Emor – Sprich! 

3. Mose 21,1 – 24,23;   Hesekiel 44,15 – 31

Eine interessante Parasha haben wir vor uns. Wieder gibt es soviel zu lernen und zu entdecken.

In dieser Parasha, ist mir aufgefallen, steckt so viel drin, wo wir lernen, was Gemeinschaft ausmacht.

Zuerst beleuchten wir den Priester. Der Priester stand an der Spitze der Gemeinschaft der Israeliten. Er war derjenige, der die Opfer brachte und den Menschen half ihre Beziehung zu JHWH wieder in Ordnung zu bringen. Er wachte über das Heiligtum. Er durfte sich als einziger an Jom Kippur JHWH im Allerheiligsten nahen…

Aber er trug auch die größere „Last“ der Heiligkeit. Er musste genau darauf achten, was er tat, wen er heiratete und was er aß…

Der Totenkult der Ägypter ist legendär und die ägyptischen Götzenpriester waren zumeist damit beschäftigt, Leichen einzubalsamieren, zu bestatten etc.

Unser Gott macht klar, dass er genau das Gegenteil wünscht. Er möchte nicht diese übermässige Beschäftigung mit dem Tod. Er ist das Leben!

„Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber.“ Johannes 5,26

So soll der Priester nicht auf jede Beerdigung im Lager rennen, sondern sich nur bei Blutsverwandten den Trauernden anschließen.

In Israel ist es heute noch so, dass nicht der Rabbi beerdigt, sondern freiwille Helfer, die heilige Bruderschaft.

Auch das Aussehen der Götzenpriester soll in der Gemeinde Israels nicht kopiert werden. Die Götzenpriester in Israel schoren sich Glatzen etc. Sie hoben sich in ihrem Aussehen stark von dem gemeinen Volk ab.

Das soll in Gottes Volk nicht so sein. Keine Tätowierungen, Einschnitte und komische Frisuren. Auch wir sollen nicht durch besonders komische Dinge auffallen.

Nur in einem sollen wir auffallen:

„Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes, denn sie opfern die Feueropfer des JHWH, die Speise ihres Gottes, darum sollen sie heilig sein.“ 3. Mose 21,6

Wenn wir JHWH dienen möchten, wenn wir Jeshua als Erretter angenommen haben, dann sollen wir unserem Gott heilig sein. Das bedeutet, dass wir die Dinge tun, die er möchte, die JHWH gefallen!

So soll er eine Jungfrau aus seinem Volk heiraten. Jeshua ist unser hoher Priester:

„Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.“ Hebräer 8,1-2

Jeshua wird auch heiraten, das wissen wir:

„Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes.“ Offenbarung 21,9b

Es folgt die Beschreibung der Braut. Es ist das Volk Gottes. Es ist die Gemeinde, Israel, seine Braut. Alle 12 Stämme und alle, die dazugehören wollen.

Wir sollen rein sein, uns nicht beschmutzen mit anderen Bräuchen und Dingen, die unser Gott nicht geboten hat.

Der Hohepriester soll auch weder wenn Vater noch Mutter verstorben sind, sich an diesen Leichen verunreinigen.

Auch die Angehörigen sollen rein bleiben. Seine Tochter darf sich nicht durch Hurerei verunreinigen.

In der Offenbarung sehen wir eine Hure, die mit Feuer verbrannt wird. (Offenbarung 17,16)

Das ist die Strafe einer Priestertochter für Hurerei. Könnte es sein, dass diese Hure, die religiös und politisch und wirtschaftlich agiert, es eigentlich besser wissen müsste?? Hat sie den wahren JHWH verlassen und betreibt geistliche Hurerei? Verläßt sie die wahre Anbetung JHWHs und dient jemand anderem?

Ein Merkmal, was eine Hure von einer Ehefrau unterscheidet ist außerdem die Bezahlung und die Treue.

Es ist ähnlich wie bei dem Gleichnis mit dem gekauften Hirten, was Jeshua erzählt. Wenn ich JHWH wirklich liebe und ihm von Herzen gern diene, dann agiere ich anders, als wenn ich etwas nur um Bezahlung tue.

„Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie-, denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe.“ Johannes 10,12-13

Wer der Hure nachfolgt wird einmal verloren sein. Der ist nicht in Sicherheit, wenn Gefahr droht. Anders ist es bei Jeshua:

„Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.“ Johannes 10,14-15

Keiner von Aarons Nachkommen, der eine Entstellung oder Behinderung hat, soll am Heiligtum dienen. Das klingt zuerst mal hart. Und es hat auch zu den wildesten Blüten geführt, bis dahin, dass einer dem anderen ein Ohr abschlug, damit er nicht Hohepriester werden konnte.

Aber was steckt dahinter? Worum geht es hier, dass Spaltnasige und Bucklige nicht dienen dürfen?

Jeshua heilte einmal eine verkrümmte Frau. Und er sagte über sie:

„Sollte dann nicht diese, die doch Abrahams Tochter ist, die der Satan schon achtzehn Jahre gebunden hatte, am Shabbat von dieser Fessel gelöst werden?“ Lukas 13,16

Es wird deutlich, dass es hier nicht nur um körperliche Gebrechen geht, sondern auch um geistliche. Wenn wir bei Isaak und Eli von Blindheit lesen, dann wird deutlich, dass es da auch eine geistliche Blindheit gab.

