Mezora – Aussätziger

3. Mose 14,1 – 15,33;   Maleachi 3, 4 – 24

Nun kommen wir zur Reinigung eines Aussätzigen. Der Priester geht aus dem Lager und schaut sich das an.

Jeshua schickt auch die Aussätzigen, die er heilt zum Priester, ganz nach der Torah. Hier ein Beispiel:

„Geh hin, zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis.“ Matthäus 8,4

Kommen wir also zu der  wunderbaren Reinigungszeremonie. Zwei Vögel sehen wir hier. Einer wird geschlachtet. Wir haben alle Elemente der Kreuzigung von Jeshua auch hier: Ysop, das Blut, das Holz.

Nur in Jeshua wird die Übertretung gesühnt! Nur durch ihn werden wir rein. Ich sehe uns in dem anderen Vogel: er wird mit dem Holz und allem anderen in das Blut getaucht. Wir müssen uns identifizieren mit dem Tod Jeshuas und unser altes Ich muss sterben. Dann sind wir frei und dürfen fliegen. Sieben mal wird der zu Reinigende besprengt.

Sieben ist die Zahl unseres Gottes. Der siebente Tag gehört ihm, der Shabbat, sieben Farben hat der Regenbogen, Jeshua wandelt inmitten der sieben Leuchter, vor seinem Thron sind sieben Geister usw…

Auch der Hauptmann der Aramäer, Naaman wird geheilt indem er sieben Mal im Jordan untertaucht. Im Jordan wird Jeshua später getauft, hier beginnt er sein Wirken, sein Werk, was alle Menschen mit JHWH versöhnen soll. Hier wird auch Naaman bereits als ein Vorschatten dessen, was kommen soll mit JHWH versöhnt und von seinem Aussatz, seiner Plage, seiner Missachtung der Worte Gottes geheilt:

Wir lesen in 2. Könige 5, was er nach seiner Heilung bekennt:

„Siehe nun weiß ich, dass kein Gott ist in allen Landen, außer in Israel; […] Denn dein Knecht will nicht mehr andern Göttern opfern und Brandopfer darbringen, sondern allein JHWH.“

Es erfolgt eine umfassende Reinigung des Menschen: Kleider müssen gereinigt werden und Haare werden geschoren. Der Mensch fängt ganz von vorn an. Ihm wird ein Neuanfang geschenkt. Auch uns. Wenn wir erkennen, das wir gegen sein Wort verstoßen haben, böse geredet haben, Neid, Missgunst, Hochmut, Unvergebenheit und anderes im Herzen hatten, dann dürfen wir umkehren. Seine Gnade ist jeden Morgen neu! Halleluja!

Er bekommt nun ebenfalls, wie der Priester bei seiner Weihe einen Blutstropfen auf das rechte Ohrläppchen, den rechten Daumen und den rechten Zeh. Er soll hören, was JHWH sagt, tun was er sagt und gehen wohin er uns heißt.

Auch wird er mit Öl gesalbt. Am achten Tag seiner Reinigung. Wieder wunderbar, der Neubeginn am achten Tag!

Auch an Häusern, etc. gibt es Aussatz. Wenn ein Riss entsteht oder etwas in der Art, hole ich den Zimmermann, den Maurer oder sonst einen Handwerker. Beim Aussatz wird wieder der Priester geholt. Es geht um Reinheit!

Jeder Mann ist Priester über sein Haus, damit ist die Familie gemeint. Josua sagt:

„Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. “ Josua 24,15b

Hier wird für Haus im hebräischen dasselbe Wort verwendet wie hier in 3. Mose 14,34.

Es entsteht eine Stelle der Rebellion oder des Ungehorsams in der Familie. Und alle, die daran teilhaben sind betroffen. Wir haben große Verantwortung für unsere Häuser. Welchen Geist lassen wir herein durch Radio, Fernsehen, Internet und durch Besucher?

Die Erklärungen über den Aussatz zeigen auch so schön die Reihenfolge auf: zuerst der Aussatz an der Haut. Jeder persönlich muss auf sich achten. So schreibt uns auch Paulus:

„So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.“ Römer 14,12

„Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, das er nicht falle.“ 1. Korinther 10,12

Dann die Kleidung: mit was umgebe ich mich? Wie sieht mein Kleid aus? Achte ich das Kleid der Gerechtigkeit, was ich durch Jeshua bekomme?

„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Denkens, damit ihr Prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Römer 12,2

Dann das Haus, die Familie, wie läuft es hier? Hat das Familienoberhaupt acht darauf, wie gelebt wird, was jeder tut….

