Achare Mot – Nach dem Tod

3. Mose 16,1- 18,30;   Hesekiel 22,1-16

Nach dem Tod der beiden Söhne Aarons gibt es die Anweisungen über den großen Versöhnungstag. Jom Kippur. 

Die Söhne waren gestorben, als sie sich JHWH näherten in Eigenmächtigkeit und trunken, unrein waren sie und konnten so nicht bestehen vor der Heiligkeit JHWHs.

Aaron bekommt Anweisungen, wie er sich JHWH nähern soll und dabei nicht stirbt.

Der Gnadenthron ist auf hebräisch: kapporet. Das kommt von kappar, was Sühnung bedeutet. Es geht hier also um den Ort, wo Sühnung geschieht.

Dort befindet sich JHWH. Er ist an dem Ort, wo für uns Sühnung geschieht. Das ist sein Herz. Er will, dass unsere Schuld von uns genommen wird und wir mit ihm Gemeinschaft haben.

„…denn ich erscheine in der Wolke über dem Gnadenthron.“ 3. Mose 16,2b

Der Priester soll seine goldenen, die prächtigen Gewänder nicht anlegen. Sondern weiße Leinenkleidung anziehen. Hier ist ein Grund, warum wir uns zu Jom Kippur ebenfalls weiß kleiden.

Wir denken an das Blut Jeshuas, was uns loskaufte und unsere Kleidung weiß macht. Rein vor ihm zu sein durch das Blut seines Sohnes.

„Denn Gott war im Messias Jeshua und versöhnte die Welt mit sich selbst und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.“ 1. Korinther 5,19

Zuerst opfert Aaron für sich und seine Familie. Einen Stier. Der hohe Priester hatte sich 7 Tage lang auf diesen Tag vorbereitet. Immer und immer wieder wurde ihm vorgelesen, was zu tun ist. An diesem Tag war er für den gesamten heiligen Dienst im Tempel allein verantwortlich. Er musste 15 einzelne Opfer bringen.

Als er seine Hände auf seinen zum Opfer bestimmten Stier legte, betete er:

„Oh Herr, vor dir bekenne ich, dass ich gesündigt habe, ich habe vor dir gefrevelt, ich und mein Haus.“

Oh Herr, mit deinem heiligen Namen Sühne doch die Sünden, die Verfehlungen, die Frevel, die ich begangen habe: ich und mein Haus. Wie in der Torah deines Knechtes Mose geschrieben steht: Denn am heutigen Tag sühnt er euch, von allen euren Sünden – vor dem Herrn sollt ihr gereinigt werden.“ (aus: „Der heilige Tempel von Jerusalem“, Chaim Richman)

Während der Gebete an diesem Tag wurde der unaussprechliche Name Gottes, das JHWH vom Priester ausgesprochen. Insgesamt zehn Mal.

Dann wurden zwei Ziegenböcke vor dem Priester gestellt und er zog die Lose,  die bestimmten, welcher Bock für die Sünden des Volkes verstoßen werden musste. Dieses Los hieß „Asasel“ und bezeichnet den Wüstenort, wohin der Bock geschickt wurde. Wenn der Priester das Los „für den Herrn“ in der rechten Hand hielt, so wurde das als gutes Zeichen gewertet.

Die Tradition besagt, dass das Los vierzig Jahre vor Zerstörung des Tempels nie wieder in der rechten Hand war. Nachdem Jeshua gestorben war.

Er allein ist unsere Sühnung.

Das zeigte auch der rote Wollfaden, der dem Bock um die Hörner gelegt wurde und um den Hals. Auch im Heiligtum befand sich ein Teil dieser roten Schnur.

Diese Schnur wurde weiß, nachdem der Bock in die Wüste gebracht worden war. Ganz wie es Jesaja beschreibt:

„So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht JHWH. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“ Jesaja 1,18

Das war im Tempel zu sehen. Jedes Jahr an Jom Kippur.

Aber auch das hörte, der Überlieferung nach auf – ca. 40 Jahre bevor der Tempel zerstört wurde. Über diesen Weg gibt es keine Sühnung mehr. Jeshua ist der Weg. Der Weg zur Erlösung, der Weg zur Befreiung.

Und wir sehen die Parallelen:  Als Jeshua verhört wurde, disqualifizierte sich der hohe Priester selbst, denn er zerriss seine Kleider und das durfte er nach Gottes Wort nicht tun. Vor Pilatus standen schließlich zwei Männer, so wie vor dem Priester an Jom Kippur die zwei Ziegenböcke standen. Es ist eine höchst prophetische Sache, die hier geschieht.

„Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barrabas.“ Matthäus 27,17

So schreibt es die Lutherbibel. Es gibt im hebräischen keinen ‚Jesus‘. Der Mann hieß also auch Jeshua. Zufall? Erinnert das nicht an die beiden Ziegenböcke? Barabbas heißt im hebräischen bar Abbas. Und das bedeutet: Sohn des Vaters.

Es sollte verstanden werden: hier geschieht Sühnung durch den Sohn des Vaters.

