Augen auf! 

Auf unserem Weg zurück zu Gottes Wort und seinem Weg begegneten uns manche Stolpersteine. Wie schon in ‚Aufgewacht‚ und ‚Hellwach‚ beschrieben, lernten wir zuerst, dass der Shabbat gilt – immernoch und auch für uns. Wir entdeckten, dass Passah, Laubhüttenfest und Co. keine jüdischen Feste sind, sondern die Feste JHWHs an denen er sich mit uns verabredet!

Was aber ist mit den Festen, die wir bisher so hingebungsvoll gefeiert hatten: Ostern und Weihnachten???

In unserem ersten Festezyklus, den wir nun mit JHWHs Festen feierten, entdeckten wir etwas Erstaunliches: alles war so heil, so ganz.

Es passte alles zusammen und ergab Sinn. Zuerst feierten wir Purim. Hier lasen wir die Esther -Geschichte, erkannten, dass JHWH in der Geschichte manchmal so versteckt im Hintergrund ist, wie die Füllung in den Hamantaschen, die wir backten.

Dann kam Pessach, das Fest der Befreiung und des Auszugs. Erkauft um den Preis des Blutes. Jeshua unser Pessachlamm….alles so schön klar!

Im Gegensatz dazu war Weihnachten hektisch: überall Vorführungen in Schule und Kindergarten. Baum schmücken, Plätzchen backen, den Kindern vom Weihnachtsmann erzählen, der ja dann auch Schulen und Kindergärten besucht ach ja, und die Geburt von Jesus feiern wir auch noch…. Zerrissen, heidnische Symbole…. Woher kommen diese Feste eigentlich? Jeshua und die Apostel kannten sie jedenfalls nicht. Wohl aber Kaiser Konstantin, der Sonnenanbeter.

Baal, der alte Feind JHWHs hat sich geschickt zum Mittelpunkt der Anbetung in Kirchen und Gemeinden gemacht!

Letztlich ist es Satan, der alte Lügner, der alles verdrehte.

Beginnen wir von vorn.

Jeshua feierte die Feste JHWHs, wie sie Mose gegeben wurden.

Auch die Apostel hatten nichts anderes im Sinn: In Apostelgeschichte 18,21 steht:

„Ich muss auf jeden Fall das kommende Fest in Jerusalem sein, aber will es Gott, so will ich wieder zu euch kommen. Und er fuhr weg von Ephesus.“

Nur leider ist der erste Teil von Paulus‘ Statement in vielen deutschen Bibeln nicht vorhanden. Warum? In der Schlachter-Bibel ist es richtig zu finden.

Auf jeden Fall sehen wir, dass sie Paulus wichtig waren, diese Feste und er sie hielt. Das taten die ersten Christen auch. Sie hielten die Feste und den Shabbat.

Deshalb konnte Paulus im Korintherbrief auch vom Sauerteig und Passahlamm schreiben. Das verstanden sie – weil sie die Feste feierten.

Juden waren in der Mehrzahl unter den Anhängern des neuen Weges, den Nachfolgern Jeshuas. Die Anweisungen aus Apostelgeschichte 15 waren klar: kein Götzendienst, keine Vermischung, reines-koscheres Essen, reiner Sex und der wöchentliche Shabbat in der Synagoge.

Nur wenn man den Text mit einem Herzen, was Rebellion gewohnt ist liest, bleibt da etwas unklar.

Nach und nach kamen immer mehr Heiden dazu. Es gab Streitigkeiten.

Und immer mehr Verdrehung. Besonders Paulus wird bis heute missverstanden.

Petrus schrieb:

„Davon redet er (Paulus) in allen Briefen, in denen einige Dinge schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die anderen Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das im voraus wißt, so hütet euch, das ihr nicht durch den Irrtum dieser gesetzlosen Leute samt ihnen verführt werdet und fällt aus eurem festen Stand.“ (2. Petrus 3,16-17)

Die Gesetzlosen verstehen also Paulus falsch – und das bis heute!

Dann kam auch noch Kaiser Konstantin und bot den bedrängten und verfolgten Christen den perfekten Ausweg. Er erklärte das Christentum vermischt mit seinem Sonnenanbetungskult zur Staatsreligion. Die Juden, die da standhafter waren weigerten sich und so wurde die Kluft zwischen Juden und Christen immer größer.

Hätten sich die damaligen Christen an die Schrift gehalten, hätten auch sie des Kaisers Spielchen nicht mitmachen dürfen. Aber wer will jene armen der Verfolgung müden Christen verurteilen? Ich gewiss nicht. Nur heute ist das alles so etabliert, das wir weitermachen, obwohl wir aus der Vermischung dringend heraus müsste!