„Ich weiß aber sehr wohl von euch, liebe Brüder, das auch ihr selber voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis, so das ihr euch untereinander ermahnen könnt.“ Römer 15,14

In aller Güte sollen wir uns ermutigen und anspornen.

Nun kommen wir zum Intimbereich. Ein Mann hat Ausfluss an seinem Glied. Das Glied des Mannes ist normalerweise beschnitten als Zeichen des Bundes mit seinem Gott und es soll guten Samen hervorbringen.

Aber nun fließt anderes, krankhaftes nutzloses heraus. Die Frage ist doch: was gibt der Mann von sich?  Wenn ein Ausfluss da ist, handelt sich ja meist um eine Geschlechtskrankheit, in irgendeiner Form handelt man sich diese durch unreinen Geschlechtsverkehr, Hurerei ein.

Auch geistlich gesehen ist Hurerei, Umgang mit nutzlosen, unreinen Gedankengut nicht gut. Der Mann gibt dann keinen guten,  erbauenden Samen von sich, sondern Zeug, was unnütz und krankmachend ist.

„Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jeshua dem Messias.“ 1. Thessalonicher 5,21-23

Wenn der Same im Schlaf oder auch während des ehelichen Zusammenseins abgeht, haben wir auch eine Form von Unreinheit.

Es gibt also durchaus Unreinheit, die gewollt ist und in Kauf genommen werden muss. Ohne Samenerguss entsteht nunmal kein neues Leben. Das hat der Schöpfer so vorgesehen. Warum nun unrein? Samenzellen enthalten Leben und sterben ab, wenn sie nicht auf die Eizelle treffen. Das ist nun einmal so.

Dennoch sollen wir Laken, die damit Kontakt hatten und Bettwäsche abziehen und waschen. Uns selbst duschen oder baden. Und daran denken, dass wir unrein sind bis zum Abend. Das bedeutet, dass wir uns am Erev shabbat und vor Festtagen enthalten sollten.

Ebenso ist es bei der Frau. Durch ihre monatliche Blutung ist sie unrein. Ihre Bestimmung ist es, Leben hervorzubringen. Wie das beim Mann nicht jeder Samenzelle möglich ist und viele sterben, so ist auch hier oft eine Eizelle, die abstirbt.

Sieben Tage ist sie unrein. Dann geht ihr Zyklus wieder in Richtung Leben. Er ist gereinigt und bereitet sich auf eine fruchtbare Phase vor.

Die blutflüssige Frau, die Jeshua heilt, wird heil, weil sie seine Tzitzit ergreift. Mose legt Israel Segen und Fluch, Leben und Tod vor.

„Wenn du gehorchst den Geboten des JHWH, seines Gottes, die ich dir heute gebiete, daß du den JHWH seinen Gott liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst du leben und dich mehren, und JHWH, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande in das du ziehst, es einzunehmen. Wendet sich aber dein Herz und du gehorchst nicht, sondern läßt dich verführen, daß du andere Götter anbetest und ihnen dienst, so verkünde ich heute, daß ihr umkommen werdet und nicht lange in dem Land bleiben werdet, in das du über den Jordan ziehst, es einzunehmen.“  5. Mose 30,16- 18

Torah oder Torahlosigkeit. Wir sollen das Leben ergreifen und das tut sie indem sie das ergreift. Die tzitzit sind ja dazu da um an die Gebote Gottes zu erinnern.

„Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote des JHWH denken und sie tun.“ 4. Mose 15,39a

Sie ergreift sie um das Leben zu erwählen und darum geht es in der ganzen Schrift! JHWH gibt uns diese Anweisungen mit Krankheit und Wiederherstellung, weil er möchte, dass wir heil werden und das Leben wählen. Jeden Tag sollten wir Worte sprechen, die zum Leben helfen. Ermutigen und anspornen, voller Güte korrigieren. Unsere Taten sollen unseren Messias widerspiegeln, der so gütig zu uns ist und uns vergibt. Ja, der sein Leben gegeben hat um uns vom Aussatz zu befreien.

„Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener (Jeshua) rein ist. Wer Sünde tut, verlässt die Torah und die Sünde ist das Verlassen der Torah.“ 1. Johannes 3, 3-4

Wir müssen es nur so machen, wie der Aussätzige und hingehen zum Priester, zeigen, was nicht in Ordnung ist. Nichts geheim halten oder vertuschen.

„Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, das er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ 1. Johannes 1,9

Wie gut haben wir es! Amen!

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