Kedoschim – Heilige

3. Mose 19,1- 20,27;   Amos 9,7 – 15

„Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, JHWH euer Gott.“ 3. Mose 19,2

Warum gibt JHWH diese Richtlinien? Weil er heilig ist und wir die Grundsätze der Heiligung kennen müssen, wenn wir uns ihm nahen wollen.

Ehre Vater und Mutter. Das gilt natürlich. Jeshua hat es noch erweitert. Er hat erklärt, wer das ist:

„Denn, wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ Matthäus 12,50

Das sind die, die uns unterweisen in der Torah, unsere Lehrer. Im Idealfall sind das zuerst die Eltern. Und die Geschwister im Glauben.

„Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Jeshua dem Messias.“ Galater 3,26

Die Feiertage halten, durch die wir immer mehr Teile seines Erlösungsplans  erkennen können, hereingenommen in einen Festkreislauf des Lernens.

Gott opfern und ihm dienen, wie er es gesagt hat, nur so macht es uns wohlgefällig vor ihm. (Vers 5)

Jeshua ist unser Opfer. Er kam im 4000. Jahr des Bestehens dieser Erde. Zwei Tage wird davon „gegessen“. So wie Jeshua es uns sagt. Er ist das Brot des Lebens.

Zwei Jahrtausende haben wir also  Zeit Jeshua anzunehmen und von ihm zu lernen. (Nach jüdischer Zeitrechnung haben wir das Jahr 5777.)

Dann kommt das Feuer, das bedeutet Gericht über seine Feinde.

Nicht Nachlese halten im Weinberg und das Feld nicht ganz abernten. Was bedeutet das? Haben doch die meisten von uns heute weder Feld noch Weinberg.

Für mich bedeutet das, dass ich nicht zurückgehe, wenn ich merke, dass ich den Euro im Einkaufswagen habe stecken lassen oder dass ich die Sachen der Kinder, die zu klein geworden sind,  nicht verkaufe sondern weggebe. Es gibt da so viele Möglichkeiten zu geben, loslzuassen. Natürlich lauert die Angst im Hintergrund, dass sich jemand bereichert. Aber die Gefahr bestand auch, wenn ich das Korn stehen lasse.

Ich vertraue Gott den Rest an. Natürlich muss ich aufpassen, auch bedürftige Menschen sollen das Arbeiten nicht verlernen! Um an das Korn zu kommen, mussten sie damals auch etwas tun. Meist verbietet es ja auch die Würde eines Menschen sich alles schenken zu lassen.

Nicht stehlen, nicht lügen, nicht falsch schwören, niemanden bedrücken.

Menschen, die sich scheinbar nicht wehren können, wie Taube und Blinde stehen direkt unter Gottes Schutz!

„Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich bin JHWH.“ 3. Mose 19,14

Interessant für die Weichherzigen unter uns ist Vers 15. Der Geringe, der Arme soll auch nicht vorgezogen werden. Wir sollen einfach gerecht und fair sein.

Auch ich musste lernen und lerne immer noch,  was es heißt:

„Laßt uns aber wahrhaftig sein in der Liebe….“ Epheser 4,15

In aller Liebe auch ehrlich sein. Nicht aus Mitleid nachgeben und nicht alles hinnehmen nur um Konflikte zu vermeiden. Wahrhaftig in der Liebe. Ehrlich. So ist das eben. Manche haben viel Liebe, aber es fehlt an Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, manchmal auch Standhaftigkeit. Sich selbst nicht dabei aufgeben.

Und dann gibt es das andere Extrem: die haben viel Wahrheit, aber die Liebe fehlt. So lernen wir miteinander und aneinander und voneinander.

Keine Vermischung. Die Pflanzen in unserem Garten nicht wild durcheinander alles auf ein Beet schmeißen, sondern gut trennen.

Die Kleidung nicht aus Wolle und Leinen gemischt.

Keine zwei Tierarten kreuzen. Schwierig heute. Heute gibt es soviele Kreuzungen und dadurch sind auch die Tiere krank und anfällig.

Kapitel 19 Vers 28: „…du sollst dich nicht tätowieren lassen, ich bin JHWH.“

Du sollst die Kinder keinem Götzen geben. Steht zu Beginn von Kapitel 20.

Wie geben wir unsere Kinder den Götzen? Nun, zuerst durch Abtreibung werden heute buchstäblich Kinder geopfert – dem Götzen Wohlstand und Bequemlichkeit.

Wenn wir Kinder haben, dann sehen wir, wie viele Arme nach ihnen greifen. Sie sollen verfüttert werden an Ehrgeiz und Konsum an Selbstverwirklichung und Egoismus.

Und es ist unsere Aufgabe, sie an die Wege JHWHs zu gewöhnen, ihnen den Weg des Lebens zu zeigen. Dazu braucht es Zeit, Gespräche, gemeinsames Studieren seines Wortes und viel Gebet um die Generation nach uns zu prägen.

Doch auch der Generation vor uns schulden wir gewisse Dinge.

„Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Seine Blutschuld komme über ihn, weil er seinem Vater oder seiner Mutter geflucht hat.“ 3. Mose 20,9

Es gibt im hebräischen mehrere Worte für ‚fluchen‘. Das Wort hier ist: qalal. Es steht für beschimpfen, herabsetzen, gering achten. Dasselbe Wort ist verwendet in 1. Mose 16,4 und 5, wo gesagt ist, dass Hagar auf Sara herabsah, weil sie nun von Abraham schwanger war.

Wir laden eine Blutschuld auf uns,  wenn wir auf unsere Eltern herabsehen und sie gering achten. In dieser Gefahr stehen wir. Wie heißt es so schön: In den ersten 15 Jahren meines Lebens war mein Vater ein Held. Er konnte alles. In den nächsten 15 Jahren merkte ich, wie wenig er eigentlich weiß und dass er viele Dinge falsch einschätzt und distanzierte mich von ihm.

Nach ein paar Jahren staunte ich, was der alte Herr dazu gelernt hatte.

Wir machen alle eine Phase der Überheblichkeit durch und lernen mit zunehmendem Alter erst wieder, dass die Generation vor uns doch gar nicht so wenig weiß, wie es uns vorkam.

Daraus lernen wir, es ist unsere Sichtweise und wir sollten immer Respekt und Achtung haben, auch wenn wir der Meinung sind, dass wir Recht haben und die Eltern Sachen nicht richtig sehen.

Dann gibt es wieder Hinweise auf eine reine Sexualität und das Essen.

Jeder unserer Lebensbereiche ist JHWH wichtig! Und es ist wichtig, dass wir darin wachsen und unser Leben reiner wird. Das nennt man Heiligung!

Wir wurden von JHWH erwählt. Unser Glaube ist ein Geschenk!

„Lasst uns ihn lieben, denn er hat uns zuerst geliebt“, so sagt es Johannes. 1. Johannes 4,19

„Darum sollt ihr mir heilig sein, denn ich, der JHWH, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Völkern, daß ihr mein wäret.“ 3. Mose 20,26

Wir sollen uns absondern von Riten und und Gebräuchen, die JHWH nicht geboten hat. Von unreinen Tieren und und und….

Fest steht eins: JHWH bestimmt, was rein und unrein ist und wir sollen das lernen, damit wir unterscheiden können. Es gibt in Kirchen und Gemeinden soviel Durcheinander, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit, weil eben das missachtet wurde! Keiner weiß mehr, was gilt und woran man sich halten soll und so versinken wir im Morast der Beliebigkeit.

Lasst uns zurückkehren zu ihm, nach seinen Worten leben und seine Wege lernen!

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