Bei Mose wird es auch deutlich. Über Mose wird gesagt:

„Und Mose war hundert und zwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden und seine Kraft war nicht verfallen.“ 5. Mose 34,7

Er selbst sagt jedoch:

„Ich bin heute hundert und zwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen.“ 5. Mose 31,2

Seine geistliche Kraft ist heil und frisch. Andererseits ist er mit seinen körperlichen Kräften am Ende.

So sollen die, die nicht ganz geradlinig sind, die blind sind und lahm, nicht eifrig Gott zu dienen und die Augen verschließen vor Sünde, die vielleicht selbst noch nicht sicher sind, all diese sollen nicht dienen, aber:

„Doch essen darf er die Speise seines Gottes, vom Heiligen und vom Hochheiligen.“ 3. Mose 21,22

Sie sollen und dürfen essen, lernen.

Jemand, der unrein ist darf jedoch nicht davon essen, bis er sich gereinigt hat.

„Und wenn die Sonne untergegangen ist, so ist er rein. Dann darf er davon essen, denn es ist seine Nahrung.“ 3. Mose 22,7

Das ist ja schon mal ein wichtiger Anreiz sich um Reinheit zu bemühen! Keine Reinheit, kein Essen!

Vom Heiligen darf kein Fremder essen. Aber wer vom Priester gekauft wurde, hatte das Recht davon zu essen.

In der Zukunft wird für Jeshua ein Loblied gesungen werden:

„Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen  und Völkern und Nationen und hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht und sie werden herrschen auf Erden.“ Offenbarung 5,9-10

So ist es. Wir dürfen an Gottes Reich teilnehmen, weil unser hoher Priester Jeshua uns erkauft hat. Wir sind teuer erkauft durch sein Blut und dürfen vom Brot des Lebens essen.

JHWH lässt Aaron und seine Söhne ermahnen, dass sie „achtsam seien mit dem Heiligen der Israeliten, den Gaben, die sie mir heiligen, damit sie meinen heiligen Namen nicht entheiligen.“ 3. Mose 22,2

Wenn wir von JHWHs Anweisungen abweichen, das nennt die Bibel Sünde.

So auch hier. Elis Söhne handelten diesen Anweisungen entgegen:

„So war die Sünde der Männer sehr groß vor JHWH, denn sie verachteten das Opfer des JHWH.“ 1. Samuel 2,17

Die Opfer sollen tadellos sein, die gebracht werden. Dann kommt in Kapitel 23, eine entscheidende Zusammenfassung aller Feste JHWHs. Seine Feste!!! Wir sind nur die Gäste und denen obliegt es nicht den Tag, die Deko und ähnliches zu bestimmen!

So ist es eine Gemeinde: An ihrer Spitze , an der Spitze jeder Familie, Männer,  die nach JHWHs Anweisungen leben und sie achten und andere lehren. Dann eine durch das Blut Jeshuas erkaufte Gemeinde, die zu den Festen ihres Gottes erscheint und in den Kreisläufen der Erlösung wandelt und wächst.

Die Lampen und Schaubrote runden das Bild der Gemeinschaft ab. In den Messias eingepfropfte Menschen, wie die Arme der Menorah, das reine Öl, nicht rußend. Brennend im Dunkel der Nacht unserer Weltzeit dürfen wir als Gemeinden Licht sein. Jeder einzelne von uns!

Wir beleuchten das Brot. Bringen den Menschen Jeshua nahe. An jedem Shabbat wird das Brot neu angerichtet. Wir lernen jeden Shabbat neu und nehmen das Wort, das Brot zu uns.

Und dann kommt wieder eine eigenartige Geschichte und doch haben wir es auch erlebt: ein Riss in der Gemeinschaft. JHWH hat so oft betont, dass es vor ihm nur ein Recht gibt und er nicht mit zweierlei Maß misst. Es gilt also sein Recht für jeden, der sich seinem Volk anschließt. Ein Mischling ist mit ausgezogen. Viele Menschen sind mit uns aufgebrochen, haben das Leben mit Gott begonnen und dann ist es doch so, dass da etwas drinsteckt, was nicht zu Gott gehört. Er flucht dem Namen unseres Gottes. Und er wird bestraft. So kann es sein, dass auch in unseren Gemeinden ermahnt werden um Menschen wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Auch in unserer Prophetenlesung aus Hesekiel sehen wir, wie JHWH sich das Gemeindeleben vorstellt. Wie die Priester leben sollen und das gilt ja nun auch für uns. Wir wissen ja aus dem neuen Testament, dass wir zu Priestern für unseren Gott berufen sind!

„Und sie sollen mein Volk lehren, dass es zu unterscheiden wisse zwischen Heiligen und Unheiligem und zwischen Reinem und Unreinem. Und wenn eine Streitsache vor sie kommt, sollen sie Richtet sein und nach meinem Recht das Urteil sprechen und sollen bei allen meinen Festen meine Gebote und Ordnungen halten und meine Shabbate heiligen.“ Hesekiel 44,23-24

So sehen wir hier viele Wiederholungen bis hin zur Frisur der Priester. Alles gilt noch. Nichts aus der Torah ist abgeschafft. Im messianischen Reich wird danach gelebt werden. Gut, wenn wir uns jetzt schon darauf vorbereiten und es verinnerlichen!

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