Einer wurde geopfert, einer weggeschickt. Die Volksmenge wählte Jeshua den Messias, Jeshua ben Josef.

Das ist so grandios! Die Namen sind kein Zufall! Der Vater will uns damit soviel sagen. Es ist wie bei Jona. Der Prophet aus Joppe, der zu den Feinden Israels gehen soll und zur Umkehr und Buße aufrufen soll. Viele, viele Jahre später ist am selben Ort ein Petrus, der eigentlich Simon bar Jona hieß und hat an derselben Stelle die Vision, dass die Heiden und alle fernen Gott willkommen sind.

So auch hier Jeshua ben Josef ist der Sohn des Vaters und er holt das Haus Josef zurück in den Bund. Alle, die Gott fern waren dürfen nun nahen!!! Was für eine Geschichte!

Jeshua bekam den purpurroten Mantel der Soldaten angezogen und die Dornenkrone auf den Kopf gedrückt. Jedoch König Herodes:

„Aber Herodes mit seinen Soldaten verachtetete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Gewand an und sandte ihn zurück zu Pilatus.“ Lukas 23,11

Blutrot war unsere Sünde. Und durch sein Blut wird alles schneeweiß.

Und so spricht Jeshua uns zu:

“ Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ Offenbarung 3,5

Das kommt noch. In Vorbereitung dessen halten wir diesen besonderen Tag ein, wie es geschrieben steht:

„Auch soll euch dies eine ewige Ordnung sein: Am zehnten Tag des siebenten Monats sollt ihr fasten und keine Arbeit tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremdling unter euch. Denn an diesem Tag geschieht eure Entsühnung, daß ihr gereinigt werdet von allen euren Sünden werdet ihr gereinigt vor JHWH. Darum soll es euch ein hochheiliger Sabbat sein, und ihr sollt fasten. Eine ewige Ordnung sei das.“ 3. Mose 16,29-31

Dreimal wird in den Versen 29 -34 betont, dass es eine ewige Ordnung ist. Die Erfüllung dessen steht noch aus. Jeshua wird es tun, wie wir in Offenbarung gelesen haben, und bis dahin schauen wir voraus auf den Tag unserer endgültigen Entsühnung.

Die Kapitel 17,18 und 19 werden als das „Herz der Torah“ bezeichnet. Hier drin stehen die wichtigsten Grundlagen.

Und das sind die Dinge, die die Apostel als erste Richtlinien den Heiden mitgaben, die sich zu JHWH bekehrt haben. Das sind die Dinge, durch die ich die Erlösung verlieren kann, wenn ich sie nicht einhalte. Das bedeutet das: „ausgerottet werden aus seinem Volk.“ in Vers 9, Vers 10, Vers 14 usw.

Die Frage der Pharisäer in der Apostelgeschichte war doch:

„Wenn ihr euch nicht beschneiden lasst nach der Ordnung des Mose, könnt ihr nicht gerettet werden.“ Apostelgeschichte 15,1

Die Apostel entscheiden anders. Sie legen fest, dass ich am Fleisch unbeschnitten gerettet werden kann, dass es aber Dinge gibt, durch die ich diese Errettung aufs Spiel setze.

Zuerst ist da der Götzendienst. Wichtig hierbei ist, das wir oft in unserem Verständnis ein anderes Bild von Götzendienst haben. Wir denken, dass es Götzendienst ist, wenn wir uns vor einer leblosen Statue verneigen. Oder zu Heiligen beten, wie es im Katholizismus geschieht. All das ist natürlich Götzendienst.

Aber Götzendienst ist auch, wenn wir JHWH auf eine Art anbeten, die er nie gewollt hat und an Tagen, die er nicht geboten hat und mit Symbolik, die er nicht erlaubt hat. Das sehen wir deutlich am goldenen Kalb.

„Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des  JHWH Fest.“ 2. Mose 32,5

Das Zweite ist kein Blut.

Kein. Blut. Essen.

Keine Blutwurst, liebe Geschwister. Lasst das Fleisch ausbluten. Wässern in Salzwasser. Reine Tiere essen.

Das Dritte ist reiner Sex.

„Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten, wo ihr gewohnt habt, auch nicht nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch führen will. Ihr sollt auch nicht nach ihren Satzungen wandeln, sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, dass ihr darin wandelt;,ich bin JHWH euer Gott.“ 3. Mose 18,3-4

Wir brauchen uns gar nicht anzuschauen, was hier alles an perversen Dingen geschieht. Wir sollen uns nur daran halten, was JHWH geboten hat. Kein Sex mit nahen Verwandten, mit Tieren oder mit der Ehefrau während ihrer Blutung. Ganz einfach, rein und schön.

Das sind die zentralen Themen der Heiligkeit. Und das ist es, was die  Apostel anordneten. Kein Götzendienst, kein Blut und unreines Essen, keine Unzucht = unreiner Sex. Das sind die Basics und dann sollen die Neubekehrten jeden Shabbat zur Synagoge gehen.

Und lernen.

Das tun wir nun gemeinsam und voneinander. Durch seinen heiligen Geist geleitet. Halleluja!

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