Charles Spurgeon, ein geachteter Prediger, sagte über Weihnachten:

„Wir schenken Jahreszeiten und besonderen Tagen keine abergläubische Beachtung. Ganz sicher glauben wir nicht an die gegenwärtige kirchliche Einrichtung namens Weihnachten…wir finden kein biblisches Wort darüber, daß wir irgendeinen Tag als den Geburtstag des Erlösers feiern sollen und folglich ist jede derartige Feier Aberglaube, weil sie nicht von göttlicher Autorität ist…wahrscheinlich ist es so, dass die Feiertage eingerichtet wurden um mit den heidnischen Festivitäten übereinzustimmen…wie absurd zu denken, wir könnten es im Geist der Welt tun, mit einem clownartigen Schneemann, einem täuschenden, weltlichen Weihnachtsmann und einem gemischten Programm heiliger Wahrheit mit Vergnügen, Täuschung und Klüngel.“ (Quelle: On Sunday morning, December 24, 1871, entitled)

Nur, wer weiß das heute? Wer weiß, das Weihnachten und Ostern Feste zur Götzenanbetung waren und voll sind mit heidnischen Symbolen. Mit „goldenen Kälbern“!

Unser Sohn bekam im Religionsunterricht in der 2. Klasse ein Arbeitsblatt über Ostern.

Es beinhaltete folgendes: Wir feiern Ostern zu Ehren der Göttin Ostara. Ihre Lieblingstiere waren die Hasen…..

Und so ging es weiter. Aber Christen erschrecken da leider nicht. Sie lachen darüber und sehen oft nicht, dass sie durch das Feiern jener Fest in Götzendienst verstrickt sind. Ich bin furchtbar erschrocken und verbannte diese Symboliken aus meinem Haus. Manchmal begegnet mir immer noch das eine oder andere. Es erinnert mich daran, dass auch in meinem Leben manches an Sünde und schlechten Gewohnheiten  hartnäckig ist, was da nicht hingehört.

Wo wir wirklich kompromisslos zu Gottes Wort zurück kehren müssen.

Als ich dann Menschen traf, die schon länger auf diesem Weg unterwegs waren verwirrte mich ihr Vokabular. Deshalb hier dazu einige Erklärungen:

  • Shabbat: Das ist der Samstag, der 7. biblische Tag. So ist dann der Mittwoch auch wieder in der Mitte. 🙂
  • Erev Shabbat: Erev ist hebräisch für Abend. Damit ist der Freitagabend gemeint. Biblisch gesehen beginnt der neue Tag mit dem Abend. Siehe Schöpfungsgeschichte. Deshalb begrüßen wir den Shabbat am Freitagabend.
  • Parasha: Das ist der festgelegte Wochen-Abschnitt, der jeden Shabbat in allen Synagogen und messianischen Gemeinden gelesen wird. In der Torah steht, dass alle 7 Jahre die Torah vor Groß und Klein verlesen werden sollte. Israel wich immer wieder davon ab und kam in Bedrängnis. So wurde irgendwann die Torah in wöchentliche Portionen aufgeteilt und wird bis heute so gelesen. Das ist immer ein Abschnitt aus den Mosebüchern und ein dazu passender Abschnitt aus den Prophetenbüchern. In messianischen Gemeinden werden noch Abschnitte aus dem neuen Testament dazu gelesen.
  • Kippa/ Jarmulke: Kreisrunde Kopfbedeckung der Männer und Jungen. Sie steht für die Autorität Gottes über ihnen und dass sie diese anerkennen. So wie Paulus schreibt: „das Haupt des Mannes ist Christus.. „
  • Tallit: Gebetsschal der Männer. Meist in weiß und blau gehalten.
  • Titzit: geflochtene Schnüre meist auch in blau und weiß, die an die Gebote erinnern sollen
  • Challot: die geflochtenen Shabbatbrote, die wir am Freitag backen und zum Shabbat essen

Es ist ein neuer Weg und manchmal ist es frustrierend so von vorn zu beginnen. Aber wir gehen zurück zu JHWH und bitten ihn um Hilfe. Wenn er uns nicht die Augen öffnet, dann können wir gar nichts sehen!

Er hilft uns zurück in seine Kreisläufe, zu seinen Festen, zu seinem Wort!

Er wird uns auch Gemeinschaft schenken und uns zueinander führen, wenn der Zeitpunkt da ist.

Ich freue mich über Berichte, wie ihr es erlebt habt. Was euch zurück geführt hat zu dem Wort JHWHs!

Wo ihr gerade steht auf dem Weg, seid gesegnet. Wir beten für jeden von euch!

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