weil Gottes Wort fließt. Es wird genossen und reichlich überall angeboten! Dieses Fest erinnert uns an die Gabe der Torah am sinai und den Geist in Jerusalem. Beides fand an diesem tollen Tag statt. In diesem Sinne: Guten Appetit!  Und: Le Chaim!

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Veröffentlicht in: Feste

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